geschrieben von Yvonne Langer

4 Tipps für eine nachhaltige Weihnachten

 

Das ganz Jahr versuchst Du, möglichst nachhaltig zu leben. Und dann steht auf einmal Weihnachten vor der Tür! Dir wird suggeriert, dass Du in dieser Zeit viele Dinge besitzen oder erledigen musst, um eine schöne Adventszeit haben: Einen Adventskalender, atemberaubende Weihnachtsdekoration, den schönsten Weihnachtsbaum und vor allem reichlich Geschenke für Deine Liebsten. Wir haben 4 tolle Menschen gefragt, wie sie gerade in dieser hektischen, konsumreichen Zeit für einen achtsamen und umweltbewussten Alltag sorgen. Lies hier ihre Tipps, damit Du entspannt und besinnlich durch die Advents- und Weihnachtszeit kommst und Deinen ökologischen Lebensstil auch in dieser Zeit umsetzen kannst.

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Für Franzi von @franzischaedel hat neben Mann und Hund Teddy noch eine weitere Sache Priorität: unser schöner, grüner Planet! Sie geht nicht nur mit offenen Augen durchs Leben, um dessen Schönheiten immer wieder aufzuzeigen, sondern auch, um allerlei nachhaltige Ideen zu teilen; wie zum Beispiel bei ihrem jüngsten Projekt #konsumfreieradventskalender.


Franzi hat uns für Euch einen, wie wir finden, ganz essentiellen Gedanken mitgegeben: "Nachhaltig(er) Weihnachten feiern und eine grünere Weihnachtszeit verbringen ist gar nicht so schwer, wenn wir uns wieder darauf besinnen, dass wir uns Nähe, Freundschaft und Abenteuer mit unseren Liebsten nicht erkaufen können. Wir müssen sie erleben! Schenkt in diesem Jahr doch einfach mal wieder Zeit statt Zeug! Denn Zeug haben wir genug, aber irgendwann heißt es: „Ach, hätten wir doch mehr Zeit gehabt.“

Tipp: Werde konkret!

Anstatt ein materielles Weinachtsgeschenk zu machen, was am Ende doch niemand braucht, schenke doch einen gemeinsamen Ausflug in den Klettergarten oder eine Tageswanderung. Kleiner Tipp: Fange erst gar nicht mit einem Gutschein an – die dann das ganze Jahr verlassen und vergessen am Kühlschrank hängen -, sondern werde gleich konkret mit einem Terminvorschlag. So könnt Ihr Euch ganz gezielt auf Euer gemeinsames Event freuen!

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Sie selbst beschreibt sich als Nachhaltigkeits-Anfängerin, aber wir finden, dass Laura von @proudtobecatmom schon ganz viele tolle Schritte in eine grünere Zukunft unternommen hat. So versucht die Interieur-Liebhaberin auf Plastik zu verzichten und stelle viele Dinge - wie zum Beispiel einen ganz tollen Kratzbaum - ganz einfach selbst her. Auch das diesjährige Weihnachtsfest steht bei Laura, ihrem Herzensmann und den zwei Katzendamen Mia und Amy unter dem Stern der Nachhaltigkeit:

"Mir ist es besonders wichtig, die Wahl des Weihnachtsbaumes nachhaltig zu gestalten. Wir haben uns für einen Mietbaum entschieden. Hier werden die Tannenbäume nicht an der Wurzel getrennt und durchgeschnitten, sondern in einen Topf mit Erde gepflanzt. So landen sie im Januar nicht vertrocknet auf der Straße, sondern können anschließend entweder Zuhause eingepflanzt oder einfach zurückgegeben werden. Alternativ, sofern es nicht vor Ort angeboten wird, kann man sich auch für eine regionale Tannenart oder für zertifizierte Öko-Weihnachtsbäume entscheiden. Das Saatgut wird unter fairen Bedingungen gewonnen und lange Transportweg vermieden. So brauche ich auch keine Angst haben, dass mein diesjähriger Weihnachtsbaum mit Pestiziden belastet ist und somit meinen Fellnasen und mir schaden könnte."

Übrigens: Alternativ kann man auch einen Weihnachtsbaum aus Holz bauen und jedes Jahr aufs Neue rausholen. Nachhaltiger geht’s nicht, oder?

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Die nächste Idee für eine grüne Weihnachtszeit kommt von @wildfamily.life. Nadine ist mit ihrer kleinen Familie, inklusive zwei VeggieDog-Fellnasen, schon seit einiger Zeit im Wohnmobil unterwegs, wobei ein nachhaltiges und bewusstes Leben stets im Fokus steht. Auf eine direkte und sehr ehrliche Art und Weise berichtet die Weltenbummlerin über veganes Kochen, Body Positivity und das minimalistische Leben im Van. Letzteres erfordert einiges an Kreativität, wenn um zum Beispiel um nachhaltige - und momentan weihnachtliche - Deko geht. Aber warum kaufen, wenn die Natur uns eigentlich alles bietet? Und das vor allem plastikfrei?


"Natürlichen Weihnachtsaumschmuck kann man ganz einfach selber machen! Anstatt dem sonst üblichen Glitzer aus Kunststoff oder Kugeln, die eventuell Schwermetalle enthalten, bieten sich als Baumschmuck tolle Alternativen in der Natur: Das Stroh für die typischen Strohsterne kann man bei einem Spaziergang am Feld mitnehmen oder beim Bauern nachfragen, ob man ein paar Halme bekommt. Im Wald findet man massenweise schöne Zapfen, die man sich an den Baum hängen kann, auch Nüsse sind schön anzusehen. Getrocknete Früchte bringen ein bisschen mehr Farbe ins Spiel - die können später auch noch verspeist werden -, Zimstangen geben einen tollen weihnachtlichen Duft ab.

Gepaart mit auf der Heizung getrockneten Orangen und selbst gebackenen Lebkuchen stellt sich doch gleich eine besinnliche Stimmung ein! Das meiste erfordert vielleicht etwas Aufwand, doch das steigert die Vorfreude. Und wenn man die Vorbereitungen gemeinsam mit den Liebsten erledigt, macht es auch gleich doppelt Spaß."

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Viele Menschen haben vielleicht das Gefühl, das größte und teuerste Geschenk kaufen zu müssen. Dabei kommt es doch auf ganz andere Dinge an, findet @angeliquelini. Das Naturmadl packt nicht nur immer wieder die Wanderlust, sie teilt auch ab von jeglichem Einheitsbrei ihre Gedanken zu den Themen Selbstliebe, Frauenpower und ein nachhaltiges Zuhause. Dementsprechend lebt sie auch die Weihnachtszeit: Auf ihrem Account findet Ihr zum Beispiel einen tollen Beitrag dazu, wie man einen Weihnachtsbaum aus Holz baut! Für uns hat sie sich zudem auch noch Gedanken über die Thematik des nachhaltigen Schenkens gemacht:

"Verschenke nur das, was auch wirklich gebraucht wird. Erkläre Deinen Freunden, dass Du ein nachhaltiges Weihnachten feiern möchtest. Und sage ihnen gerne auch, dass du nichts geschenkt bekommen möchtest, oder nur etwas, das du wirklich gebrauchen kannst. Genauso andersherum. Du brauchst nachhaltige Geschenkideen? Wie wäre es mit gemeinsam verbrachter Zeit? Oder etwas selbstgemachten wie Plätzchen, Badekugeln, Wachstücher, Lippenpflege, einem Pfotenbalsam für den Vierbeiner... Oder etwas spenden oder eine Patenschaft eingehen. Eingepackt wird in Zeitungspapier oder Einmachgläsern – so kannst Du auch noch vollkommen plastikfrei Dein Weihnachtsgeschenk übergeben. Jetzt noch Naturmaterialien sammeln zum Schmücken. Fertig ist das nachhaltige Geschenkpapier!"

Nachhaltiges Geschenkpapier aus Stoffresten! Alternativ zum Zeitungspapier kannst Du auch Stoffreste, Schals oder andere Kleidungsstücke zum Verpacken Deiner Geschenke nutzen. Diese nimmst Du dann nach der Bescherung einfach wieder mit – staunende Blicke (und Nachahmer im Folgejahr) garantiert.

Einer nachhaltigen Weihnachtszeit steht also nichts mehr im Wege. Mit unseren 4 Tipps bist Du bestens gewappnet, um auch in der Weihnachtszeit möglichst ökologisch zu leben:

  • Sprich mit Deiner Familie und Deinen Freunden, dass Du auch die Weihnachtszeit über nachhaltig leben möchtest. So vermeidest Du, dass sie Dir Geschenke machen, die Du gar nicht benötigst
  • Denke daran, dass das wertvollste, was Du schenken kannst, Deine Zeit ist. Überlege Dir, ob Du anstatt materieller Dinge nicht einen konkreten Ausflug verschenken möchtest
  • Dein Weihnachtsbaum muss nicht von der Stange sein: Miete Dir einen Weihnachtsbaum oder baue Dir einen aus Holz, an dem Du Dich jedes Jahr aufs Neue erfreuen kannst – so bist Du auf jeden Fall umweltbewusst unterwegs
  • Auch bei der Weihnachtsdeko muss das Thema Nachhaltigkeit nicht halt machen: Nutze Materialien wie Tannenzapfen, Nüsse oder Orangen, um Dein Zuhause hyggelig zu machen
  • Falls Du etwas verschenken möchtest, versuche es, doch selbst herzustellen. Wenn Du das Geschenk dann noch in Zeitungspapier oder Stoffreste verpackst, ist Dein nachhaltiges Weihnachtsgeschenk perfekt!
Wir wünschen Dir und Deinen Liebsten eine besinnliche, nachhaltige Advents- und Weihnachtszeit!