geschrieben von Leonie Eisenträger

Alter Hund: Was bedeutet es, wenn Dein vierbeiniger Freund zum Senior wird?

 

Jeder Hundehalter ist sich bewusst, dass die gemeinsamen Jahre mit dem vierbeinigen Liebling begrenzt sind. Im Durchschnitt werden die Fellnasen zwischen 10 und 13 Jahre alt. Diese Lebenserwartung kann abhängig von der Hunderasse nach oben und unten abweichen. Doch mit 13 Jahren sind die meisten Hunde schon richtig alt.

Schließt man das neue Familienmitglied zum ersten Mal in die Arme, ist das jedoch ausgeblendet. Erst recht, wenn man sich einen Welpen nach Hause holt. Denn in den ersten Jahren ist es unvorstellbar, dass dieser lebenslustige, aktive Hund irgendwann weniger Lust an Bewegung hat, seine Sehkraft nachlässt und kaum noch Appetit hat. Aber das ist der Lauf des Lebens und jeder Hund wird einmal ein Senior. Halte Dir dann die schönen Momente vor Augen, genieße die Zeit mit ihm und schenke ihm die Aufmerksamkeit und Pflege, die er aufgrund verschiedener Alterserscheinungen braucht. Wir geben Dir hilfreiche Informationen und Tipps an die Hand, damit Du Deinen alten Hund optimal unterstützen kannst.

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Der genaue Zeitpunkt lässt sich nicht mit einem bestimmten Alter festmachen. Ab wann ein Hund ein Senior ist, hängt mit dem Alterungsprozess zusammen. Das kann zum einen individuell verschieden sein und ist zum anderen von der jeweiligen Rasse abhängig. Ganz simpel gesagt: Je größer ein Hund ist, desto schneller wird er alt. Aus diesem Grund liegt das durchschnittliche Alter von Doggen nur zwischen 7 und 10 Jahren. Des Weiteren spielt der Gesundheitszustand eines Hundes eine große Rolle: Leidet er schon in jungen Jahren unter einer genetisch bedingten Krankheit? Treten im Laufe des Lebens chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Niereninsuffizienz auf? Dann kann es sein, dass er kein hohes Alter erreicht – muss aber nicht sein.

Im Allgemeinen spricht man von einem „alten Hund“ ab dem 6. bis 8 Lebensjahr. Dann ist er gemessen in Menschenjahren um die 50 bis 60 Jahre alt.

Für Hunde bis 15 kg

Alter des Hundesin Menschenjahren
6 Monate15 Jahre
1 Jahr20 Jahre
2 Jahre28 Jahre
3 Jahre32 Jahre
4 Jahre36 Jahre
5 Jahre40 Jahre
6 Jahre44 Jahre
7 Jahre48 Jahre
8 Jahre52 Jahre
9 Jahre56 Jahre
10 Jahre60 Jahre
11 Jahre64 Jahre
12 Jahre68 Jahre
13 Jahre72 Jahre
14 Jahre76 Jahre
15 Jahre80 Jahre
16 Jahre84 Jahre

Für Hunde ab 15 kg bis 45 kg

Alter des Hundesin Menschenjahren
6 Monate10 Jahre
1 Jahr18 Jahre
2 Jahre27 Jahre
3 Jahre33 Jahre
4 Jahre39 Jahre
5 Jahre45 Jahre
6 Jahre51 Jahre
7 Jahre57 Jahre
8 Jahre63 Jahre
9 Jahre69 Jahre
10 Jahre75 Jahre
11 Jahre80 Jahre
12 Jahre85 Jahre
13 Jahre90 Jahre
14 Jahre95 Jahre
15 Jahre100 Jahre

Expertenwissen

Das Hunde-Alter ist nicht ganz einfach zu bestimmen und hängt mit der Größe der Vierbeiner zusammen. Kleinere haben im Gegensatz zu ihren größeren Artgenossen eine höhere Lebenserwartung. Das liegt daran, dass sie zwar eine kürzere Wachstumsphase haben, dann aber langsamer altern. Und natürlich spielt auch die Lebensweise eine Rolle.

Hundehaltern liegt das Wohl ihrer Fellnasen sehr am Herzen. Und das Wohlbefinden geht mit Gesundheit einher und die basiert auf einer artgerechten, ausgewogenen Ernährung. Daher stellst Du Dir berechtigterweise die Frage, ab wann Du Deinem Hund Senior-Futter geben solltest. Pauschal lässt sich das mit dem bereits genannten Alter zwischen 6 und 8 Jahren beantworten. Allerdings spielen individuelle Faktoren eine Rolle, ab wann Dein Liebling ein alter Hund ist und somit ein spezielles Senior-Hundefutter bekommen sollte.

Das sind Anzeichen für einen alten Hund:

  • Graue/ weiße Schnauze
  • Nachlassende Aktivität
  • Appetitlosigkeit
  • Vermehrtes Trinken
  • Erhöhte Müdigkeit
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen
  • Probleme mit den Gelenken
  • Häufigeres Urinieren, u. U. Blasenschwäche
  • Schweres Hochkommen nach langem Liegen
  • Orientierungslosigkeit
  • Erkrankungen an Nieren und Leber

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Am allerwichtigsten

Du kennst Deine Fellnase am besten. Bemerkst Du Verhaltensänderungen oder körperliche Beschwerden, können das Hinweise darauf sein, dass Du allmählich einen alten Hund zu Hause hast. Es können ebenso Symptome einer Erkrankung sein, die auch durch den Alterungsprozess verursacht sein kann. Bist Du Dir unsicher, gehe mit Deinem Hund am besten zum Tierarzt.

Viele würden diese Frage sicherlich mit „Senior-Hundefutter“ beantworten. Aber so einfach ist die Antwort nicht. Wie bei jedem Futter solltest Du auf eine hohe Qualität achten. Entscheide Dich für ein Alleinfuttermittel, damit Dein Senior-Hund mit allen wichtigen Nährstoffen fürs Alter bestens versorgt ist.

Darüber hinaus sind folgende Fragen wichtig, um ein geeignetes Futter für Deinen alten Hund auszusuchen:

  • Welche Hunderasse?
  • Wie ist das Aktivitätslevel? Noch ziemlich aktiv, weniger aktiv oder kaum noch aktiv?
  • Wie ist das Gewicht? Normal, schlank oder übergewichtig?
  • Wie sieht es mit Allergien oder Unverträglichkeiten aus?
  • Leidet Dein Hund unter chronischen Krankheiten?

Die Antworten auf diese Fragen sind wichtig. Denn jeder Hund, ob jung oder alt, stellt individuelle Anforderungen an sein Hundefutter. Deswegen sind verschiedene Sorten erhältlich, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet sind. Hat Dein Hund zum Beispiel eine Allergie gegen Getreide, ist ein getreidefreies Hundefutter für Senioren die richtige Wahl.

Diese Punkte sind ebenfalls wichtig, wenn Du für Deinen alten Hund ein geeignetes Futter suchst:

  • Reduzierter Proteingehalt: Leber und Nieren bauen Eiweiß ab. Ihre Funktion lässt durch den verlangsamten Stoffwechsel nach.
  • Leicht verdaulich: Magen und Darm arbeiten weniger effektiv und es kann zu Verdauungsproblemen kommen.
  • Intensiver Geruch: Geruchssinn beim alten Hund lässt nach. Besonders wichtig bei wählerischen Fellnasen.

Wie auch bei uns Menschen macht es sich in erster Linie körperlich bemerkbar, wenn ein Hund alt wird. Je älter er wird, desto mehr verändern sich biologische Vorgänge in seinem Körper. Betroffen ist vor allem der Stoffwechsel, der im Alter nicht mehr so gut funktioniert. Dann kann es passieren, dass ein alter Hund weniger frisst und immer dünner wird. Zudem wirkt sich das Altern auf das Immunsystem aus und Dein Senior-Hund kann anfälliger für Krankheiten werden. Erkrankungen treten zudem deswegen im Alter häufiger auf, weil die Stoffwechselprozesse eben nicht mehr so gut arbeiten und damit einhergehende Krankheiten auftreten können wie Nierenerkrankung, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das sind Beispiele für typische Hundekrankheiten im Alter

  • Gelenkbeschwerden: durch altersbedingten Verschleiß; Reibung zwischen den Gelenken; Entstehung von Arthrose
  • Herzerkrankungen: z. B. Herzklappenerkrankung mit Herzhusten
  • Zahnerkrankungen: Parodontitis, abgebrochene und lockere Zähne
  • Augenkrankheiten: wie Grauer Star, Lidrandtumore
  • Blasenbeschwerden: Blasenentzündung, Inkontinenz
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Wucherungen wie Lipome und bösartige Tumore
  • Diabetes mellitus: begünstigt durch Übergewicht
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Morbus Cushing: Überproduktion von Cortisol in der Nebenniere

Beobachte Deinen Hund sehr genau. Dann bemerkst Du bestimmt schnell, ob er körperliche Beschwerden aufgrund seines Alterungsprozesses hat. Magen-Darm-Probleme erkennst Du daran, dass Dein alter Hund Blähungen und Durchfall hat. Auch Schwierigkeiten mit dem Seh- und Geruchssinn kannst Du leicht feststellen, wenn Du viel Zeit mit Deinem vierbeinigen Freund verbringst und auf ihn achtest. Er reagiert dann beispielsweise nicht, wenn Du ihn ansprichst, oder er läuft immer wieder gegen herumstehende Dinge.

Andere körperliche Probleme wie Tumorerkrankungen oder Schilddrüsenunterfunktion machen sich weniger deutlich bemerkbar – und meistens erst im fortgeschrittenen Stadium.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Du mit Deinem Hund ab einem gewissen Alter regelmäßige Check-ups beim Tierarzt machen lässt. Werden Erkrankungen frühzeitig entdeckt, sind sie in den meisten Fällen gut behandelbar.

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Wird ein Hund zum Senior, geschieht das allmählich. Zunächst wirst Du es gar nicht bemerken. Später dann an typischen Merkmalen, wie beispielsweise, dass das Fell – besonders um die Schnauze und die Augen – weiß wird. Die meisten Alterungsprozesse verlaufen im Körper Deines Hundes ab und Du kannst sie nur feststellen, wenn sie sich durch entsprechende Symptome äußern wie Lahmen oder Appetitlosigkeit. Im Alter passiert das immer weniger. Denn ein alter Hund schläft oft den ganzen Tag. Hört er zudem nicht mehr gut, bleibt er wahrscheinlich liegen, wenn Du zur Tür hereinkommst. Mit dem erhöhten Ruhe- und Schlafbedarf geht auch einher, dass Dein Senior-Hund nicht mehr so aktiv ist.

War er früher eine echte Sportskanone, ein Ballfanatiker, Zerrkönig oder Langstreckenläufer? Jetzt möchte er weniger spielen und toben und schnelles Rennen geht nur noch über kürzere Distanzen. In diesem Zusammenhang stellst Du Dir sicher auch die Frage, wie lange Du mit Deinem alten Hund spazieren gehen solltest. Das lässt sich pauschal aber nicht beantworten. Es ist zum einen davon abhängig, wie lange Ihr früher unterwegs gewesen seid. Zum anderen ist das individuell unterschiedlich. Es kann zum Beispiel sein, dass Ihr zwar keine weiten Strecken mehr geht, aber trotzdem lange unterwegs seid. Das liegt dann daran, dass Dein Senior-Hund ständig stehenbleibt, um an Grashalmen, Büschen und Bäumen zu schnuffeln.

Ein guter Tipp

Lass Dich auf die neuen Gewohnheiten und Bedürfnisse Deines alten Hundes ein. Wenn er gerne noch weitere Wege laufen mag, dann kannst Du das ruhig mit ihm machen. Kann oder will er nicht mehr, weil ihm die Gelenke weh tun oder er Schmerzen an anderer Stelle hat, dann verkürze die Gassirunde entsprechend. Wie auch bei anderen Punkten ist es bei jedem Hund unterschiedlich, welche Probleme und damit einhergehende Einschränkungen er hat.

Mit diesen Wesensveränderungen kannst Du im Allgemeinen rechnen:

  • Vermindertes Interesse an der Interaktion mit Menschen
  • Weniger Interesse an Kontakt und Spiel mit anderen Hunden
  • Leichter reizbar
  • Übermäßig anhänglich
  • Großer Stress bei Trennung
  • Vergrößerte Ängstlichkeit
  • Häufigeres Winseln oder Bellen

Der Alterungsprozess kann mit sich bringen, dass die Nervenzellen im Gehirn langsam absterben. Das hat zur Folge, dass der betroffene Vierbeiner Probleme mit der Orientierung und dem Gedächtnis hat. Dadurch findet er zum Beispiel bekannte Wege nicht mehr, starrt an die Wand oder vergisst Grundkommandos.

Achtest Du genau darauf, kannst Du immer mehr Zeichen für einen Senior-Hund bei Deinem vierbeinigen Freund erkennen. Diese werden mehr, je älter er wird. Zum Beispiel ist es keine Seltenheit, dass ein alter Hund ständig umherläuft oder weniger frisst. Das kann zudem Hinweis auf altersbedingte Krankheiten wie Demenz und Magen-Darm-Probleme sein.

Des Weiteren ist es möglich, dass sich Dein alter Hund vermehrt zurückzieht, weil er Ruhe braucht oder Schmerzen hat. Aus diesem Grund solltest Du Veränderungen in seinem Wesen und Verhalten genau im Blick behalten und diese von einem Tierarzt abklären lassen. Solche Zeichen können nicht nur auf sein Alter hindeuten, sondern auch Symptome für Krankheiten sein.

Jeder Hund ist ein Individuum und somit verläuft auch sein Alterungsprozess individuell. Fakt ist natürlich, dass jeder Vierbeiner altert und dadurch die Körperfunktionen nicht mehr wie in jungen Jahren funktionieren. Das macht sich dann durch typische Zeichen bemerkbar wie weniger Lust auf Bewegung, größerer Schlafbedarf und eine sensiblere Verdauung. Neben äußeren Merkmalen wie einer weißen Schnauze, steifen Gelenken und Haarausfall zeigt sich auch im Wesen, dass Dein Hund alt geworden ist. Zum Beispiel bellt er aus unbekannten Gründen, ist ängstlicher als früher und zeigt kaum noch Interesse an Artgenossen.

Das kann bei dem einen Vierbeiner früher passieren, bei dem anderen später und der dritte zeigt nur ganz wenige dieser typischen Alterungserscheinungen. Neben individuellen Voraussetzungen spielt auch die Rasse bzw. Größe eines Hundes dafür eine Rolle. Kleine Tiere altern langsamer als große.

Hast Du einen alten Hund zu Hause, solltest Du auf jeden Fall seine Gesundheit im Blick behalten. Experten raten zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, um altersbedingte Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion, Gelenkprobleme und Herzerkrankungen frühzeitig zu entdecken und zu behandeln. Atmet Dein alter Hund schwer, kann das einfach nur an seinem Alter liegen. Es kann aber auch ein Herz-Kreislauf-Problem sein.

Über kurz oder lang wird sich Euer Leben in jedem Fall verändern, wenn Dein Hund alt geworden ist. Aber das muss nichts Negatives bedeuten. Er kann noch einige Jahre gesund und glücklich mit Dir verbringen. Achte dafür auf seine Gesundheit und füttere ihm ein hochwertiges Hundefutter, das auf seine Bedürfnisse im Alter abgestimmt ist.

 

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