geschrieben von Nina Rimbach

Bitte aufhören! Ohrenentzündung bei Deinem Hund

 

Wenn es juckt oder schmerzt im Hundeohr, liegt der Verdacht auf eine Ohrenentzündung nahe. Dann solltest Du schnell aktiv werden, denn unbehandelt kann sie schwere gesundheitliche Folgeschäden beim Hund nach sich ziehen. Was Du tun kannst, wenn Dein Hund eine Ohrentzündung hat, welche Mittel Hunden helfen und wie Du eine Ohrenentzündung beim Hund beim nächsten Mal schon im Keim erstickst, verraten wir Dir in diesem Ratgeber.

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Ob Schlappohr, Stehohr, klein oder groß: Kein Hundeohr ist vor einer Entzündung gefeit.
Wenngleich Rassen wie Spaniel, französische Bulldogge, Mops, Pudel oder der wasserliebende Labrador Retriever häufiger von einer Ohrenentzündung betroffen sind, ist sie auch bei anderen Hunden weit verbreitet. Der lange, L-förmige Gehörgang eines Hundeohres hat zwar seine Vorteile, ist allerdings auch anfälliger für Krankheiten als der wesentlich kürzere Gehörgang des Menschen.
Während auch das Innenohr (Otitis Interna) und das Mittelohr (Otitis Media) von einer Entzündung betroffen sein können, schlägt sich ein Großteil der erkrankten Hunde mit einer Otitis Externa, also einer Entzündung des äußeren Ohrs, herum.
Zu erkennen ist eine Ohrenentzündung beim Vierbeiner meist leicht: Der Hund schüttelt den Kopf, reibt sich mit den Pfoten am Ohr oder möchte sich in dem Bereich gar nicht mehr anfassen lassen. Es besteht Handlungsbedarf, denn eine Ohrenentzündung ist für die Fellnase äußerst schmerzhaft.

- Schiefe Kopfhaltung
- Kratzen am Ohr
- Häufiges Schütteln
- Stöhnen beim Kratzen des Ohrs
- Rötungen oder Schwellungen im Ohr
- Dunkler Ausfluss mit unangenehmen Geruch aus dem Ohr
- Berührungsempfindlichkeit
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Eine Ohrenentzündung ist immer ein Fall für den Tierarzt. Denn ihre Gründe sind vielfältig und die gilt es herauszufinden, um die entsprechende Therapie in die Wege zu leiten. Pilze, Bakterien oder Milben sind häufige Ursachen für eine Ohrenentzündung beim Hund, aber auch Fremdkörper im Gehörgang oder Allergien können Auslöser dafür sein. Manche Vierbeiner leiden auch unter einer anatomisch bedingten Gehörgangsenge oder das Innere des Ohrs ist aufgrund starker Behaarung schlecht belüftet. Da bilden sich dann leichter Infektionen, denn die feucht-warme Umgebung ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze.

Auch der Stoffwechsel und das Immunsystem spielen bei Ohrenentzündungen manchmal eine Rolle:
Werden Giftstoffe über Leber und Niere nicht richtig abtransportiert oder ausgeschieden, bringt das den Stoffwechsel aus der Balance. Die Haut wird spröde oder rissig, die Durchblutung verschlechtert sich, das Immunsystem schwächelt und Entzündungen entstehen.

Du siehst: Es gibt ein breites Sammelsurium an Ursachen für Ohrenschmerzen beim Hund und es benötigt die fachmännische Spürnase des Tierarztes, um diese herauszufinden. Denn unbehandelt kann die Ohrenentzündung richtig gemein werden! Es drohen Schädigungen des Gesichtsnervs, Taubheit, Trommelfellverletzungen und Gleichgewichtsstörungen.

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Manche behandeln die Ohrenschmerzen ihres Vierbeiners mit Globuli wie Aconitum oder Belladonna, auch Schüsslersalze werden als Mittel gegen die Ohrenschmerzen beim Hund eingesetzt. Einige schwören auf die Wirkung von entzündungshemmendem Kokosöl. Dein Tierarzt mit Kenntnissen in Naturheilkunde und/oder Homöopathie kann Dich diesbezüglich am besten beraten. Den Doc solltest Du bei einer Ohrenentzündung des Hundes so oder so aufsuchen!

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Nachdem der Tierarzt den Vierbeiner, manchmal auch mit einem Abstrich, untersucht und den Ort der Entzündung im Hundeohr mit seinem Otoskop festgestellt hat, kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten und Mittel zum Einsatz. Antibiotische und entzündungshemmende Salben, Tabletten oder Tropfen vertreiben Bakterien oder Pilze, weitere Medikamente helfen gegen den Schmerz und den Juckreiz.
Häufig wird im Rahmen der Behandlung auch eine Ohrspülung durchgeführt, der Gehörgang gereinigt oder Fremdkörper entfernt. Die Dauer der Behandlung kann mehrere Tage oder Wochen betragen, je nachdem, welche Ursache der Entzündung zugrunde liegt.
Bei chronischen Ohrenentzündungen, einem stark verengten Gehörgang oder sogar Tumoren im Ohr kann eine Operation notwendig sein, um die Beschwerden zu lindern.
Sind ein gestörter Stoffwechsel oder eine Allergie die Ursache für die Ohrenentzündung, wird das Hundefutter unter die Lupe genommen, denn manchmal kann ein Futterwechsel Abhilfe schaffen.

Allergien auf Bestandteile im Hundefutter können sich auch in Form einer Ohrenentzündung zeigen. So gilt Getreide zum Beispiel bei empfindlichen Vierbeinern als möglicher Auslöser von Futtermittelallergien. Auch tierische Proteine stehen unter Verdacht, bei manchen Vierbeinern eine Unverträglichkeit oder Allergie zu verursachen. Ein Futterwechsel auf ein Hundefutter ohne allergieauslösende Bestandteile kann dazu beitragen, dass es der Fellnase besser geht.  Wenn andere Ursachen für die Ohrenentzündung ausgeschlossen wurden, solltest Du also auf jeden Fall die Fütterung ins Visier nehmen und ausprobieren, wie Dein Hund auf eine Ernährungsumstellung reagiert. Liegt der Verdacht auf einer Futtermittelunverträglichkeit oder –allergie, solltest Du den Tierarzt zurate ziehen. Nur er kann eine eindeutige Diagnose stellen und mittels einer verordneten Ausschlussdiät auch herausfinden, auf welche Nahrungsbestandteile Dein Hund allergisch reagieren könnte.
Übrigens: Gerade bei einem aus der Balance geratenen Stoffwechsel und einer Neigung zu Allergien ist die Versorgung mit Spurenelementen, Mineralien und Vitaminen über das Hundefutter besonders wichtig – darauf solltest Du bei der Ernährung Deines Hundes also ebenfalls in jedem Fall achten. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel, welches auf die Bedürfnisse Deines Vierbeiners abgestimmt ist, kann dazu beitragen, das Defizite in Bezug auf die Fütterung gar nicht entstehen.

Damit die lästige Otitis Externa nicht immer wieder auftritt und womöglich zu Folgeschäden führt, muss zunächst ihre Ursache gefunden werden. Um ihr vorzubeugen, solltest Du den Ohren Deines Vierbeiners regelmäßig Aufmerksamkeit schenken:

  • Kontrolliere ein Mal pro Woche die Hundeohren auf Verunreinigungen und Rötungen.
  • Bei Hunden, die zur Ohrenentzündung neigen, kann eine regelmäßige Reinigung empfohlen sein. Lass Dir das richtige Vorgehen dabei vom Tierarzt zeigen!
  • Benutze keine Wattestäbchen bei der Reinigung des Gehörganges! Sie können die empfindlichen Ohren verletzen und schieben Ohrenschmalz tiefer ins Ohr! Besser ist die vorsichtige Reinigung mit einem weichen Tuch.
  • Übermäßige Behaarung am Ohr sollte nur durch einen Hundefriseur gekürzt werden.
  • Halte die Ohren des Hundes trocken, zum Beispiel durch sanftes Abtrocknen nach dem Baden.
  • Steig auf ein hypoallergenes Futter um, wenn der Verdacht auf eine Futtermittelallergie bei Deinem Hund besteht oder wähle ein Futter aus, das ausschließlich für Deinen Vierbeiner verträgliche Inhaltsstoffe enthält.

Bei einer Ohrenentzündung besteht immer Handlungsbedarf! Die Auslöser sind ausgesprochen vielfältig und wenn nichts gegen sie unternommen wird, kann das Folgeschäden nach sich ziehen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, solltest Du immer frühzeitig den Tierarzt mit ins Boot holen. Er wird sich mit Dir auf die Suche nach den Ursachen machen – und so hoffentlich dazu beitragen, dass Du bald wieder rundum gesunde Hundeohren kraulen kannst.