geschrieben von Leonie Eisenträger

Dein Hund hat Blähungen: Was kann dahinterstecken? Was helfen?

 

Genau wie Menschen können auch Hunde Blähungen haben. Doch während wir unsere Pupse unterdrücken oder den Raum wechseln, lassen die Vierbeiner der Natur freien Lauf. Die Folge: Unangenehme Gerüche dringen in unsere Nasen. Kannst Du dagegen etwas tun? Warum pupst Deine Fellnase überhaupt? Und ist es ein Grund zum Tierarzt zu gehen, wenn Dein Hund Blähungen hat? Wir beantworten Dir alle wichtigen Fragen rund um dieses Thema.

Dein Hund hat Blähungen? Dann kann das verschiedene Ursachen haben. Die meisten davon sind harmlos und wie bei uns Menschen auf die Ernährung zurückzuführen sein. Welpen können Blähungen – in der Fachsprache Flatulenzen genannt – ebenfalls bekommen.

Eher harmlose Ursachen für Blähungen beim Hund:

  • Schlecht verdauliches Futter
  • Für Hunde ungeeignete Lebensmittel
  • Zu viel Luft beim Fressen geschluckt
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln
  • Fressen von Kot
  • Zu wenig Bewegung
  • Längere Einnahme von Medikamenten

Expertenhinweis

Es gibt Hunderassen, die häufiger von Blähungen geplagt werden als andere. Dazu zählen zum Beispiel alle Bullrassen, wie die französische oder englische Bulldogge, weil sie ein sehr empfindliches Verdauungssystem haben. Und auch ältere Hunde haben häufiger Blähungen, weil ihre Verdauung nicht mehr so arbeitet wie in jungen Jahren.

Das passiert bei Blähungen im Hundekörper

Für die Blähungen Deines Hundes sind Darmgase verantwortlich. Genauer gesagt: ein Überschuss von ihnen. Diese Gase entstehen, wenn Dein Vierbeiner sein Futter nicht richtig verdauen kann. Deshalb müssen im Enddarm Bakterien ran, die eigentlich nicht dafür zuständig sind. Während die Bakterien die Nahrung im Darm zersetzen, entstehen Gase, die sich dann ihren Weg ins Freie suchen. Pupst Dein Hund, stinkt es dann, weil die Gase Schwefel enthalten.

Neben den harmlosen Ursachen kann auch eine Krankheit der Grund dafür sein, dass Dein Hund Blähungen hat. Mögliche Erkrankungen sind:

  • Reizdarmsyndrom (mögliches Symptom: zusätzlich schleimiger Durchfall)
  • Magen-Darm-Erkrankung
  • Chronische Entzündung der Darmschleimhaut
  • Darmverschluss
  • Tumor

Auch kann Deine Fellnase mit Giardien, Würmern oder anderen Darmparasiten infiziert sein. Des Weiteren ist möglich, dass die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet. Wie gefährlich die Blähungen bei Deinem Hund sind und ob eine der genannten Krankheiten die Ursache ist, kann nur ein Tierarzt mittels Diagnose herausfinden.
Doch wann solltest Du in die Tierpraxis gehen? Ein Anzeichen ist unter anderem, wenn Dein Hund pupst und Durchfall hat oder sich erbricht. Auch wenn Dein Hund ständig pupst, also regelmäßig Blähungen hat, solltest Du die Ursache auf jeden Fall medizinisch abklären lassen.

Diese Symptome sind ebenfalls Grund für einen Besuch beim Tierarzt:

  • Extrem stinkende Pupse oder Kot
  • Untypisches Aussehen, Konsistenz des Kots
  • Ein dicker, aufgeblähter Bauch
  • Laute Geräusche in Darm und Magen
  • Magenschmerzen und -krämpfe
  • Ein gekrümmter Rücken
  • Fehlender Appetit und Gewichtsabnahme

Expertentipp

Unabhängig von diesen Symptomen: Hat Dein Hund Blähungen und Du hast deshalb ein komisches Gefühl? Dann gehe besser mit ihm zum Tierarzt. Sicher ist sicher!

Pupst Dein Hund und es sind harmlose Flatulenzen, die der Tierarzt abgeklärt hat? Dann gibt es ein paar Dinge, die Du tun kannst.

Maßnahmen gegen Blähungen beim Hund:

  • Sanfte Bauchmassage, um die Gase zu lösen
  • Bei akuten Beschwerden: Schonkost füttern, zum Beispiel Hühnchen und ungesalzener Reis
  • Anti-Schling-Napf einsetzen, wenn Dein Liebling zu viel Luft beim Fressen schluckt
  • In Ruhe fressen lassen
  • Mehrere Hunde getrennt fressen lassen
  • Tagesration in kleineren Portionen füttern
  • Nichts vom Tisch / kein eigenen Essen füttern
  • Ausreichend Bewegung (außer direkt nach dem Fressen)
  • Bei älteren Hunden auf Senior-Hundefutter umstellen
  • Bei Verdacht auf oder bewiesener Unverträglichkeit zu einem Sensitiv-Futter wechseln
  • Viele Leckerlis und Snacks zwischen den Mahlzeiten vermeiden

Treten Blähungen bei Deinem Hund auf, können zudem Hausmittel helfen. Dazu zählen Fenchel- und Kümmeltee. Brühe den Tee auf und lasse ihn abkühlen, bis er lauwarm ist, damit sich Deine Fellnase nicht verbrennt. Außerdem kannst Du etwas gemahlenen Kümmel über das Futter geben, um Deinem Hund bei Blähungen zu helfen.

Die Ernährung ist meist der Hauptgrund für harmlose Flatulenzen beim Hund. Wenn Deine Fellnase viel pupst, kann das an bestimmten Lebensmitteln oder Bestandteilen im Futter liegen. Denn einige Nahrungsmittel sind für die Vierbeiner schwer verdaulich oder sogar unverträglich. Sie eignen sich somit nicht für ihren Futternapf.

Lebensmittel, die beim Hund Blähungen verursachen können:

  • Pilze
  • Erbsen, Bohnen und weitere Hülsenfrüchte
  • Brokkoli
  • Kohl
  • Lebensmittel mit Laktose (Milchzucker)
  • Fettreiche Lebensmittel und Fett allgemein
  • Innereien
  • Sehr eiweißreiche Futtermittel und solche, die eine geringe Proteinqualität haben (kann bei Kauartikeln der Fall sein)
  • Fleisch, das reich an Bindegewebe ist

Expertenhinweis

Verzichte darauf, Deinem Vierbeiner etwas vom Tisch oder Essensreste zu geben. Auch wenn er noch so süß bettelt, menschliches Essen verursacht beim Hund oft Blähungen und sollte kein Teil seiner Ernährung sein. Denn in vielen Fällen eignet es sich nicht für den Verdauungstrakt des Hundes und liefert ihm zudem nicht alle nötigen Nährstoffe.

Bei Blähungen kann es sein, dass Dein Hund bestimmte Lebensmittel nicht verdauen kann. Ihm fehlen dann wichtige Enzyme, mit denen das Nahrungsmittel normalerweise gespalten wird. Die Folge können Flatulenzen und Schmerzen sein.

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Beispiele für Lebensmittel, auf die Hunde unverträglich reagieren können:

  • Eine bestimmte Fleischsorte (Geflügel, Schwein, Rind, etc.)
  • Milch und Milchprodukte
  • Fisch
  • Eier
  • Weizen und anderes Getreide

Um herauszufinden, ob Dein Vierbeiner eine Futtermittelunverträglichkeit hat, kannst Du beispielsweise eine Ausschlussdiät machen. Dabei fütterst Du Deinen Hund nur mit einer Protein- und Kohlenhydratquelle, z. B. Hühnchen mit Kartoffeln. Bessern sich dadurch die Beschwerden, weißt Du, dass diese beiden Quellen nicht die Übeltäter sind.

Anschließend fütterst Du Deinem Hund nochmal sein altes Futter. Reagiert er darauf wieder mit Blähungen, weißt Du, dass in diesem etwas enthalten ist, das er nicht verträgt. Diesen Vorgangwiederholst Du so lange, bis Du genau weißt, welche Lebensmittel Dein Hund gut verträgt.

Wichtig

Kläre eine Ausschlussdiät immer vorab mit einem Tierarzt. Bei erwachsenen Hunden sollte diese maximal acht Wochen lang dauern. Bei Welpen und Junghunden in der Regel noch kürzer. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Tier nicht mehr ausreichend mit allen nötigen Nährstoffen versorgt wird. Zudem kann der Tierarzt Dir genau sagen, wie Du bei der Ausschlussdiät vorgehen sollst.

Wenn Dein Hund einen empfindlichen Magen oder sogar eine Unverträglichkeit hat, kann ihm eine Futterumstellung bei Blähungen helfen. Oftmals ist Getreide (insbesondere Weizen) dafür verantwortlich, dass er sein Hundefutter nicht verträgt. Eine getreidefreie Sorte kann dann die richtige Wahl sein – muss aber nicht immer die Lösung sein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Dein Hund auf typische Proteinquellen wie Rind- oder Geflügelfleisch empfindlich reagiert.

Probiere dann unser InsectDog Sensitive aus. Es enthält Insekten als Proteinquelle, auf die bisher kaum ein Hund unverträglich reagiert. Das liegt vor allem daran, dass Insekten eine bislang seltene Proteinquelle für Hundefutter sind und sie zudem nicht mit Antibiotika vollgepumpt werden.

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Möchtest Du das Futter Deines Hundes umstellen, weil er Blähungen hat? Dann gehe dabei so vor:

  • Stelle Futter immer nur schrittweise um
  • Füge dem alten Futter ein bisschen des neuen Futters hinzu – und verringere dementsprechend die Menge des alten Futters
  • Vergrößere die Portionen des neuen Futters Tag für Tag etwas
  • Tu dies so lange, bis das neue das alte Futter komplett ersetzt hat
  • Gib Deinem Hund ruhig zwei Wochen Zeit für die Futterumstellung

Expertenhinweis

Diese schrittweise Umstellung solltest Du immer beachten, wenn Du das Hundefutter umstellst – egal ob Dein Hund Blähungen hat oder ob andere Gründe vorliegen. Auch beim Wechsel von Trocken- zu Nassfutter oder umgekehrt gilt diese Vorgabe.

Denk daran, Deinen Liebling während der Futterumstellung genau zu beobachten. Schließlich ist das Ziel, dass er das neue Futter besser verträgt als das alte. Achte daher auf die oben genannten Symptome und auf die Häufigkeit der Blähungen. Werden seine Beschwerden besser, läuft alles nach Plan. Ändert sich jedoch nichts, kann es sein, dass das neue Futter auch nicht gut zu Deinem Hund passt. Probiere in diesem Fall gerne ein anderes sensitives Futter aus.

Sollten sich die Beschwerden Deines pupsenden Hundes jedoch mit der Futterumstellung verschlechtern, stoppe den Wechsel. In diesem Fall scheint in dem neuen Futter etwas enthalten zu sein, dass Deine Fellnase nicht verträgt.

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Es gibt spezielles Hundefutter gegen Blähungen. Dazu zählen in der Regel die meisten sensitiven Sorten sowie getreidefreies Hundefutter und für Hunde-Senioren solches für ältere Hunde.

Häufig ist das in Getreide enthaltene Gluten der Grund für Blähungen. Bei getreidefreiem Hundefutter ist kein Weizen oder anderes Getreide wie Gerste, Roggen, Hafer oder Dinkel enthalten.

Dein Hund pupst trotz getreidefreiem Futter? In diesem Fall kann es sein, dass er etwas anderes nicht gut verträgt. Das können beispielsweise tierische Proteine sein. 

Versuche es in diesem Fall mit einem Hundefutter, das eine außergewöhnliche Proteinquelle enthält wie beispielsweise das InsectDog Sensitive. Neben gut verträglichem Reis enthält es Insektenprotein als einzige und hochwertige Eiweißquelle. Dagegen reagiert kaum ein Hund unverträglich.

Expertenhinweis

Wichtig ist, dass das Hundefutter leicht verdauliche Inhaltsstoffe enthält. Zudem sollte nur eine Fleischsorte darin verarbeitet sein. Denn ein zu großer Mischmasch kann den Magen Deines Hundes überfordern. Dies gilt ebenso für Leckerlis und andere Snacks.

Wenn Dein Hund Blähungen hat, kann es sein, dass seine Darmflora nicht ganz gesund ist. Dies ist jedoch für eine gute, geregelte Verdauung sehr wichtig. Zudem beeinflusst eine gute Darmflora weitere Aspekte:

  • Immunsystem beziehungsweise die Immunabwehr
  • Stressanfälligkeit
  • Belastung der Leber mit Stoffwechselgiften
  • Entwicklung von Unverträglichkeiten oder Allergien

Ob der Darmflora Deines Hundes etwas fehlt, kann ein Tierarzt herausfinden. In diesem Fall wird er Dir auch empfehlen, wie Du damit umzugehen hast. So können beispielsweise Pro- und Präbiotika helfen. Aber auch andere Mittel wie Toxinbinder, gelbildende Fasern oder antibiotische Kräuter können die Darmflora und ihre Bakterien unterstützen.

Möchtest Du noch mehr rund um die richtige Hundeernähung erfahren? Dann lade gleich hier unser E-Book "Futterguide" herunter!

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Hat Dein Hund Blähungen, ist dies nicht direkt ein Grund zur Sorge. Oft hilft es, sich mit der Ernährung Deiner Fellnase zu befassen, denn häufig stecken Futter, Leckerli oder zu viel Luft im Magen als Ursachen dahinter. Auch wenn das Pupsen sowohl für Dich als auch für Deinen Hund nervig ist, ist es dann zumindest keine ernste Sache.

Neben Massagen oder einem Anti-Schling-Napf wirkt oft eine Futterumstellung Wunder, wenn Dein Hund Blähungen hat. Hundefutter, das extra für einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt entwickelt wurde, enthält lediglich leicht verdauliche Inhaltsstoffe. Es unterstützt Deinen Vierbeiner dadurch bei der Verdauung. Beachte jedoch, das Futter nicht zu schnell umzustellen.

Wichtig ist außerdem, dass Du die Blähungen Deines Hundes im Blickbehältst. Halten sie lange an und werden zu chronischen Beschwerden, riechen sie extrem unangenehm oder gehen mit weiteren Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall einher? Dann kontaktiere dringend einen Tierarzt. Denn in diesem Fall kann es sein, dass eine Krankheit dahintersteckt. Und das solltest Du abklären lassen.

 

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