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geschrieben von Yvonne Langer

DIY-Pfotenbalsam

Viele Vierbeiner haben im Herbst und Winter Probleme mit wunden Pfoten. Gerade die Tatzen von Stadthunden sind oft durch das Streusalz auf den Straßen zusätzlich gereizt. Gleiches gilt für Freigänger-Katzen, die es auch bei Wind und Wetter nicht drinnen halten kann. Und diese spröde Haut kann unglaublich schmerzhaft für die Tiere sein sein! Wie Du Deinen Vierbeiner vor trockenen Pfötchen schützen kannst, erfährst Du hier.

'Warum braucht mein Vierbeiner einen Pfotenbalsam?'

Hunde- und Katzenpfoten sind per se empfindlich und werden in der kalten Jahreszeit besonders strapaziert. Vor allem die niedrigen Temperaturen trocknen die Ballen aus, sodass sie rissig und hart werden. Streusalz entzieht der sensiblen Ballenhaut zusätzlich Wasser, sodass das Problem der ohnehin schon geschädigten Pfoten verstärkt wird. Zwischen den Pfoten bilden sich zudem gerne auch mal Schneeklumpen, die dann sehr unangenehm für Deine Fellnase sein können.
 
Wunde Haut kann schmerzhaft für Tiere sein, aber dagegen können wir etwas tun! Um Deinen Hund oder Deine Katze vor schmerzenden und trockenen Pfötchen zu schützen, kannst Du die Pfoten mit einer Pfotensalbe eincremen. Das pflegt, hält die Tatze geschmeidig und hält Streusalz und Eisklumpen fern.

Es gibt im Handel viele verschiedene Produkte, allerdings enthalten diese oft Zusatzstoffe wie Paraffine aus Erdöl. Du kannst ein Pfotenbalsam für Deinen Hund oder Deine Katze auch ganz leicht aus natürlichen Zutaten selbst herstellen. Somit weißt Du genau, was die Inhaltsstoffe sind, und dass es Deinem Liebling gut tun wird. Wie Du ein Pfotenbalsam selbst herstellen kannst, zeigen wir Dir jetzt.

 
Dazu benötigst Du folgendes:
  • Bienenwachs
  • Kokosfett
  • Olivenöl
  • Sheabutter
  • Vitamin E-Öl
  • Cremedöschen zum Abfüllen (einfach ein altes Döschen oder Gläschen gründlich säubern und wiederwenden)

Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe bringen so einige Vorteile für Deinen Vierbeiner mit sich. Das Bienenwachs wirkt als schützende Schicht auf den Ballen und in der Ballenzwischenhaut, damit keine Feuchtigkeit, Salz oder Schmutz eindringen können. Denn gerade Schmutz oder Eisklumpen zwischen den Pfötchen können sehr schmerzhaft sein. Damit erst gar keine Risse entstehen können, setzen wir in unserem Rezept und Sheabutter und Kokosfett. Diese enthärten nicht nur die Pfotenballen und machen sie elastisch, sondern wirken außerdem beruhigend auf bereits gereizte Pfötchen. Olivenöl wirkt entzündungshemmend und fördert die Durchblutung und Elastizität der Haut. Bei solch tollen Zutaten möchte man doch ein Hunde- oder Katzenpfötchen sein, oder?

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So einfach ist die Zubereitung

Im ersten Schritt der Herstellung bringst Du Bienenwachs, Kokosfett, Olivenöl und Sheabutter nach und nach in einem Wasserbad zum Schmelzen. Dazu erhitzt Du Wasser in einem kleinen Topf, stellst eine etwas größere Schüssel oder tiefen Teller darauf und gibst die Zutaten auf den Teller. Vorsichtig vor dem Wasserdampf, daran kann man sich verbrennen, wenn es zu heiß hergeht. Am besten nimmst Du den Topf gleich vorm Herd, nachdem das Wasser einmal gekocht hat, und fügst Dann erst das Gefäß und die Zutaten hinzu.
 
Wenn alle Öle sich verflüssigt haben, kannst Du noch ein paar Tropfen Vitamin E-Öl dazugeben – dieses hilft gegen das Ranzigwerden des Balsams und verlängert die Haltbarkeit. Lasse die Masse ein wenig abkühlen, bevor Du sie in Dein Cremedöschen füllst. Schließe nicht gleich das Gefäß, sondern lasse es weiter abkühlen bis sich eine streichfähige Masse ergeben hat. Alle Zutaten in der Kombination entfalten somit nun ihre volle Wirkung.
Am besten lagerst Du das Pfotenbalsam lichtgeschützt und kühl! Bei sauberer Arbeitsweise und auch später Verwendung - also, wenn kein Dreck oder Schmutz hineingelangt - ist der Balsam bis zu zwei Jahre haltbar. 
Damit sich der Pfotenbalsam leicht verteilen lässt, solltest Du ihn vor der Anwendung ein wenig in Deiner Hand aufwärmen. Beim Hund trägst Du den Balsam am besten vor dem Spazierengehen auf die Pfotenballen auf und massierst ihn etwas ein. Die meisten Hunde finden diesen Part sehr toll, andere müssen sich an diesen Vorgang erst etwas gewöhnen. Auch direkt nach dem Spaziergang trägst Du noch einmal den Balsam auf. Somit heilen kleine Risse rasch und auch Entzündungen werden vorgebeugt. Wichtig ist, dass Du nach jedem Spaziergang die Pfoten Deines Lieblings checkst und von möglichem Dreck oder gar Eisklumpen. Im Anschluss solltest Du die Pfötchen gut abtrocknen. Das kannst Du ganz wunderbar mit einem Pfotenhandtuch! Eine einfache Anleitung für solch ein Handtuch findest Du hier.
 
Bei einer Katze mit Freigang lässt sich ja nicht immer zwingend kontrollieren, wann sie das nach draußen geht - vor allem, wenn sie das dank einer Katzenklappe selbst entscheiden kann. Zudem sind unsere Samtpfoten ja manchmal etwas eigensinnig und lassen sich nicht so gerne an die Pfoten fassen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt! Wenn Du aber langsam Deinen Abenteurer daran gewöhnst, kannst Du ihm ab und zu den Balsam einmassieren - es wird ihm auf jeden Fall gut tun!
 
Egal, ob Hund oder Katze - idealerweise sollten sie den Balsam nicht von den Pfötchen ablecken Nicht, weil der Balsam ungesund ist, sondern weil sonst der gewünschte Effekt ausbleibt. Der Balsam sollte gennug Zeit haben, in die Pfötchen einzuziehen, damit er diese auch schützt und pflegt. Du kannst Deinen Liebling auch direkt nach dem Auftragen mit einem Leckerli ablenken oder mit ihm kuscheln. So bemerkt er gar nicht, dass er etwas Leckeres zum Ablecken auf seinen Pfoten hat.
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Schützt Deinen Liebling und die Umwelt

Mit dem selbstgemachten Pfotenbalsam hilfst Du Deinem Vierbeiner dadurch, gut durch die kalten Jahreszeiten zu kommen. Die wertvollen und rein natürlichen Inhaltsstoffen unterstützen Deinen Liebling bei beanspruchten, trockenen und rissigen Pfötchen. Der Balsam schützt vor Umwelteinflüsse und dient als Pflege für kleine Wunden sowie Rissen und ist ein sicherer Schutz bei Schnee und Streusalzeinsatz.
 
Und Du tust nicht nur Deinem Liebling etwas gut, sondern auch der Umwelt. Denn Du kannst das Döschen nämlich jederzeit erneut verwenden. Wenn der Balsam aufgebraucht ist, einfach heiß ausspülen und erneut befüllen. Ein gekaufter Balsam ist nicht nur im Verhältnis teurer als ein selbstgemachter, sondern bei es fällt jedes Mal erneut die Verpackung und die Dose als Müll an. So, und nun viel Spaß beim Einreiben!