geschrieben von Leonie Becker

DIY Hundeeis - So einfach selbst gemacht!

Eine Abkühlung gefällig? Egal, ob es draußen heiß ist, regnet oder schneit, Dein Vierbeiner wird es lieben - unser DIY Hundeeis. Wie das geht und was Du dafür brauchst, erzählen wir Dir hier.

 

Kann ich meinem Hund nicht einfach stinknormales Eis geben, welches ich auch essen würde? Nope, weil „Menscheneis“ für Hunde nicht wirklich gesund ist. Das liegt vor allem am Zucker in „normalem“ Eis. Zucker kann Diabetes beim Hund auslösen und auch Ursache für Nierenkrankheiten, Knochen- und Gelenkprobleme sein. Das möchte natürlich kein Hundebesitzer und daher gibt es unser DIY Hundeeis. Wenn du ein gesundes, frisches und abwechslungsreiches Hundeeis für Deinen Hund selbst machen möchtest, bist Du bei uns genau richtig.

 

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Alles, was du brauchst, um ein Hundeeis selbst herzustellen, sind folgende Voraussetzungen:

  • Kenntnis darüber, was Dein Hund mag, und natürlich, was er fressen darf, falls es Unverträglichkeiten gibt.
  • Kreativität
  • Eiswürfel-Behälter oder eine andere Form zum Einfrieren. Upcycling lässt grüßen: Du kannst auch einen gebrauchten Joghurtbecher gut auswaschen und als Eisförmchen verwenden! Alternativ kannst Du die Eismischung auch in einem Spielzeug wie dem Kong abfüllen.

Das Hundeeis ist schnell gemacht und super erfrischend.

In das Hundeeis gehört kein Zucker. Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Frisch oder Hüttenkäse sind besser verträglich als reine Sahne oder Milch. Aber Vorsicht: Nicht jeder Hund verträgt (zu große Mengen an) Milchprodukten. Das gilt auch für andere Zutaten. Es gibt ein paar Dinge, die der Hund nicht essen sollte, wie zum Beispiel Weintrauben, Rosinen oder Avocado.

Das Schöne am selbstgemachten Hundeeis ist, dass Du es individuell gestalten und so auf die Vorlieben oder Unverträglichkeiten Deiner Fellnase eingehen kannst. So kannst Du auch ganz einfach selbstgemachtes Eis für Welpen, alte Hunde, übergewichtige Hunde, kranke Hunde oder Hunde mit Unverträglichkeiten machen.

Ansonsten kannst Du Dich ziemlich ausleben. Mag Dein Hund lieber etwas Süßes oder Deftiges? Viele der Zutaten hast Du vielleicht schon Zuhause, ansonsten sind diese auch prima im nächsten Supermarkt zu kaufen.

Süßes Hundeeis machst Du am besten aus Fruchtpüree. Nach Lust, Laune und Geschmack kann dieses anschließend noch mit Wasser oder auch mit Quark oder Frischkäse angereichert werden. Dabei sind der Kombination und der Gestaltung keine Grenzen gesetzt.

Es gibt aber auch Hunde, die den ‘Fruchtalarm!’ nicht gehört haben und eher auf eine herzhafte Abkühlung setzen. Da kannst Du insbesondere mit ein wenig Leberwurst in einer Joghurt- oder Quark-Masse punkten oder aber darin einer unserer Trockenfutter-Sorten verstecken. Wer die Krokette gefunden hat, darf sie dann auch essen!

Hunde dürfen bestimmte Obstsorten essen, denn diese enthalten auch für den Vierbeiner wichtige Vitamine und sind einfach schmackhaft. Hier eine kleine Übersicht über die Obstsorten, die Vierbeiner zu sich nehmen dürfen:

  • Bananen
  • Nektarinen
  • Aprikosen
  • Beeren (Himbeere, Erdbeere..)
  • Birnen
  • Apfel
  • Kokosnuss
  • Wassermelone

Obst, welches Kerne enthält, solltest Du unbedingt entfernen und nicht an den Hund verfüttern.

Wie für uns Menschen ist auch für Hunde Gemüse sehr wichtig. Auch diese enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die für die Gesundheit Deines Lieblings essentiell sind. Folgende Gemüsesorten dürfen problemlos unter das DIY Hundeeis gemischt werden:

  • Karotten
  • Rote Beete
  • Zucchini
  • Gurken
  • Spinat
  • Kürbis

Um das DIY Hundeeis aufzupeppen, kannst Du optional auch ein paar Kräuter drunter mischen. Dazu zählen beispielsweise Petersilie, Kamille oder Ringelblume.

Wenn Du wie wir besonders Wert auf regionale, saisonale Produkte legst, findest Du hier einen Saisonkalender mit allen Obst- und Gemüsesorten, die Dein Hund futtern darf. Das ist nicht nur gut für Deinen Hund, sondern Du unterstützt auch regionale Landwirte und zu guter Letzt unsere Umwelt!

Falls Du noch etwas anderes außer Obst oder Gemüse verwenden möchtest, sind für Dich vielleicht folgende Zutaten greifen:

  • Gemüsebrühe
  • Leckerlis
  • Trockenfutter
  • Nassfutter
  • Wasser
  • Haferflocken
  • Reis
  • Buchweizen

Wenn Dein Hund übergewichtig ist, solltest Du eher zu Obst und Gemüse greifen und weniger zu Trockenfutter oder Haferflocken, da diese in Verhältnis zu Obst und Gemüse kalorienreicher sind.

Nachdem Du nun weißt, was Du alles für eine super duper, selbstgemachtes Hundeeis verwenden kannst: Ran an die Rezepte!

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Das Himbeer-Quark-Eis klingt so lecker, dass man es am liebsten selbst vernaschen würde. Du brauchst folgende Zutaten:

  • 100 g Himbeeren (frisch oder aus dem TK-Fach)
  • 100 g Quark
  • Optional: Ein paar zerhackte Kräuter Deiner Wahl

Die Himbeeren pürieren und mit dem Quark vermengen. In Förmchen abfüllen und im Gefrierschrank fest werden lassen. Fertig ist das super fruchtige Eis für Deinen Vierbeiner!

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Das klingt schon nach einer Sünde, die es wert ist. Dein Vierbeiner wird es lieben. Das Eis ist ganz schnell vorbereitet und wir zeigen Dir, was Du dafür brauchst:

  • 100g Erdnussbutter (ohne Zucker und zusätzlichem Salz, besser noch reines Erdnussmus)
  • 50ml Kokosnuss-Öl
  • 1 Banane

Zuerst zerdrückst Du die Banane, gibst dann das Erdnussmus/Erdnussbutter und das Kokosöl hinzu und vermengst alles.

Mit einem Spritztbeutel oder Löffel in Dein Eisförmchen geben und in den Gefrierschrank stellen, bis es ganz fest ist. Und fertig ist das super gesunde und leckere Erdnuss-Kokos-Eis für Deinen Liebling!

Bitte bedenke, dass dieses Eis viele Kalorien hat und daher für übergewichtige Hunde nur in ganz kleinen Mengen geeignet ist.

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Unser Power-Eis gibt, wie der Name schon gesagt, richtig Kraft. Dieses Eis ist etwas kalorienreicher und daher für übergewichtige Hunde nur in kleinen Mengen geeignet. Besonders gut ist es für Hunde, die sehr aktiv sind und daher einen höheren Kalorienbedarf haben.

Für das Power-Eis brauchst Du:

  • 50 g Haferflocken
  • 50 g Trockenfutter (idealerweise seine liebste Green Petfood-Sorte)
  • 25 ml Kokosöl
  • 50 g Möhren
  • 100 ml Kokosmilch (optional Wasser)

Du vermengst die Haferflocken mit dem Trockenfutter, schneidest die Möhre in kleinere Stücke (oder verwendest sie als 'Eisstiel'), schüttest Kokosmilch oder Wasser und das Koksöl dazu und pürierst alles kräftig durch bis eine geschmeidige Konsistenz entsteht. Danach wieder in die Behälter nach Wahl abfüllen und ab ins Gefrierfach.

Kleine Leckerli in eine Form geben und das Ganze mit Wasser oder Frischkäse auffüllen. Wenn’s ganz schnell gehen soll, einfach eine Himbeere oder ein Stückchen Banane etc. einfrieren. Das schafft Abkühlung und ist zudem noch eine super Beschäftigung.

Du kannst Deiner Fellnase jederzeit ein leckeres und gesundes Hundeeis zubereiten. Da sich Dein Vierbeiner besonders im Sommer über eine Abkühlung freut, ist es für diese Jahreszeit natürlich perfekt geeignet.

Manch ein Vierbeiner reagiert nicht so gut auf Gefrorenes. Ist das Eis gefroren, holst Du es aus dem Gefrierfach und lässt es ein paar Minuten antauen, bevor Du es Deinem Vierbeiner serviert. Beobachte besonders beim ersten Mal ganz genau, wie er auf den kalten Snack reagiert.

Du solltest generell darauf achten, dass Dein Hund das Eis nicht am Stück schluckt, sondern dieses genüßglich schleckt und nur kleine Stücke isst. Entweder hälst Du ihm das Eis am Löffel zum Lecken hin oder aber Du füllst die Eismischung in ein Spielzeug wie einen Kong. So besteht keine Gefahr, dass er den frischen Snack im Ganzen runterschluckt und er ist obendrauf auch noch eine Weile mit der Erarbeitung der Belohnung beschäftigt.

Schätze zudem gut ab, wie viel Eis Dein Hund bekommen darf. Je nachdem, wie aktiv oder auch übergewichtig er ist, solltest Du die Menge, am besten schon die Zutaten des selbstgemachten Hundeeises anpassen. Am Ende des Tages handelt es sich bei Hundeeis wie bei uns Menschen um eine Süßigkeit: Ziehe die zusätzlichen Kalorien von der Tagesration der Hauptmahlzeit ab. Nicht alle Vierbeiner vertragen die Zutaten in großen Mengen, deswegen gib Deinem Vierbeiner nur kleine Mengen des Eises. So bleibt auch die Freude auf ein weiteres Hundeeis groß!

So, liebe Hunde und Hundebesitzer: Viel Spaß beim Nachmachen und Verputzen!