geschrieben von Nina Rimbach

Nachhaltige Haustierhaltung - geht das überhaupt?

Nachhaltigkeit spielt eine immer größer werdende Rolle in unserem Leben, doch möchten wir auf unsere vierbeinigen Gefährten selten verzichten. Im Alltag auf Plastik zu verzichten, weniger Müll zu produzieren und sich selbst vegan oder vegetarisch zu ernähren, sind erste Schritte in eine nachhaltigere Richtung: Wenn wir auf unsere Vierbeiner schauen, merken wir aber schnell, dass ein nachhaltiger Alltag doch schwieriger zu gestalten ist, als gedacht.

Verzichtest Du in Deinem Alltag bereits auf das Autofahren, Fleisch essen und nutzt auch keine fossilen Energien? Dann sinkt Dein CO2-Verbrauch von ca. 11 Tonnen auf ca. 5 Tonnen im Jahr – in einem Industrieland ist es jedoch kaum möglich, den eigenen CO2-Verbrauch auf Null zu bringen.
 
Mit der Tierhaltung wird Dein CO2-Verbrauch noch einmal steigen: Transportwege, Massentierhaltung für das Hundefutter, Verpackungsmüll und mehr – mit Deinem Haustier steigt Dein CO2-Verbrauch wieder an. Die weltweite Tierhaltung gehört mit rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung.
Wie Du merkst: Du wirst immer einen CO2-Verbrauch haben. Mit einigen Tipps & Tricks kannst Du jedoch auch Deine Tierhaltung nachhaltiger gestalten. Gezwungenermaßen ist der CO2-Verbrauch mit einem Haustier deutlich höher und lässt sich auf Grund weniger Gestaltungsmöglichkeiten schwer beeinflussen – ein Grund mehr, weshalb Du beim Futter einen Unterschied machen solltest. Denn dort hast Du es selbst in der Hand, ob Du CO2-positives, CO2-neutrales Futter oder ein Futter mit hoher CO2-Bilanz aussuchst.

1. Suche eine Alternative zu herkömmlichen Kotbeuteln für die nachhaltige Hundehaltung

Um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden, aber die Hinterlassenschaften Deines Hundes trotzdem zu entsorgen, nutze praktische Papptüten oder biologisch abbaubare Kotbeutel. Mit diesen Papptüten schaufelst Du die Hinterlassenschaften in den Pappbehälter und wirfst diese dann ganz normal in den Müll. Die biologisch abbaubaren Kotbeutel bauen sich in kurzer Zeit selbst ab – diese verwendest Du ganz einfach wie normale Kotbeutel.

2. Gebraucht kaufen & selber machen

Deinem Hund und Deiner Katze ist es egal, aus welcher Saison das Spielzeug ist. Leinen, Betten, Höhlen und Co lassen sich bei einer nachhaltigen Tierhaltung entweder gebraucht kaufen oder ganz einfach selber machen. Ein Katzenhäuschen kannst Du beispielsweise aus einem alten Karton gestalten – in unserem FairCat Probierpaket findest Du ein Katzenhäuschen aus FSC-Pappe, dass Du individuell gestalten kannst und Deine Katzen lieben werden!


Für Deinen Hund bietet sich unser Stoffbär Rüdiger an – dieser ist aus recycelten Naturmaterialien und ist besonders robust und unempfindlich. Die beste Voraussetzung für langen und nachhaltigen Spielspaß!

3. Das Futter umstellen, um CO2 Emissionen zu reduzieren

Das gängige Tierfutter beinhaltet Fleisch aus Massentierhaltung. Dabei entstehen pro Jahr unzählige Tonnen an CO2, die sich natürlich auch auf Deine CO2 Bilanz auswirken. Eine nachhaltige Alternative für Deinen Hund ist Hundefutter aus Insektenproteinen oder unser vegetarisches Hundefutter. Während Rinder rund 8 kg Futter pro kg bei der Fleischproduktion verbrauchen, sind es bei Insekten hingegen nur 2 kg. Durch den Einsatz alternativer Proteinquellen und regionaler Lieferanten werden so vor dem eigentlichen Herstellungsprozess bereits die CO2 Emissionen so gering wie möglich gehalten.

Gute Nachrichten – auch für unsere Samtpfoten gibt es das Futter aus Insektenproteinen! Außerdem kompensieren wir unsere restlichen Emissionen mit dem Klimaschutzprojekt Ntakata Mountains von Carbon Tanzania. Denn gänzlich können auch wir unsere CO2 Emissionen zwar nicht einstellen, aber natürlich können wir im Gegenzug etwas für die Walderhaltung und den Klimaschutz tun!

4. Gleiche Deine CO2 Emissionen aus!

Diese Art von Ausgleich kannst Du natürlich auch alleine für Dich nutzen. Auch wenn Du unsere CO2 neutralen & CO2 positiven Produkte kaufst, wird Deine CO2 Bilanz noch immer nicht bei null sein. Natürlich kannst Du Dir ebenfalls ein nachhaltiges Projekt aussuchen und Deinen CO2 Ausgleich zahlen. Wichtig hierbei: Ein CO2 Ausgleich gleicht keiner Entschuldigung für das eigene Verhalten. Trotz allem ist Nachhaltigkeit im Alltag wichtig und empfehlenswert – da sich jedoch CO2 Emissionen nicht gänzlich vermeiden lassen, ist diese Art eine gute Möglichkeit, um die Umwelt zu schützen und sich gegen den Klimawandel stark zu machen.
Du hast sicher gemerkt: Nachhaltige Tierhaltung benötigt einiges an Recherche und Vorarbeit. Ist aber möglich! In den Industrieländern wirst Du nie ganz nachhaltig und emissionsfrei leben. Versuche Dich dennoch im Alltag immer nach Alternativen umzuschauen, beim Tierfutter auf CO2 neutrale und CO2 positive Produkte zu setzen und bei den Spiel- und Schlafmöglichkeiten Deiner Vierbeiner viel gebraucht zu kaufen oder selber zu machen. Wie in allen Bereichen Deines Lebens muss Nachhaltigkeit auch bei Deiner Tierhaltung Stück für Stück in Deinen Alltag integriert werden – aber wir sind uns sicher: Du bist bereits auf dem besten Wege zu einer nachhaltigen Tierhaltung.