geschrieben von Leonie Becker

Der Fellwechsel beim Hund: So kannst du deinen Vierbeiner unterstützen

 

Zweimal im Jahr verliert der Hund viel Fell und verteilt seine Haare überall in der Wohnung. Das ist nicht nur für den Hundebesitzer anstrengend, sondern auch für den geliebter Vierbeiner. Aber warum wechseln Hunde ihr Fell? Und wie kannst Du Deinen Liebling in dieser Zeit bestmöglich unterstützen? Wir beantworten Dir die wichtigsten Fragen und geben Tipps, wie Du und Dein treuer Begleiter mit dem Fellwechsel besser zurechtkommen.

 

Kurz und knapp: Der Hund wechselt seit Fell schlicht und einfach im Frühling und im Herbst, um sich den Temperaturen anpassen zu können. In den warmen Jahreszeiten verhindert er so, dass er aufgrund der Hitze und des dichten Fells nicht so stark ins Hecheln kommt. Im Winter legt er sich ein dichtes Fell zu, dass ihn bei der klirrenden Kälte wärmt.

Entgegen dem Irrglauben, dass das Fell des Hundes im Herbst einfach nur dichter wirdfindet hier ebenso ein richtiger Fellwechsel statt. Hunde werfen ihr luftig-leichtes Sommerfell ab, damit ihnen ein dickes Winterfell wachsen kann. Allerdings haaren sie im Herbst deutlich weniger als im Frühling. Das Unterfell wird dichter und das leichte Deckhaar weniger. 

Im Frühjahr werfen Hunde ihr Winterkleid ab und im Herbst verlieren sie ihr Sommerfell. Deswegen sind die „haarreichsten“ Monate April, Mai, September und Oktober (teilweise dauert der Fellwechsel im Herbst sogar bis Mitte November).

 

Welpen haben noch ein ganz weiches und kuscheliges Fell. Doch leider bleibt das nicht für immer so, denn irgendwann kommt es auch bei den Kleinen zum Fellwechsel. Welpen verlieren infolgedessen ihr „Babyfell“ und bekommen ihr erstes Haarkleid als erwachsener Hund.

Das neue Fell sieht etwas anders aus und fühlt sich anders an, denn meistens ist es fester und etwas drahtiger als vorher. Der allererste Fellwechsel dauert länger als die Fellwechsel eines erwachsenen Hundes im Frühjahr und Herbst. Er kann sich über mehrere Wochen bis Monate erstrecken und ist stark von der Rasse abhängig.

In dieser Zeit bietet es sich an, dass Du Deinen Liebling langsam an das regelmäßige Kämmen und Bürsten gewöhnst. So lernt er, dass Fellpflege gar nicht schlimm ist - erst recht nicht, wenn er am Ende ein Leckerli als Belohnung erhält.

Wie stark dein Hund haart, hängt unter anderem von Rasse, Alter und Hormonhaushalt ab. Kastrierte Hunde haaren oft stärker als unkastrierte. Ältere Hunde verlieren meistens mehr Fell als junge. Sehr stark haaren Hündinnen, kurz bevor sie läufig sind. 

Manche Vierbeiner haaren auch stärker, wenn sie sich in stressigen Situationen befinden. 

Hunderassen mit sehr dichter Unterwolle wie Golden Retriever, Border Collie, Neufundländer oder Rauhaardackel durchlaufen besonders im Frühjahr einen starken Fellwechsel, da sie die gesamte Unterwolle verlieren. Kurzhaarige Hunde wie die französische Bulldogge oder die Deutsche Dogge haaren zwar nicht so extrem, reagieren aber deshalb sensibler auf Kälte und Sonne. 

Für Hundehaarallergiker eignen sich Hunde ohne Fellwechsel: 

Einige Rassen haaren überhaupt nicht und sind daher gut geeignet für Menschen mit einer Hundehaarallergie. Bei diesen Hunden wächst das Fell einfach immer weiter, weshalb sie regelmäßig geschoren werden müssen. Folgende Hunderassen kommen ohne Fellwechsel aus: 

  • Pudel 
  • Nackthunde 
  • Havaneser 
  • Bolonka Zwetna 
  • Malteser 
  • vereinzelte Terrierarten (Yorkshire Terrier, Airedale Terrier, Irish Terrier) 

Die Fellpflege und die richtige Ernährung während des Fellwechsels sind sehr wichtig. 

Den Fellwechsel kannst du durch regelmäßiges Kämmen beschleunigen, da die Haut deines Hundes so besser durchblutet wird und sich das lose Fell schneller und leichter entfernen lässt. Zusätzlich kannst du dabei auch einfacher und schneller mögliche Zecken, Flöhe oder Ekzeme erkennen.  

Die Fellpflege richtet sich nach der Beschaffenheit des Fells. Es gibt fünf verschiedene Hundefell-Typen: langhaarig, drahthaarig, seidig, lockig und glatt. Je nach Felltyp empfehlen wir folgenden Kämmrhythmus: 

  • Hast du einen Hund mit gelocktem Fell (z. B. einen Pudel), das nicht ausfällt, solltest du ihn zwei- bis dreimal pro Woche bürsten.  
  • Wenn dein Hund ein seidiges Fell (wie ein Spaniel oder Malteser) hat, reicht es ein- bis zweimal im Monat. 
  • Drahthaarige, glatthaarige oder langhaarige Rassen (Rauhaardackel, Golden Retriever, Border Collie) mit viel Unterwolle sollten auf jeden Fall einmal wöchentlich mit einer geeigneten Bürste gekämmt werden.  

Auf die richtige Bürste kommt es an!

Bei langhaarigen Hunden wie dem Australian Shepherd musst du darauf achten, dass sich der Kamm oder die Bürste nicht in den Haaren verhakt und diese dabei ausgerissen werden. Ein Kamm oder eine Bürste mit langen, abgerundeten Zähnen ist hier sicherer in der Anwendung. Rauhhaarige Rassen können gut mit sehr kurz gezahnten Bürsten gepflegt werden. Wenn dein Vierbeiner eine dichte Unterwolle hat, solltest du im Winter regelmäßig eine grobe Hundebürste benutzen. 

Fellwechsel Labrador

Da es unterschiedliche Rassen gibt, gibt es auch verschiedene Fellarten. Je nachdem, wozu du den Kamm oder die Bürste brauchst, gibt es verschiede Ausführungen, die wir dir hier auflisten: 

  • Zupfbürste: Geeignet, um lose Haare oder kleinere Schmutzpartikel zu entfernen. Auch geeignet, um verfilzte Haare wieder frei und glatt zu bekommen. Es gibt aber auch einen reinen Entfilzer.
  • Borstenbürste: Geeignet für Rassen mit kurzen oder borstigen Haaren.
  • Gummistriegel: Geeignet für Hautmassagen und zur Gewöhnung von Welpen ans Bürsten und Kämmen.
  • Undercoat-Bürste: Geeignet, um die lose Unterwolle aus dem Fell zu bekommen.
  • Trimmer: Geeignet, um langes Haar zu kürzen.

Wenn du auch hier auf Nachhaltigkeit setzen möchtest, gibt es mittlerweile Kämme und Bürsten aus Bambus oder heimischen Hölzern. ​

Mit der richtigen Ernährung passend zum Fellwechsel kannst Du Dir und Deinem Liebling etwas Gutes tun. In der Regel reicht ein qualitativ hochwertiges Futter wie das von Green Petfood für deinen Hund aus, um quietschfidel durch den Fellwechsel zu kommen. All unsere Hundefuttersorten sind bedarfsdeckend und enthalten dabei wichtige Zutaten für den Wechsel zum neuen Haarkleid. Während vor allem B-Vitamine den Stoffwechsel in Schwung halten und damit den Fellwechsel beschleunigen, können Biotin und Zink eine gesunde Haut unterstützen.

Tipp: Natürliche Nahrungsergänzungsmittel (z. B. ein Esslöffel Leinöl pro Tag) können zusätzlich zu einem gesunden und glänzenden Fell beitragen. Achte nur darauf, in diesem Fall die Futtermenge ein wenig anzupassen. 

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Während des Fellwechsels kann es zu verschiedenen Begleiterscheinungen kommen. Manche Hunde bekommen schuppige Haut, die mit Juckreiz einhergehen kann. Aber keine Sorge: Schuppen sind normale Begleiterscheinungen des Fellwechsels, da dieser Prozess sowohl für die Haut als auch allgemein für den gesamten Hundekörper anstrengend ist. Auch die Fellfarbe kann sich vorübergehend leicht verändern. Oft schimmern die ausfallenden Haare bei schwarzen Hunden etwas rötlich. Wenn die Schuppen bei deinem Hund allerdings nach dem Fellwechsel immer noch stark vorhanden sind und Hautrötungen auftreten oder dein Liebling sich besonders oft kratzt, solltest du mit ihm zum Tierarzt gehen.  

In der Regel gibt es jedoch keine Probleme beim Fellwechsel. Und durch eine Mischung aus Fellpflege und gesunder Ernährung wird es deinem Liebling leichtfallen, sich ein neues Haarkleid zuzulegen. 

 

 

Leider sind Parasiten wie Flöhe, Milben und Zecken die einfachste und häufigste Erklärung für den Juckreiz deines Hundes. Aber auch eine Futtermittelallergie kann das Kratzen verursachen. Wir empfehlen dir, zunächst der Ursache auf den Grund zu gehen, um dann entsprechend zu handeln. Nicht jeder Hund geht problemlos durch den Fellwechsel. Einige Vierbeiner leiden unter starkem Juckreiz und kratzen sich unaufhörlich. Das Jucken deines Hundes während des Fellwechsels kannst du am besten eindämmen, indem du ihn regelmäßig bürstest und loses Fell sofort entfernst. Aber auch die Luftfeuchtigkeit ist nicht zu unterschätzen. Vor allem in den kalten Monaten sind die Räume durch unsere Heizungen trocken, was den Juckreiz begünstigt. Dem kannst du einfach mit einer Schale Wasser auf dem Heizkörper entgegenwirken. Auch ein rückfettendes Shampoo kann nach dem Baden den Juckreiz eindämmen, da es die Haut deines Hundes pflegt und feucht hält. Zu guter Letzt spielt die Ernährung immer eine wichtige Rolle. Das Hundefutter deines Vierbeiners sollte ihn mit essenziellen Fettsäuren (vor allem Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren) sowie Vitamin H versorgen. Die Fettsäuren wirken der Schuppenbildung und dem Juckreiz entgegen, während sich Biotin positiv auf Haut, Haare und Krallen deiner Fellnase auswirkt. 

 

Der Fellwechsel zweimal im Jahr ist völlig normal und natürlich.  

Wenn dein Hund allerdings nicht nur im Frühjahr und Herbst sein Fell verliert, sondern auch sonst einen sehr starken Haarverlust aufzeigt, solltest du Rücksprache mit einem Tierarzt halten, um mögliche Erkrankungen auszuschließen. 

 

 

  • Der Hund wechselt sein Fell im Frühjahr und im Herbstoder in der Übergangsphase vom Welpen zum erwachsenen Hund.
  • Kastrierte Tiere und bestimmte Rassen können das ganze Jahr über etwas stärker haaren.
  • Die richtige Fellpflege ist abhängig vom Felltyp. Eine gesunde Ernährung ist aber in jedem Fall sehr wichtig.
  • Alle Hunde sollten regelmäßig gebürstet und oder gekämmt werden.
  • Achte auf ein hochwertiges Futter, welches deinen Hund nicht nur während des Fellwechsels unterstützt, sondern ihn generell mit allem versorgt, was er für ein gesundes Leben braucht.