geschrieben von Rafael Rybandt

Vegane Ernährung: So versorgst Du Deinen Hund optimal

 

Du fragst Dich, ob Du Deinen Hund vegan ernähren kannst oder ob vegane Ernährung nicht eher an Tierquälerei grenzt, da der Hund doch ursprünglich ein Fleischfresser war. Du willst wissen, ob Du auch mit veganer Hundeernährung eine optimale Nährstoffversorgung für Deinen geliebten Vierbeiner gewährleisten kannst und was Du dafür beachten musst? Wir klären Dich auf über alle Fragen rund um vegane Ernährung für große und kleine Hunde.

Eine vegane Ernährung für Hunde ist ein Thema, das immer mehr Interesse weckt. Vor allem bei Besitzer, die Wert auf Umweltschutz und Tierwohl legen. Es zeigt sich, dass Hunde pflanzliche Nahrung gut verdauen können und Studien positive Effekte auf die Gesundheit nahelegen. Trotzdem ist es wichtig um Mangelerscheinungen zu vermeiden, auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu achten, da bei veganer Ernährung bestimmte Vitamine und Mineralstoffe fehlen können. Bei Welpen und Junghunden wird von einer veganen Ernährung abgeraten. Bei Futtermittelallergien kann veganes Futter hilfreich sein. Es ist jedoch notwendig, die Ernährungsumstellung unter fachkundiger Anleitung durchzuführen und den Gesundheitszustand des Hundes regelmäßig zu überprüfen.

Der Hund hat sich im Laufe der Jahrhunderte vom Stammvater Wolf entfernt und zeigt sich durchaus in der Lage pflanzliche Nahrung oder Teile von Pflanzen gut zu verwerten, da er dazu die passenden Enzyme besitzt. Hunde können als Allesfresser auch hauptsächlich vegan leben. Allerdings gibt es dazu noch keine Langzeitstudien, sodass nicht eindeutig klar ist, wie eine ausschließlich vegane Ernährung für die Vierbeiner aussehen kann. Grundsätzlich kann es viele Vorteile haben, wenn Du Deinen Hund vegan ernährst. Nicht nur für seine Gesundheit, sondern auch für die Umwelt, denn vegane oder zumindest vegetarische Ernährung sorgt dafür, dass Du und Dein Hund zum Klimaschutz beitragen. Wie das funktionieren kann und weitere Informationen, erfährst Du in diesem Beitrag. 

Vegane Hundeernährung ist ein wachsender Trend für Tierbesitzer, die Wert auf Umweltschutz und Tierwohl legen. Eine vegane Ernährung bei Hunden ist möglich, wenn diese richtig umgesetzt wird. Wichtig ist eine ausgewogene Nährstoffzufuhr. Vitamine und Mineralstoffe, die nicht in Pflanzen vorkommen, müssen ergänzt werden. Für junge Hunde ist eine vegane Ernährung nicht geeignet, da ihr Nährstoffbedarf besonders hoch ist. Bei Futtermittelallergien kann veganes Hundefutter vorteilhaft sein. Die vegane Hundeernährung erfordert sorgfältige Planung und regelmäßige Gesundheitschecks. Eine Umstellung sollte schrittweise und unter Aufsicht eines Experten erfolgen. Vegetarisches Hundefutter kann als Zwischenlösung dienen, bis ein vollständig veganes Produkt auf dem Markt verfügbar ist.

Eine vegane Ernährung für Deinen Hund, ganz ohne Fleisch – geht das? Laut dem Ergebnis einer Studie der internationalen Fachzeitschrift PLOS ONEveganes versus fleischbasiertes Hundefutter“ zeigt sich, dass vegane Hundeernährung möglich ist und positive Auswirkungen haben kann – und das nicht nur aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes. Die Tiere aus der Studie, die vegan oder vegetarisch ernährt wurden, waren gesund und hatten eine hohe Lebenserwartung.

Jedoch gibt es bisher keine Langzeitstudien, welche eine vegane Hundeernährung als optimal beweisen können. Stattdessen können bei dieser Ernährungsweise Nährstofflücken auftreten, die durch vegane Nahrung nicht ausgeglichen werden können. Dafür gibt es bislang noch keine Lösungen bzw. Produkte.

In der genannten Studie zur veganen Ernährung wurden 2536 Besitzer von Hunden befragt, wie sie ihren Vierbeiner ernähren und welche gesundheitlichen Belastungen ihr Haustier hat.

  • 54 % ernährten ihren Hund konventionell mit Fleisch
  • 33 % mit rohem Fleisch
  • Nur 13 % vegan

Tatsächlich zeigten die Hunde, die mit rohem Fleisch ernährt wurden, weniger Krankheitssymptome als jene, die mit verarbeitetem Fleisch gefüttert wurden. Am wenigsten gesundheitliche Beschwerden wiesen jedoch die Hunde auf, die vegan ernährt wurden.

Etliche Hundehalter, die ihre Vierbeiner vegan ernähren, berichten von einer besseren Gesundheit. Darüber hinaus tragen Herrchen und Frauchen, die auf veganes oder vegetarisches Hundefutter für ihren Hund umsteigen, auch zur Klimaentlastung bei. Wir zeigen Dir hier, was die wichtigsten Vor- und Nachteile veganer Ernährung für Deinen Hund sind:

Vorteile veganer Ernährung für Deinen Hund

  • Trotz einem auf vorwiegend tierischen Bestandteilen ausgelegten Darm kann Dein Hund problemlos stärkehaltige Nahrung verdauen, was ihn etwa von seinem Vorgänger, dem Wolf, unterscheidet.
  • Wer seinen Hund mit Fleisch ernährt, sollte auf Qualitätsprodukte setzen und vor allem auf die Herkunft der Inhaltsstoffe achten. 
  • Hunde, die vegan ernährt wurden, zeigten in der oben genannten Studie weniger Gesundheitsprobleme. Dabei spielt auch eine Rolle, dass es vermehrt Vierbeiner gibt, die unter Unverträglichkeiten gegenüber typischen tierischen Proteinquellen leiden. Die meisten vegan oder vegetarisch ernährten Hunde zeigten keine bis wenig Verdauungsprobleme und auch Schilddrüsenprobleme traten seltener auf. Fälle von Krebs oder Übergewicht gab es ebenfalls weniger. Das sind grundsätzlich gute Nachrichten. Du solltest dabei jedoch beachten, dass es nicht um Langzeitstudien handelt. Nur diese können wirklich zeigen, wie sich eine vegane Ernährung von Hunden auf Dauer auswirkt.
  • Der ökologische Fußabdruck ist bei vegan ernährten Hunden viel geringer. Bereits in unserem Ratgeber über vegetarisches Hundefutter haben wir das Beispiel angeführt, wie viel mehr Wasser für die Produktion von Rindfleisch (15.000 L) im Vergleich zu Kartoffeln (130 L) bei gleicher Menge verbraucht wird. 51 % der Treibhausgase entstehen durch die Produktion von tierischen Produkten. Wenn Du bei Deinem Hund also auf vegane oder vegetarische Kost umsteigst, verringerst Du Euren ökologischen Fußabdruck enorm. Außerdem können Pflanzen viel nachhaltiger produziert werden.
  • Zu guter Letzt kannst Du etwas gegen die Bedingungen der Tiere aus konventioneller Haltung tun, wenn Du Dich und Deinen Hund vegan ernährst. Gut zu wissen: Schweine, Rinder und Geflügel werden normalerweise nicht allein für die Hundefutterproduktion geschlachtet. Stattdessen werden dafür Teile verwendet, die nicht im Supermarkt oder beim Metzger verkauft werden, weil man sie bei uns nicht (mehr) isst.

Nachteile veganer Ernährung für Deinen Hund

  • Die wichtigen Vitamine E und B12 sowie wertvolle Mineralstoffe wie Jod, Eisen, Phosphor und Kalzium finden sich überwiegend im rohen Fleisch. Bei rein veganer Ernährung kann hier ein Nährstoffmangel beim Hund entstehen, wenn diese dem Futter nicht als Zusatzstoff zugefügt werden.
  • Dementsprechend musst Du Dich mithilfe fachlich fundierter Quellen informieren und viel Wissen aneignen, um Deinen Hund mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
  • Bereitest Du die vegane Kost selbst zu, hast Du natürlich einen höheren Mehraufwand bei der Zubereitung und Besorgung. Des Weiteren musst Du genau darauf achten, ob Dein Hund mit Nährstoffen in optimalen Mengen versorgt ist. Ansonsten kann es zu einer Fehlversorgung kommen.
  • Pflanzliche Proteinquellen wie beispielsweise Leguminosen besitzen häufig antinutritive Inhaltsstoffe. Diese sind schwerer verdaulich und können zu Problemen des Magen-Darm-Trakts führen.

 

Ich möchte meinen Hund vegan ernähren – wie kann ich das machen?

 

Wenn Du die vegane Kost selbst zubereitest, musst Du ein fachlich fundiertes Wissen darüber haben, welche Pflanzen welche unterschiedlichen Nährstoffe enthalten und, wie Du sie für Deinen Hund zubereiten solltest. Zudem solltest Du Dich hinsichtlich möglicher Beschränkungen auskennen, welche die optimale Menge betreffen. Suchst Du eine Alternative und möchtest Zeit einzusparen und daher auf Fertigfutter zurückgreifen, um Deinen Hund vegan zu ernähren? Dann solltest Du Dich gut informieren. Aktuell gibt es kein bedarfsgerechtes veganes Futter auf dem Markt.

Green Petfood bietet dazu ein vegetarisches Alleinfutter an, das alle wichtigen Nährstoffe enthält und zu 125 % klimaneutral produziert wird. Zum Einstieg kannst Du gerne unser Probierpaket VeggieDog bestellen.

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Unser Hundefutter ist noch nicht zu 100 % vegan. Das hat natürlich einen Grund:

Das Wohlergehen und die optimale Versorgung der Vierbeiner mit allen nötigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien ist unser höchstes Anliegen. Für das vegane Vitamin D2, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt, ob es bei der Erhitzung während der Futterherstellung und über die Dauer der Lagerung stabil genug ist, um den Bedarf des Hundes bei veganer Ernährung auch nach längerer Zeit noch zu decken.

Zur Sicherheit der vollwertigen Versorgung der Fellnasen, haben wir uns deshalb für den Kompromiss entschieden, Vitamin D3 einzusetzen, das mit einem Gehalt von 0,03 mg / kg Futter enthalten ist. Dieses Vitamin D3 wird aus einem tierischen Fett, z. B. einem Wollfettmolekül, in einem technischen Prozess synthetisch gewonnen. Schafe, von denen das Wollfett stammt, werden dazu geschoren.

Wir sind natürlich auch in Zukunft sehr bestrebt, den Einsatz einer veganen Alternative immer wieder zu prüfen, unter der Voraussetzung, dass die ernährungsphysiologische Sicherheit dies zulässt. Bisher ist uns und auch Kollegen aber keine pflanzliche Vitamin-D3-Quelle bekannt, die für den Petfood-Bereich zertifiziert und in großen Mengen verfügbar ist.

 

Vegane Ernährung von Hunden – auf was muss man achten?

Fleisch ist für eine optimale Hundeernährung nicht unbedingt notwendig. Dies beweist die Studienlage zur vegetarischen Hundeernährung. Wichtig ist nur, dass Dein Hund alle wichtigen Nährstoffe erhält, wenn Du ihn vorwiegend vegan ernährst. Dazu zählen vor allem die essenziellen Aminosäuren. Sie finden sich in proteinreichen Lebensmitteln wie grünes Gemüse (Brokkoli und Spinat) sowie Hülsenfrüchten und Nüssen.

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Bezüglich der idealen Hundeernährung von Welpen ist noch nicht wissenschaftlich geklärt, ob eine vegane Ernährung wie beim Hund den Welpen mit allem versorgt, was er für ein gesundes Aufwachsen benötigt. Dementsprechend bietet Green Petfood kein Welpenfutter mit veganer oder vegetarischer Rezeptur an.

Hundewelpen besitzen einen hohen Nährstoffbedarf und sind auf schnell verfügbare Nährstoffe in hoher Qualität angewiesen. Dies trifft insbesondere auf Fleisch und tierische Proteinquellen wie z. B. Milchprodukte oder Eier zu. Bei einer rein veganen Rationsgestaltung könnte es zu Problemen hinsichtlich der Proteinqualität und Nährstoffversorgung kommen, da kein hoch verdauliches Milch- oder Eiprotein verwendet wird.

Darüber hinaus besitzen beispielsweise Leguminosen, die als pflanzliche Proteinquellen eingesetzt werden, häufig antinutritive Inhaltsstoffe. Diese sind schwerer verdaulich und damit für Junghunde nicht gut geeignet, da ihre Verdauung noch recht sensibel sein kann. Deshalb ist bei heranwachsenden Vierbeinern besondere Vorsicht anzuraten. Auch generell sind wissenschaftliche Studien zu den Auswirkungen einer veganen Ernährung auf sehr junge Hunde rar. Deshalb würden wir von einer veganen Ernährung für Welpen aktuell abraten.

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Nicht nur wir Menschen, sondern zunehmend auch unsere Haustiere leiden unter Allergien. Futtermittelallergien beim Hund sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Zu den häufigsten Allergenen zählen:

  • Schwein, Rind, Huhn und weitere Fleischsorten
  • Milch/Milchprodukte
  • Getreide
Hierbei kann vegane Ernährung Abhilfe schaffen und Deinen Hund wieder auf Vordermann bringen, denn es enthält keinerlei tierische Produkte. Unser zu 99,9 % veganes Tierfutter VeggieDog Grainfree ist zusätzlich getreidefrei und dementsprechend für besonders sensible Allergikerhunde geeignet.
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Auch wenn in einigen Köpfen heute immer noch Hunde und Fleisch untrennbar miteinander verbinden, besteht eine gesunde Hundeernährung längst nicht mehr nur aus tierischen Proteinen. Und dieser Wandel ist nicht der modernen Zeit geschuldet. Als die Vierbeiner vor vielen Jahren zu Haustieren wurden, nahmen sie alles in ihre Ernährung auf, was sie von den Menschen bekommen haben. Fleisch gab es nicht täglich. Dafür kam auf den Tisch, was die Felder und der eigene Gemüsegarten hergaben – also Kartoffeln, Gemüse und Obst. Hunde wurden somit schon in ältester Vergangenheit zu Allesfressern. Natürlich sind Proteine wichtig für ihre Gesundheit. Aber diese müssen eben nicht zwangsläufig aus tierischen Quellen stammen, sondern können auch pflanzlicher Herkunft sein.

Damit kann Dein vierbeiniger Freund wie Du Vegetarier bzw. Veganer werden. Ernährst Du Dich selbst vegan, ist das für Dich sicherlich eine wunderbare Nachricht. Denn so kannst Du Deine Ernährung mit Deiner Fellnase teilen. Wir von Green Petfood unterstützen Euch dabei mit passenden Produkten in hochwertiger Qualität. Nachhaltiges Hundefutter ist für unsere Herstellung das wichtigste Anliegen. Wir setzen auf innovative Wege, um Hunde mit Futtermitteln zu versorgen, die auch gut für unseren Planeten sind.

Darüber hinaus geben wir Dir Tipps rund um ein nachhaltiges Leben mit Deinem vierbeinigen Freund wie beispielsweise mit unserem Saisonkalender für Obst und Gemüse. Dort findest Du Ideen und Rezepte, wie Du Dich und Deinen Hund vegan und nachhaltig ernähren kannst.

 

Kann ein Hund komplett vegan ernährt werden?

Ja, Hunde können vegan ernährt werden. Aktuell gibt es allerdings kein bedarfsgerechtes veganes Futter auf dem Markt, sodass du die vegane Kost selbst zubereiten musst. Hier ist fachlich fundiertes Wissen bei der Zubereitung unbedingt erforderlich damit keine Nährstofflücken auftreten.

Welche Nährstoffe sind bei veganer Hundeernährung besonders zu beachten?

Besonders zu beachten sind die Vitamine E und B12 sowie Mineralstoffe wie Jod, Eisen, Phosphor und Kalzium, die in Fleisch vorkommen und bei veganer Ernährung ergänzt werden müssen.

Gibt es veganes Alleinfutter für Hunde?

Nein, komplett veganes Hundefutter gibt es noch nicht auf dem Hundefuttermarkt. Bisher ist keine pflanzliche Vitamin-D3-Quelle bekannt, die für den Petfood-Bereich zertifiziert ist. Eine Alternative ist vegetarisches Hundefutter.

Ist vegane Ernährung auch für Welpen geeignet?

Nein, bei Welpen und Junghunde wird von einer veganen Ernährung abgeraten. Es ist nicht wissenschaftlich geklärt ob bei dem hohen Nährstoffbedarf eines Welpen und Junghundes ein gesundes Aufwachsen aus reiner veganen Hundeernährung gewährleistet ist.

Muss ich beim Umstellen auf vegane Ernährung etwas beachten?

Bei der Umstellung auf vegane Ernährung sollte dies schrittweise erfolgen und Du solltest den Gesundheitszustand Deines Hundes engmaschig überwachen. Es empfiehlt sich, fachlichen Rat einzuholen.

Trägt vegane Ernährung meines Hundes zum Umweltschutz bei?

Ja, die vegane oder auch vegetarische Ernährung Deines Hundes kann den ökologischen Fußabdruck reduzieren und somit zum Umweltschutz beitragen.