geschrieben von Alexandra Popp

Katzen aneinander gewöhnen – so wird die Katzen-WG ein Erfolg!

 

Juchuuu, eine zweite – oder sogar dritte – Katze zieht ein! Sowohl für Dich, als auch für Deine Vierbeiner ist diese neue Situation sehr aufregend. Die Zusammenführung mehrerer Katzen kann unter Umständen auch ganz schön schwierig sein. Nicht jede Mitbewohner-Kombination ist direkt harmonisch und klappt auf Anhieb. Eigentlich sind unsere Samtpfoten sehr soziale Tiere und genießen es, katzenhafte Gesellschaft zu haben. Vor allem, wenn sie reine Wohnungskatzen sind. Trotz aller Vorfreude will die Ankunft einer weiteren Katze im Haushalt gut vorbereitet sein. Wie das möglichst harmonisch klappt, zeigen wir Dir hier!

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Auch, wenn das Sprichwort sagt: „Gegensätze ziehen sich an!“: Für die Zusammenführung von Katzen ist das nicht unbedingt der Fall. Ist Deine bisherige Einzelkatze bereits in fortgeschrittenem Alter, eignet sich ein junges, spielwütiges Kätzchen nicht unbedingt als neuer Mitbewohner. Es ist zwar nicht unmöglich, eine erwachsene Katze an eine Babykatze zu gewöhnen, trotzdem eignen sich Katzenkameraden in ähnlichem Alter besser.

Am einfachsten ist es natürlich, zwei junge Kitten zusammenzuführen, womöglich noch aus demselben Wurf. Durch gemeinsames Spielen oder kindliches Raufen wächst so eine Katzenfreundschaft besonders schnell!

Nicht nur das Alter, auch der Charakter der Tiere ist entscheidend. Ist Dein alter Kater eher ein ruhiger, schüchterner Gefährte, sollte der Neuankömmling nicht unbedingt dominant und sehr verspielt sein. Am besten ist es, Du lernst den potenziellen neuen Mitbewohner ein wenig kennen. Im Tierheim oder beim Züchter kannst Du Fragen zum Vierbeiner stellen und ihn so ein wenig besser einschätzen. Denn Katzen sind, wie wir Menschen eben auch, verschieden. Im besten Fall akzeptiert Deine „alte“ Katze den Neuankömmling sehr schnell, manchmal ist ein wenig mehr Arbeit bei der Zusammenführung nötig.

Und ja, manchmal, wenn auch nur selten, gibt es sogar aussichtslose Fälle, bei denen sich die beiden Katzen absolut nicht riechen und wohl niemals Freunde werden können. Es ist zwar sehr selten, dass eine Vergesellschaftung unter Katzen fehlschlägt, aber es passiert. Wenn es dauerhaft zu heftigen Kämpfen kommt, eine Katze von der anderen ständig gejagt und angegriffen wird, kann der einzige Ausweg sein, die beiden zu trennen und für eine der beiden Miezen ein neues Zuhause zu finden.

Damit es aber gar nicht so weit kommt, zeigen wir Dir hier, was Du für eine harmonische Zusammenführung von Katzen tun kannst!

Wie so oft sind Zeit und Geduld entscheidende Faktoren für den Erfolg. Überstürze eine Zusammenführung nicht, Vorbereitung ist die halbe Miete! Deine Katze sieht Deine Wohnung als ihr Revier und ihren persönlichen Rückzugsort an – da kannst Du nicht einfach schlagartig einen „Eindringling“ mitbringen! Wenn eine neue Katze ins Haus einzieht und diese womöglich sofort überall frei herumlaufen und erkunden darf, betrachtet die Erstkatze das womöglich als Einbruch in ihr Revier.

Macht es sich der Neuankömmling dann vielleicht auch noch auf einem Lieblingsplatz bequem? Oh weh – vielleicht will die „alte“ Katze ihren Platz in diesem Fall sogar verteidigen. Die neue Zweitkatze hingegen spürt diese Spannung ebenfalls, schließlich befindet sie sich in einer neuen und unbekannten Umgebung mit unzähligen neuen Eindrücken. Für beide Katzen ist diese Situation der pure Stress.

Besser ist es, die beiden zukünftigen Mitbewohner behutsam und Schritt für Schritt aneinander zu gewöhnen. Bereite am besten einen eigenen Raum für die neuankommende Katze vor, mit neuem Spielzeug, Kratzmöglichkeit und Co. Der Geruch der alten Katze sollte im besten Fall nirgendwo anhaften. Außerdem benötigen alle Katzen des Hauses ihr eigenes Katzenklo, eigene Schlafplätze und Näpfe. Wie Du Deinen Katzen individuelle Näpfe verschönern kannst, dafür haben wir hier einen Tipp für Dich!

Beim ersten Kontakt zwischen Deinen Katzen ist wieder Vorsicht gefragt. Am besten laufen die ersten Stunden oder sogar Tage ohne direkten Katzenkörperkontakt ab. Sie dürfen sich aber sehr gerne beschnuppern und hören. Sitzen irgendwann beide erwartungsvoll an ihrer Seite der Tür, dann öffne die Tür einen Spalt breit, sodass sich vielleicht sogar die Pfoten berühren dürfen. Achte darauf, dass sich beide Fellnasen immer in Sicherheit fühlen und ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Sie müssen sich zu jeder Zeit zurückziehen dürfen. Niemals solltest Du Deine beiden Katzen einfach zusammen in einen Raum sperren und sie eine neue Rangordnung auskämpfen lassen. Vorsichtiges Kennenlernen über den Geruch und die neuen Geräusche reichen für den Anfang völlig aus.

Behalte dabei immer auch die Körpersprache Deiner Katzen im Blick. Eine Katze faucht plötzlich die andere Katze an? Wird sehr heftig gefaucht oder geknurrt, vielleicht sogar mit aufgestelltem Nackenhaar, dann bleibt es erst einmal bei dem vorsichtigen Beschnuppern durch den Türspalt. Sind beide Katzen jedoch freundlich und neugierig, dann steht dem nächsten Schritt nichts im Wege. Es ist wichtig, dass Du vor allem Deiner Erstkatze genug Aufmerksamkeit schenkst. Sie ist der Chef und Eifersucht auf die neue Mitbewohner-Katze sollte absolut nicht aufkommen.

1. Die richtigen Vorbereitungenn

Bereite alles für den Neuankömmling vor. Ein zusätzliches Katzenklo, eigene Näpfe und ein Schlafplatz sind das Mindeste, im besten Fall hat die neue Katze sogar ein eigenes Zimmer zum Ankommen in dem sie die ersten Tage oder Wochen verbringen kann.

2. Füttern an der Tür

Wenn es für Dich möglich ist, solltest du die beiden Katzen die ersten Tage nicht aufeinandertreffen lassen. Füttere Deine beiden Tiger stattdessen zur selben Zeit auf den unterschiedlichen Seiten derselben Tür. So assoziieren die Fellnasen den Geruch des jeweils anderen mit etwas Positivem: dem Futter.

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3. Erste Annäherungen 

Am besten beschnuppern sich die Fellnasen erst einmal vorsichtig durch einen Türspalt hindurch oder Du besorgst eine Gittertür, die Du in den Türrahmen klemmen kannst. Mit dem nun möglichen, aber sicheren Blickkontakt kannst Du Deine Tiger wieder füttern, um auch bei Sichtkontakt eine positive Assoziation herzustellen. Wenn es Dir möglich ist, wiederhole dieses Vorgehen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen.

4. Raum-Tausch

Bevor Du die beiden Katzen zusammentreffen lässt, kannst Du Deine „alte“ Katze auch einmal den Raum des Neuankömmlings erkunden lassen und umgekehrt. So lernen sich beide noch viel besser riechen und werden sich immer vertrauter.

5. Die erste der gemeinsamen Zeit 

Sind beide Katzen freundlich und neugierig auf den jeweils anderen, steht schließlich einem ersten Aufeinandertreffen ohne Tür nichts im Wege. Lass die Katzen dabei aber nicht einfach ohne Ablenkung. Hole verschiedenes Spielzeug – vielleicht sogar selbstgebasteltes Katzenspielzeug – und Leckerchen heraus und beschäftige jede Katze mit einem eigenen Spielzeug. Am besten hast Du hierbei Hilfe von einem Freund oder Familienmitglied.

Durch das Spielen sind die Katzen nicht zu sehr aufeinander fokussiert und das Zusammensein wird dank der spannenden Ablenkung im besten Fall zur Nebensächlichkeit. Achte hier aber unbedingt darauf, keine der beiden Katzen zu bevorzugen – und solltest Du doch eine bevorzugen, dann Dein altes Kätzchen. Außerdem ist es hilfreich, wenn die Katzen-Treffen nach der Fütterungszeit stattfinden: Mit vollem Magen streitet es sich ungern.

6. Erholungspausen

Nach solchen Gemeinschaftszeiten ist es sinnvoll, beiden Katzen regelmäßig Erholungspausen voneinander zu geben. Nicht nur, wenn es Streit gibt, sondern auch, um die neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Wenn die ersten Annäherungsversuche positiv verlaufen, können die gemeinsamen Stunden in den nächsten Tagen ausgeweitet werden.

Generell sollten die beiden Stubentiger eine möglichst gute Zeit haben, wenn sie zusammen sind. Da darf es auch mal das ein oder andere Leckerli zusätzlich sein. Bei schwierigen Fällen können auch spezielle Pheromon-Duftstecker zu einer guten Stimmung beitragen. Später können auch die Mahlzeiten gemeinsam gefüttert werden. Vergiss auch hier nicht, immer auf die Signale Deiner Katzen zu achten. Trenne sie konsequent, falls es doch wieder zu Streitigkeiten kommt.

Gib beiden Katzen Zeit, die Rangordnung neu festzulegen. Selbst Katzen, die sich später gut leiden können, brauchen erst ein bisschen Zeit, um die neue Rangfolge zu definieren. Sofern es keine ernsthaften Verletzungen gibt, ist auch ein bisschen Kabbelei und Fauchen in Ordnung.

Überfalle Deine Katze nicht spontan mit einer neuen Mieze im Haus, sondern bereite die Ankunft gründlich vor. Achte bereits bei der Auswahl des neuen felligen Mitbewohners darauf, dass sowohl das Alter als auch der Charakter gut in den bestehenden Katzenhaushalt passt. Während der Zusammenführung musst Du Deine beiden Fellnasen aufmerksam beobachten und ihnen viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen geben. Mit Geduld, Rückzugsmöglichkeiten und regelmäßigen Pausen voneinander steht einer erfolgreichen Katzen-Zusammenführung nichts im Wege!