geschrieben von Leonie Eisenträger

Umweltfreundliche Hundekotbeutel – gibt es das?

 

Als Hundebesitzer kennst Du die Pflicht, das Geschäft Deines Vierbeines aufzusammeln, nachdem er es verrichtet hat. Hältst Du Dich nicht daran, und wirst erwischt, droht Dir ein Bußgeld. Die meisten Hundehalter nutzen dafür kleine Plastiktüten, die man in der Drogerie und im Supermarkt günstig bekommt. Die üblichen Tütchen aus Kunststoff erfüllen ihren Zweck, sind aber eine Belastung für die Umwelt. Jetzt kommt die gute Nachricht: auch bei Hundekotbeuteln gibt es umweltfreundliche und nachhaltige Alternativen. Wir stellen euch Ihre Vor- und Nachteile vor.

Laut Statistiken produzieren 7,9 Millionen Fellnasen in Deutschland über 5,7 Milliarden Hundehaufen im Jahr (Stand 2022). Es werden in Deutschland schätzungsweise 500 Millionen Hundekotbeutel pro Jahr verbraucht – eine enorme Menge an Plastikmüll, die dabei entsteht. Auch wenn Du die Hundekotbeutel ordnungsgemäß entsorgt (im Restmüll), landen sie schlussendlich auf der Müllverbrennungsanlage und es entsteht eine Umweltbelastung.

Herkömmliche Hundekotbeutel werden aus einem nicht nachwachsendem Rohstoff hergestellt: Polyethylen. Dabei handelt es sich um verarbeitetes Erdöl, dass für die Umwelt sehr schlecht ist. Das Fördern und Aufspalten von Polyethylen trägt zum Klimawandel bei, indem es Treibhausgase freisetzt.

Leider gibt es immer noch viele Hundebesitzer, die ihre Hundkotbeutel nicht im Müll, sondern im Gebüsch entsorgen. Oder an Sträucher und kleine Bäume im Park hängen (wir selbst waren Zeuginnen solcher Schandtaten). Da die Plastiktütchen nicht biologisch abbaubar sind, zersetzen sie sich nur langsam und gelangen als Mikroplastik in die Umwelt. Das heißt in die Meere, das Grundwasser, die Nahrungskette, den eingeatmeten Feinstaub und, und, und. Bitte tut das nicht! Wer sich einen Hund zulegt, sollte das in dem Bewusstsein tun, eine Verantwortung zu tragen, auch gegenüber unseres schönen Planeten.

Da Hundekotbeutel für den einmaligen Gebrauch vorhergesehen sind, kommt eine enorme Menge an Müll zustande. Und auch wenn wir Hunde lieben und sie die besten Freunde des Menschen sind – die Beutel schaden der Umwelt. Das ist eine Tatsache, vor der wir nicht die Augen verschließen können.

Wenn Du Dir jetzt denkst: Ich könnte die Hinterlassenschaft meines Hundes in der Biotonne oder auf dem Kompost entsorgen – müssen wir Dir enttäuschenderweise mitteilen, dass das keine gute Idee ist. Hundekot kann Parasiten und Krankheitserreger enthalten. Wenn Rückstände des Biomülls nach der Kompostierung oder Vergärung auf den Feldern verteilt werden, können die Bakterien und Würmer wieder in die Nahrungskette gelangen. Hundekot gehört unbedingt in den Restmüll!

Zum Glück gibt es Alternativen zu den herkömmlichen Hundekotbeuteln. Wenn du die Umwelt schonen möchtest, stehen dir ein paar nachhaltigere Optionen aus verschiedenem Material zur Verfügung:

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Bio-Plastik wird entweder aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrohr hergestellt, oder aus biologisch abbaubaren Kunststoffen. Beides ist eine nachhaltigere Alternative zu den herkömmlichen Hundekotbeuteln, ganz umweltfreundlich sind sie dennoch leider nicht. Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen ist nicht immer biologisch abbaubar und biologisch abbaubares Plastik wird nicht immer aus nachwachsenden Materialien hergestellt. Beides voneinander zu unterscheiden ist bedauerlicherweise auch nicht immer möglich, weshalb die Beutel aus Bio-Plastik aus der Kompostieranlage oft aussortiert werden.

Tipp

Es gibt Hundekotbeutel aus Maisstärke, die biologisch abbaubar sind. Es dauert ca. 8 - 10 Wochen, bis sich der nachhaltige Hundekotbeutel zersetzt hat. Hundebesitzer mit eigenem Kompost könnten diese darauf entsorgen, ansonsten kommen die Beutel in den Restmüll.

Für die Herstellung wird altes Plastik wieder verwertet. Dadurch werden Rohstoffe und CO₂-Emissionen eingespart. Auch diese Beutel können nur einmal verwendet werden und landen (wie die handelsüblichen Hundekotbeutel) im Restmüll, der wiederum in die Brennanlage kommt und CO₂ produziert. Wenn man gut recherchiert, findet man heraus, dass es Hundekotbeutel gibt, die zu 100 % aus recyceltem Plastik hergestellt werden. Allerdings kann man diesen Angaben nicht bedenkenlos glauben, denn es gibt kein Prüfsiegel dafür.
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Hundekotbeutel aus Polyvinylakohol

 

Weil biologisch abbaubar, sind diese Hundekotbeutel besonders umweltfreundlich. Dafür gibt es einen Grund: Sie sind wasserlöslich. Spülmaschinen-Tabs werden aus demselben Material hergestellt. Wenn die Haufen Deiner Fellnase etwas feuchter ausfallen, kann es allerdings zu Schwierigkeiten kommen, wenn Du nicht direkt einen Mülleimer in der Nähe findet. Angeblich lösen sie sich nur langsam auf, die Erfahrungen von Hundebesitzern sind unterschiedlich.

Kaum vorstellbar, aber es gibt auch Hundekotbeutel aus Papier. Hierbei handelt es sich um die wohl nachhaltigste Alternative, die Du nutzen kannst. Papier kann ökologisch viel besser abgebaut werden als Plastik und wenn es Recycling-Papier ist, ist es noch einmal ganz besonders umweltfreundlich. Ressourcenschonender geht es nicht. Was ist hier der Nachteil, fragst Du Dich? Die Entsorgung (mal wieder). Einen gebrauchten Papierbeutel kannst Du weder in die Papier- und Papptonne werfen, noch in den Biomüll. Das heißt, die Beutel landen wieder im Restmüll. Immerhin ist er dennoch deutlich weniger schädlich für die Umwelt als alle Plastik-Alternativen.

Die umweltfreundlichste Hundekotbeutel-Variante kannst Du Dir aus Blättern oder herumliegendem Müll selbst “basteln”. Such Dir etwas aus der Umgebung, das dazu geeignet ist, das Häufchen aufzunehmen. Manchmal reicht dazu auch schon ein großes Blatt (wir sprechen aus Erfahrung). Du sparst Ressourcen, indem Du kein neues Produkt verwendest und vermeidest, dass neuer Müll entsteht. Klar, es sollte sich ein Mülleimer in der Nähe befinden, damit Du den Haufen schnell entsorgen kannst.

 

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Wie du beim Lesen sicherlich schon gemerkt hast, ist das Thema “umweltfreundliche Hundekotbeutel” ein kleines, aber nicht unwesentlichen Dilemma.

Es gibt Alternativen und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Die von uns vorgestellten Lösungen sind insoweit umweltfreundlicher, als dass sie aus nachwachsenden Ressourcen hergestellt werden und teilweise abbaubar sind.

Zu 100 % umweltfreundlich ist allerdings keine der Alternativen. Die benutzten Hundekotbeutel landen letztendlich im Restmüll und werden verbrannt. Eine wiederverwendbare Lösung gibt es noch nicht.

Auch wenn die alternativen, nachhaltigeren Hundekotbeutel noch immer keine ideale Lösung sind, sie sind definitiv besser als die herkömmlichen Plastiktüten! Und sicher stimmst Du zu: jedes Bisschen, dass wir tun können, um die Umwelt zu schonen, ist es wert getan zu werden!

 

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