geschrieben von Alexandra Popp

DIY: Katzen-Kletterwand ganz einfach selber bauen

 

Deine Samtpfote hat Langeweile? Dagegen solltest Du etwas tun, wenn Du nicht möchtest, dass sie diese an Deinen Möbeln und anderen Gegenständen auslässt. Vor allem Wohnungskatzen brauchen genug Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, um ausgeglichen zu sein und gesund zu bleiben. Eine tolle Möglichkeit Samtpfoten zu beschäftigen ist eine Kletterwand. Denn an dieser können sie sich austoben und zugleich zurückziehen. Wir zeigen Dir, wie Du ganz einfach eine Katzen-Kletterwand selber bauen kannst. Viel Spaß mit unserem DIY!

Eine Katzen-Kletterwand besteht normalerweise aus verschiedenen Teilen wie Leitern, Hängebrücken, Kratzbäumen und Schlafplätzen. Dadurch bietet sie der Samtpfote verschiedene Bereich zum Toben und Ausruhen, was Abwechlsung im Katzenalltag bedeutet und besonders Stubentiger begeistert. Wenn Du für Deine Katze eine Kletterwand selber bauen möchtest, kannst du die verschiedenen Teile auswählen und entsprechend der Vorlieben Deiner Fellnase gestalten. So entsteht ein individuelle Spiel- und Schlafparadies für Deinen vierbeinigen Liebling, den Du noch dazu perfekt an Deine Räumlichkeiten und Einrichtung anpassen kannst.

Vorteile einer Katzen-Kletterwand:

  • Aussichtspunkte in unterschiedlichen Höhen, Möglichkeiten zum Klettern und Rückzugsorte – das alles lieben Katzen
  • sinnvolle Beschäftigung, weil artgerecht und abwechslungsreich
  • fördert Motorik, Balance und Muskelaufbau
  • Bewegung schützt vor Übergewicht – vor allem bei Wohnungskatzen wichtig

Für eine Katzen-Kletterwand gibt es nicht nur eine Form. Du kannst die verschiedenen Elemente nach Belieben aussuchen und miteinander kombinieren, um den vorhandenen Platz am zukünftigen Standort der DIY-Katzen-Kletterwand optimal zu nutzen.

Einige Ideen für die verschiedenen Elemente:

  • Aussichtsplätze, Liegemulden, Hängematten und Höhlen
  • Spielecken (Affenfaust oder Glöckchen aufhängen)
  • Catwalk
  • Rampen
  • Teppich aus Sisal, als Kratzmatte oder zum Hochklettern
  • Weitere Kratzmöglichkeiten, wie z. B. ein Kratzbaum
  • Intelligenzspiele oder Fummelbretter
  • Stufen, um in die Höhe zu gelangen

All das sorgt für einen interaktiven Parcours, den Deine Katze lieben wird!

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Expertentipp:

Natürlich ist die Kletterwand in erster Linie für Deine Katze gedacht. Du wirst diese aber höchstwahrscheinlich an einer freien Wand im Wohnbereich anbringen. Daher ist es auch wichtig, dass sie schön aussieht. Mit ein bisschen Fantasie und Kreativität kannst Du verschiedene Elemente kombinieren und dafür sorgen, dass das Ergebnis auch zum optischen Highlight wird. Am besten Du wählst dafür Materialien, die gut zu Deinem Einrichtungsstil und zu Deinen Möbeln passen, wie beispielsweise Holz in Naturoptik, schwarz oder weiß lackiert.

Beschaffenheit, Platz, Höhe, Breite: Jede Wand ist anders. Deshalb ist hier ein bisschen Kreativität gefragt. Lieber höher oder lieber breiter? Oder beides? Willst Du eine der Zimmerecken integrieren? Plane am besten vorab eine Route, mit der Du festlegst, wo Deine Katze laufen, springen und klettern können soll. Wähle dementsprechend die Elemente und die dafür benötigten Materialien aus.

Materialien:

  • Holzbretter in verschiedenen Maßen für die Liegeflächen und Aussichtspunkte; Alternative: Bücherregale
  • Holzstäbe, Äste oder kleinere Holzbretter für die Stufen
  • Längeres Holzbrett für Rampen oder Catwalks
  • Kleine Kisten als Rückzugsort bzw. Höhle
  • Sisalseil (gerne in verschiedenen Stärken 6-10 mm)
  • Sisalteppich
  • Kratzpappe
  • Textilien oder Kissen


Zum Anbringen:

  • Stockschrauben, wahlweise auch Stuhlwinkel
  • Dübel, passend zur Stockschraube
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Tacker oder Krampen

Werkzeuge:

  • Bohrmaschine
  • Bohrer für Holz und Mauerwerk
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Schraubenschlüssel
  • Kleber, z. B: Heißklebepistole
  • Schere oder Cutter
  • Bleistift
  • Farbe, falls Du die Bretter anmalen möchtest (das solltest Du vor der Montage machen)
  • Pinsel
  • Staubsauger oder Besen

Wichtig:

Was Du alles benötigst, hängt vom Umfang der einzelnen Elemente und Deinen Gestaltungswünschen ab. Eine Katzen-Kletterwand kannst DU als DIY-Projekt sehr individuell bauen und auch auf die Anzahl Deiner Samtpfoten ausrichten. Leben bei Dir zwei oder mehr, solltest Du auch für jede Katze einen Schlafplatz einplanen. Schließlich kann es vorkommen, dass sich alle gleichzeitig zu einem Nickerchen in die Kletterwand zurückziehen möchten. Zudem lassen sich die verschiedenen Elemente wie Schlafboxen, Hängematten und Brücken aufwendiger gestalten. Boxen und Kletterröhren kannst Du mit Gucklöchern und Plexiglas noch individueller und spannender für Deine Katze anfertigen. Je größer Dein handwerkliches Geschick, desto kreativer kann Deine selbstgebaute Katzen-Kletterwand werden. Oder Du holst dir dafür einfach kompetente Hilfe.

Du weißt nun, wie Deine Route aussehen soll und welche Elemente Du in Deine Katzen-DIY-Kletterwand einbauen möchtest. Wenn Du alle nötigen Materialien beschafft hast, kann es losgehen:

  1. Messe die Wand aus und markiere die Stellen, wo Du Elemente anbringen möchtest. Nutze dafür eine Wasserwaage, damit später auch alles gerade hängt.
  2. Ordne die grundlegenden Elemente an. Das sind Bretter, die als Liegefläche oder Aussichtspunkte dienen, und Äste als Stufen. Setze auf die Bretter eine Kiste, baue eine Höhle. Achte in dem Fall darauf, dass das Brett ausreichend stabil ist. Bei den Stufen sollte die Anordnung so sein, dass die Katze wenden und wieder herunterklettern kann. Anstelle von Ästen kannst Du dafür auch eine Katzentreppe verwenden.
  3. Bohre die Löcher für die Bretter und Äste vor und setze die Dübel in die Wand. Zum Aufhängen der Bretter und Äste kannst Du Stockschrauben verwenden, aber auch Stuhlwinkel oder ähnliches.
  4. Bohre Löcher in den Ästen und Brettern vor.

Wichtig:

Bei Ästen oder Stäben reicht ein Loch. Für die Bretter brauchst Du mindestens zwei Löcher. Wenn das Brett mehr als 20 cm Länge hat, solltest Du entsprechend mehr Löcher einplanen, damit es später auch stabil genug an der Wand hängt.

5. Umwickel die Äste mit Sisalseil ganz oder mittig. Das bietet der Samtpfote mehr Halt. Achte darauf, dass die Fläche breit genug ist und sie ausreichend Platz zum Festkrallen hat.

6. Fixiere das Sisalseil am Anfang und am Ende mit Krampen oder einem Tacker. Dazwischen kannst Du das Seil mit ein wenig Kleber befestigen, damit es nicht verrutscht.

7. Montiere Bretter und Äste nun an der Wand:

  • Für die Äste: Auf die Stockschrauben drehen, bis sie an der Wand fest sind.
  • Für die Bretter: Bretter auf die Stockschrauben stecken und vorsichtig mit einem Hammer an die Wand schlagen. Lege am besten ein Stück dicke Pappe, Holz oder ein dickeres Notizbuch auf das Holz, um es vor den Schlägen zu schützen oder verwende einen Gummihammer.

 

Feinschliff (optional):

8. Weitere Elemente, wie Rampen zwischen zwei Ebenen, Liegemulden oder Hängematten kannst Du nun einbauen.

9. Falls Du eine Höhle integriert hast, lege diese mit einer Decke aus. 

10. Auf den Brettern kannst Du ein Stück Sisalteppich mit doppelseitigem Klebeband befestigen. Das sorgt für Halt und Deine Katze kann dort Ihre Krallen gut abwetzen.

11. Bringe Spielzeug an, z. B. Affenfaust oder Glöckchen.

12. Integriere ein Kletterelement, indem Du einen Sisalteppich an der Wand aufhängst oder einen mit Sisalseil umwickelten Ast senkrecht anbringst.

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Hast Du die Katzen-Kletterwand selber gebaut, kannst Du diese anschließend kreativ gestalten. Dabei sind Deinen Ideen kaum Grenzen gesetzt. Alles, was Deiner Samtpfote Spaß machen könnte, darfst Du in Deine DIY-Katzen-Kletterwand integrieren.

Das kann zum Beispiel ein Töpfchen mit Katzengras sein, das Du mithilfe eines hängenden Blumentopfes einfach an einer passenden Stelle befestigen kannst. Dieser kann Deine Katze zudem wunderbar motivieren, sich das neue Spiel- und Schlafparadies näher anzuschauen.

Das Gleiche gilt für andere Spielsachen, die Du an Brettern und anderen Elementen befestigen kannst. Bewegen sie sich, sind sie für die Samtpfote besonders interessant.

Eine besondere Idee ist, ein Fummelbrett für Katzen selber zu machen und an der Kletterwand zu befestigen. Dort hinein kannst Du Leckerlis geben und Deine Fellnase damit anlocken. Auch Trockenfutter kannst Du sehr gut in den Ecken und Winkeln der Kletterwand verstecken, um Deine Katzen immer mal wieder zu beschäftigen.
Generell eignet sich Futter sehr gut, damit sich Deine Fellnase schneller mit der fertigen DIY-Kletterwand anfreundet.

Bist Du auf dem Geschmack gekommen und möchtest neben der DIY-Kletterwand noch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Deine Katze selber bauen? Mit etwas handwerklichem Geschick und der passenden Anleitung gestaltest Du diese ganz leicht. Versuche Dich beispielsweise am Bau eines DIY-Kratzbaums, den du in die Kletterwand integrieren könntest, oder einer tollen Spiel- oder Schlafmöglichkeit aus unserem DIY-E-Book für Katzen.

Eine Katzen-DIY-Kletterwand sorgt für Spiel und Bewegung und bietet einen Rückzugsort. All das ist vor allem für Wohnungskatzen ein wichtiger Ausgleich. Mit einfachen Materialien und ein bisschen handwerklichem Geschick kannst Du die Katzen-Kletterwand selber machen. Falls Du in Deinen vier Wänden nicht genug Platz haben solltest, kannst Du auch einen Kratzbaum selber bauen. Dieser bietet Deine Katze ebenfalls verschiedene Möglichkeiten zum Klettern, Liegen und Aussichtgenießen.

Unser besonderer Tipp für kleine Wohnungen mit Balkon: Du kannst auch für draußen Klettermöbel für Katzen selber bauen. Lasse Deinen Ideen freien Lauf – wir wünschen viel Spaß bei Deinem DIY-Projekt für Deine Samtpfote.