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geschrieben von Yvonne Langer

Fellwechsel beim Hund

 

Zweimal im Jahr verliert der Hund viel Fell und verteilt seine Haare überall in der Wohnung. Das ist nicht nur für den Hundebesitzer anstrengend, sondern auch für den geliebter Vierbeiner. Aber warum wechseln Hunde ihr Fell? Und wie kannst Du Deinen Liebling in dieser Zeit bestmöglich unterstützen? Wir beantworten Dir die wichtigsten Fragen und geben Tipps, wie Du und Dein treuer Begleiter mit dem Fellwechsel besser zurechtkommen.

 

Kurz und knapp: Der Hund wechselt seit Fell schlicht und einfach im Frühling und im Herbst, um sich den Temperaturen anpassen zu können. In den warmen Jahreszeiten verhindert er so, dass er aufgrund der Hitze und des dichten Fells nicht so stark ins Hecheln kommt. Im Winter legt er sich ein dichtes Fell zu, dass ihn bei der klirrenden Kälte wärmt.

Fellwechsel im Frühjahr

Wie schon erwähnt, gibt es zwei Fellwechsel. Der eine Fellwechsel findet im Frühjahr statt, sobald es anfängt, wärmer zu werden. Der genaue Beginn des Wechsels ist abhängig von den Temperaturen. Aus diesem Grund kann der Fellwechsel jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt starten. Meistens ist dies ab März/April der Fall. Das alte Fell löst sich, damit ein neues nachwachsen kann. Der Fellwechsel dauert in der Regel zwischen sechs und acht Wochen.

Fellwechsel im Herbst

Entgegen dem Irrglauben, dass das Fell des Hundes im Herbst einfach nur dichter wird, findet hier ebenso ein richtiger Fellwechsel statt. Im Herbst werfen die Hunde das luftig-leichte Sommerfell ab und es wächst ihnen ein dickes Winterfell. Allerdings haaren sie im Herbst deutlich weniger als im Frühling. Das Unterfell wird dichter und das leichte Deckhaar weniger.

Warum ist der Fellwechsel im Frühjahr stärker als im Herbst?

Der Fellwechsel im Frühjahr unterscheidet sich vom Fellwechsel im Herbst. Im Herbst fallen zwar auch Haare aus, gleichzeitig entsteht bei den Hunden aber eine dichte Unterwolle. Sie schützt den Vierbeiner vor Kälte. Im Frühling braucht der Hund das Unterfell nicht mehr und es fällt zusätzlich aus. Deshalb ist der Fellwechsel im Frühjahr auch stärker.

 

Welpen haben noch ein ganz weiches und kuscheliges Fell. Doch - leider - bleibt das nicht für immer so. Irgendwann kommt es auch bei den Kleinen zum Fellwechsel. Welpen verlieren dann ihr „Babyfell“ und bekommen ihr erstes Fell als erwachsener Hund.

Das neue Haarkleid sieht etwas anders aus und fühlt sich anders an, denn meistens ist es fester und etwas drahtiger als vorher. Der allererste Fellwechsel dauert länger als die Fellwechsel eines erwachsenen Hundes im Frühjahr und Herbst. Er kann mehrere Wochen bis Monate dauern und ist stark von der Rasse abhängig.

In dieser Zeit bietet es sich an, dass Du Deinen Liebling an das Kämmen und Bürsten langsam gewöhnst. So lernt er, dass es gar nicht schlimm ist, gekämmt oder gebürstet zu werden - erst recht nicht, wenn er am Ende ein Leckerli als Belohnung erhält.

Wie stark Dein Hund haart, hängt unter anderem vom Alter und dem Hormonhaushalt ab.

  • Kastrierte Hunde haaren oft stärker als unkastrierte.
  • Ältere Hunde verlieren auch oft mehr Fell als junge.
  • Sehr stark haaren Hündinnen, kurz bevor sie läufig sind.
  • Manche Vierbeiner haaren auch stärker, wenn sie sich in stressigen Situationen befinden.
 
Auch die Rasse Deines Hundes hat einen Einfluss darauf, wie sein Fellwechsel aussieht:
  • Hunderassen mit sehr dichter Unterwolle wie Golden Retriever, Border Collie, Neufundländer oder auch Rauhaardackel haben besonders im Frühjahr einen starken Fellwechsel, da sie die gesamte Unterwolle verlieren.
  • Kurzhaarige Hunde wie die Französische Bulldogge oder die Deutsche Dogge haaren zwar nicht so extrem, reagieren aber deshalb auch sensibler auf Kälte oder Sonne.
  • Einige Rassen haaren überhaupt nicht und sind daher gut geeignet für Menschen mit einer Hundehaarallergie. . Bei einem Pudel oder einem Yorkshire Terrier wächst daher das Fell einfach immer weiter. Aus diesem Grunde müssen diese Fellnasen regelmäßig geschoren werden.

Die Fellpflege und die richtige Ernährung während des Fellwechsels ist sehr wichtig.

Durch regelmäßiges Kämmen hilfst Du Deinen Hund während des Fellwechsels. Die Haut des Hundes wird besser durchblutet und das lose Fell lässt sich leichter entfernen. Zusätzlich kannst Du so auch einfacher und schneller mögliche Zecken, Flöhe oder Ekzeme erkennen.

Die Fellpflege richtet sich nach der Beschaffenheit des Fells. Es gibt fünf verschiedenen Hundefell-Typen: langhaarig, drahthaarig, seidig, lockig und glatt.

Hast Du einen Hund mit gelocktem Fell (z.B. einen Pudel), das nicht ausfällt, solltest Du zwei- bis dreimal pro Woche bürsten. Wenn Dein Hund ein seidiges Fell (wie ein Spaniel oder Malteser) hat, reicht es ein bis zweimal im Monat. Drahthaarige, glatthaarige oder langhaarige Rassen (Rauhaardackel, Golden Retriever, Border Collie) mit viel Unterwolle sollten auf jeden Fall einmal wöchentlich mit einer geeigneten Bürste gekämmt werden. Bei langhaarigen Hunden wie dem Australian Shepherd musst Du darauf achten, dass sich die der Kamm oder die Bürste nicht in den Haare verhaken und dabei ausgerissen werden. Ein Kamm oder Bürste mit langen und abgerundeten Zähnen ist hier sicherer in der Anwendung. Rauhhaarige Rassen können gut mit sehr kurz-gezahnten Bürsten gepflegt werden. Wenn Dein Vierbeiner eine dichte Unterwolle hat, solltest Du im Winter regelmäßig eine grobe Hundebürste benutzen.

Fellwechsel Labrador

Da es unterschiedliche Rassen gibt, gibt es verschiedene Fellarten. Je nachdem, wozu Du den Kamm oder die Bürste brauchst, gibt es verschiede Ausführungen, die wir Dir hier auflisten:

  • Zupfbürste: Geeignet, um lose Haare oder kleinere Schmutzpartikel zu entfernen. Auch geeignet, um verfilzte Haare wieder frei und glatt zu bekommen. Es gibt aber auch einen reinen Entfilzer.
  • Borstenbürste: Geeignet für Rassen mit kurzen oder borstigen Haaren.
  • Gummistriegel: Geeignet für Hautmassagen und zur Gewöhnung von Welpen ans Bürsten und Kämmen.
  • Undercoat-Bürste: Geeignet, um die lose Unterwolle aus dem Fell zu bekommen.
  • Trimmer: Geeignet, um langes Haar zu kürzen.

Wer auch hier auf Nachhaltigkeit setzen möchte, für den gibt es auch mittlerweile Kämme oder Bürsten aus Bambus oder auch heimischen Hölzern.

Mit der richtigen Ernährung passend zum Fellwechsel kannst Du Dir und Deinem Liebling etwas Gutes tun. In der Regel reicht ein qualitativ hochwertiges Futter wie das von Green Petfood aus, um quietschfidel durch den Fellwechsel zu kommen. All unsere Hundefuttersorten sind bedarfsdeckend und enthalten dabei wichtige Zutaten für den Wechsel auf ein neues Haarkleid. Während vor allem B-Vitamine den Stoffwechsel in Schwung halten, können Biotin und Zink eine gesunde Haut unterstützen.

Tipp: Natürliche Nahrungsergänzungsmittel wie ein Esslöffel Leinöl pro Tag kann auch zusätzlich zu einem gesunden und glänzenden Fell beitragen. Achte nur darauf, in diesem Fall die Futtermenge ein wenig anzupassen.

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Während des Fellwechseln kann es zu verschiedenen Begleiterscheinungen kommen. Manche Hunde bekommen schuppige Haut, was mit Jucken einhergehen kann. Schuppen können normale Begleiterscheinungen im Fellwechsel sein. da der Prozess des Fellwechsels für die Haut, aber auch allgemein für den gesamten Hundekörper, anstrengend ist. Wenn diese allerdings bei Deinem Hund nach dem Fellwechsels immer noch stark vorhanden sind und Hautrötungen auftreten oder er sich besonders oft kratzt, solltest Du zu einem Tierarzt gehen. Auch die Fellfarbe kann sich vorübergehend leicht verändern. Oft schimmern die ausfallenden Haare bei schwarzen Hunden etwas rötlich.

In der Regel gibt es allerdings keine Probleme beim Fellwechsel. Und durch eine Mischung aus Fellpflege und einer gesunden Ernährung wird es Deinem Liebling leichtfallen, sich ein neues Haarkleid zuzulegen.

 

 

Ein Fellwechsel zweimal im Jahr ist völlig normal und natürlich. Wenn Dein Hund allerdings nicht nur im Frühjahr und Herbst sein Fell verliert, sondern auch sonst im Jahr einen sehr starken Haarverlust aufzeigt, dann solltest Du Rücksprache mit einem Tierarzt halten, um mögliche Erkrankungen zu entdecken undauszuschließen.

 

 

  • Der Hund wechselt sein Fell im Frühjahr und im Herbst oder in der Übergangsphase von Welpe zu erwachsenem Hund.
  • Kastrierte Tiere können das ganze Jahr etwas stärker haaren, ebenso bestimmte Rassen.
  • Die richtige Fellpflege ist abhängig vom Felltyp, enthält aber stets eine gesunde Ernährung.
  • Alle Hunde sollten regelmäßig gebürstet und oder gekämmt werden.
  • Achte auf ein hochwertiges Futter, welches Deinen Hund nicht nur während des Fellwechsels unterstützt, sondern ihn generell mit allem versorgt, was er für ein gesundes Leben braucht.