geschrieben von Patricia Knecht

Tierisch giftig! Was Hunde nicht fressen dürfen

 

Liebe geht durch den Magen! Und mit dem besten Freund teilt man ja eigentlich alles. Es sei denn, es handelt sich um einen Hund. Dann solltest Du, zumindest wenn es um Lebensmittel geht, auf keinen Fall alles mit ihm teilen! Nein, auch nicht wenn er diesen unwiderstehlichen, absolut süßen, knuddeligen, herzerweichenden Hundeblick aufsetzt...


Denn es gibt einige Dinge, die der beste Freund des Menschen nicht fressen darf. Manche Lebensmittel sind für Hunde nämlich richtig giftig und können im schlimmsten Fall sogar tödlich sein! Was dürfen Hunde nicht fressen und welchen Snack solltest du nicht mit deinem vierbeinigen Freund teilen? Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema.

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Der süße Seelentröster macht Mensch glücklich – für Hunde ist Schokolade allerdings pures Gift! Schokolade enthält nämlich Theobromin. Und diesen Inhaltsstoff können Hunde nur sehr langsam abbauen. Ihr Stoffwechsel funktioniert gänzlich anders als der des Menschen. So dass bereits kleine Mengen Schokolade beim Hund toxisch wirken können. Je nach gefressener Menge und Kakaogehalt der Schokolade reichen die Symptome einer Schokoladen-Vergiftung beim Hund von einer leichten Magenverstimmung bis zu Anfällen mit tödlichen Folgen! Der Schweregrad der Vergiftung hängt nicht nur von der gefressenen Menge ab – auch der Kakaogehalt spielt eine Rolle.

Denn je höher der ist, desto toxischer ist die Wirkung für den Hund! Besonders Sorten wie Bitterschokolade, Zartbitterschokolade oder Kochschokolade sind gefährlich für Fellnasen, sie enthalten eine größere Menge Theobromin (Kakao) als zum Beispiel Milchschokolade oder weiße Schokolade. Deswegen solltest Du niemals eine angefangene Schokoladentafel herumliegen lassen oder Schokolade so aufbewahren, dass der Hund herankommt!

Schoko-Schock! Was tun bei einer Schokoladenvergiftung beim Hund?

Hat Dein Vierbeiner sich an der Schokolade vergriffen, ist unter Umständen Eile angesagt! Je nach Menge und Art der Schokolade kann es sich hier um einen lebensgefährlichen Notfall handeln! Zeigt der Vierbeiner Symptome wie Zittern, Erbrechen, Unruhe oder Atembeschwerden, fahr schnell mit ihm zum Tierarzt oder in die nächste Klinik.

Milchprodukte sind nicht giftig für Hunde. Dennoch kann ihr Verzehr Probleme machen, vor allem, wenn der Hund älter wird. Viele Hunde sind nämlich mit steigendem Alter von einer Laktoseintoleranz betroffen, da es ihnen an dem Enzym Laktase mangelt, welches dabei hilft, den Milchzucker (Lactose) zu verwerten. Und das führt dazu, dass der Hund auf Milchprodukte wie Mager- und Vollmilch, Quark und Joghurt mit Erbrechen oder Durchfall reagiert, denn diese Milchprodukte enthalten besonders viel Laktose. Für jüngere Hunde sind Milchprodukte in Maßen erlaubt – beobachte aber ganz genau, ob der Vierbeiner sie verträgt, denn manche Hunde werden auch schon mit einer Laktoseunverträglichkeit geboren. Die meisten Käsesorten enthalten, im Gegensatz zu anderen Milchprodukten, relativ wenig Laktose und werden von Hunden, in kleinen Mengen, in der Regel daher gut vertragen.
Obst kann den Speiseplan des Allesfressers Hund bereichern – es enthält Vitamine, Mineralstoffe sowie wichtige Ballaststoffe und eignet sich daher hervorragend als gesunder Snack zwischendurch. Am besten wird Obst püriert vertragen. Kerne und Steine sollten natürlich vor dem Verzehr entfernt werden. Auch solltest Du darauf achten, dass das Obst nicht zu viel Säure enthält. Zitrusfrüchte sind beispielsweise ungeeignet für Hunde. Besser sind:
 
  • Aprikosen (ohne Kern!)
  • Äpfel (nur reif und ohne Kerne!)
  • Bananen
  • Birnen (reif und ohne Kerne!)
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Johannisbeeren
  • Kirschen (ohne Steine!)
  • Nektarinen (ohne Stein!)
  • Papaya
  • Pfirsich (ohne Stein!)
  • Wassermelone (kleine Mengen! Ohne Kerne!)

All you can eat? Kein Obst in rauen Mengen füttern!

Die genannten Obstsorten sind für Hunde unbedenklich. Allerdings solltest Du sie nicht in großen Mengen verfüttern. Als kleiner Snack zwischendurch kann Obst den Speiseplan der Fellnasen aber bereichern und sorgt für eine Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralien.
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Auch Gemüse ist grundsätzlich nicht tabu für deinen Vierbeiner. Von diesen Veggies darf der Hund zwischendurch snacken:
 
  • Blattsalate
  • Broccoli (gekocht und püriert in kleinen Mengen!)
  • Gurke
  • Kartoffeln (nur gekocht!)
  • Karotten
  • Kürbis
  • Sellerie
  • Spinat
  • Zucchini

Am besten Brei!

Obst und Gemüse werden von Hunden am besten gekocht und püriert vertragen. Grundsätzlich gilt: Alles, was der Mensch auch nicht roh essen würde, sollte auch das Tier nicht ungekocht serviert bekommen. Übrigens: Wenn Du dem Gemüse- oder Obstbrei eine Fettquelle hinzufügst (z.B. Sonnenblumenöl können die enthaltenen fettlöslichen Vitamine vom Körper des Hundes besser aufgenommen werden.

Gut fürs Tier, gut für die Umwelt – Kennst Du schon unseren Saisonkalender?

Saisonkalender

Hier kannst Du herausfinden, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat und gut für Deinen Hund sind. So kannst Du Deinen Vierbeiner guten Gewissens mit gesunden Snacks versorgen!

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Während einige Früchte und Gemüsesorten den Speiseplan des Vierbeiners bereichern, gibt es auch Obst und Gemüse, das für Hunde giftig ist.  Auch unter den Nüssen gibt es Kandidaten, von denen du deinen felligen Freund fernhalten solltest:
 
  • Zitrusfrüchte: die Säure kann Magen und Darm angreifen
  • Mandeln und Bittermandeln: enthalten schädliche Bitterstoffe und Blausäure
  • Avocados: haben zu viel Fett und können durch das enthaltene Persin zu einer irreparablen Herzmuskelstörung führen.
  • Pflaumen: Ob frisch oder getrocknet _ sie sind schwer verdaulich und können aufgrund ihrer stark abführenden Wirkung Durchfall auslösen
  • Tomaten und Paprika: Tabu in unreifem Zustand! Unreife  Nachtschattengewächse (Tomate und Paprika) enthaltene das Zellgift Solanin. Es ist auch in rohen Kartoffeln enthalten. Nachtschattengewächse sollten daher am besten nur reif und gekocht verfüttert werden!
  • Weintrauben/Rosinen: können zu schweren Nierenschädigungen führen
  • Knoblauch/Zwiebeln: Enthalten Allicin und Allinin und können Blutarmut hervorrufen, in großen Mengen tödlich!
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Dass Alkohol auch für Vierbeiner schädlich ist, versteht sich von selbst. Das im Alkohol enthaltene Ethanol kann, genau wie beim Menschen, zu Nieren- und Leberschädigungen führen.
Allerdings reicht bei den Fellnasen schon eine viel kleinere Menge, um gesundheitliche Schäden anzurichten! Bereits ein kleiner Schluck kann zu Brechreiz, Atemnot und sogar zum Tod führen. Auch rohes Schweinefleisch, zum Beispiel als Mett, ist für den Hund nicht geeignet. Das für Hunde tödliche Aujeszky-Virus kann nämlich in rohem Schweinefleisch enthalten sein. Ein Hund, der sich damit ansteckt, überlebt das in der Regel nicht! Vollständiges Durcherhitzen des Schweinefleischs - so dass keine roten Stellen mehr darin zu sehen sind! - macht dem Virus den Garaus.

Auch Deinen Kaffee oder Tee am Morgen solltest Du keinesfalls mit Deinem Tier teilen! Koffein wirkt beim Hund toxisch und kann zu Erbrechen, Herzrasen und Ruhelosigkeit führen. Koffein gehört nämlich, wie Theobromin (Schokolade), zu den Methylxanthinen, sodass die Symptome denen der Schokoladenvergiftung gleichen.

Bei Kräutern und Gewürzen ist die Dosierung entscheidend. Kleine Mengen können verdauungsfördernd wirken, große Mengen führen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Vergiftungen. Auch Salz ist eine kritische Angelegenheit. Natrium und Chlorid (Natriumchlorid = Kochsalz) sind die quantitativ wichtigsten Elektrolyte des Organismus. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss sollten vermieden werden. Eine Überversorgung durch Kochsalzgaben stellt für adulte, gesunde Hunde, mit ausreichend Zugang zu Trinkwasser, kein größeres Problem dar. Hunde mit chronischer Nierenerkrankung sollten bedarfsgerecht mit Natrium und Chlorid versorgt werden.

Bei Zucker hängt es von der Art des Zuckers und der Menge ab, wie er von Hunden vertragen wird: Süßigkeiten oder mit viel Zucker gesüßte Speisen machen Hunde dick und schaden den Zähnen. Glukose (Monosaccharid) ist in begrenzten Mengen für diätetische Zwecke geeignet. Rohrzucker (Saccharose - ein Disaccharid) und Milchzucker (Laktose) sollten nur in begrenzten Mengen angeboten werden.

Der Süßstoff Xylit, als Birkenzucker bekannt, ist dafür keine Alternative, im Gegenteil: Xylit ist ein Zuckeralkohol, der bei Hunden zu einer 6-mal höheren und raschen Insulinausschüttung, einer Reduktion der Glukoneogenese in der Leber und schließlich zu einem starken Abfall der Blutglukose führt. Er endet bei Hunden daher öfters in Krämpfen, Koordinationsproblemen und Leberschäden und sollte deswegen auf keinen Fall vom Hund gefressen werden.

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Der Hund ist über die Jahrtausende zum besten Freund des Menschen geworden – und von diesem ist er ernährungstechnisch abhängig. Deswegen ist es wichtig im Bilde darüber zu sein, mit welchen Lebensmitteln Du Deinem Hund schaden könntest und welche seinen Speiseplan bereichern. In Bezug auf den Stoffwechsel hat sich unser Vierbeiner den Menschen angepasst: Hunde sind über die Jahre zu Allesfressern geworden. Das bedeutet, dass sie auch wunderbar ohne Fleisch auf dem Speiseplan zurechtkommen und durchaus auch vegetarisch ernähr werden können.

Mehr zu der vegetarischen Hundeernährung erfährst Du in diesem ausführlichen Beitrag. Ob sich der Hundestoffwechsel im Laufe der Zeit allerdings auch noch an Kaffee und Schokolade anpassen wird, ist fraglich. Bis dahin gilt: Nichts rumliegen lassen, wachsam sein und vor allem: Nicht teilen, egal wie süß er fragt.

Von Reiswaffeln bis Chips. Was darf mein Hund fressen?

Wichtig: Obst und Gemüse sollte nur in reifem Zustand und ohne Stein oder Kerne verfüttert werden! Grüne Tomaten und rohe Kartoffeln sind wegen des enthaltenen Zellgiftes Solanin tabu für den Hund!

Darf mein Hund...

... Apfel essen?
... Wassermelone essen?
... Erdbeeren essen?
... Käse essen?
Laktosearme oder –freie Sorten in kleinen Mengen ✅
... Gurke essen?
... Paprika essen?
Kleine Menge rote Paprika, gekocht: ✅
roh oder grün: 
... Ananas essen?
... Tomaten essen?
Reif und ohne Pflanzenteile ✅
... Mais essen?
Gekocht ✅
... Himbeeren essen?
... Kiwi essen?
Relativ säurereich, aber reif und püriert: ✅
... Joghurt essen?
Ungezuckert und am besten laktosefrei: ✅
... Kartoffen essen?
Gekocht 
... Nüsse essen?
 
Achte darauf, dass keine verdorbenen Nüsse gefüttert werden! Aufgrund ihres hohen Fettgehaltes solltest Du auf eine entsprechende Lagerung achten!

 

 
Paranüsse: 
Haselnüsse: 
Reife Walnüsse: 
Pekanüsse: 
Pistazien: 
Kürbiskerne: 
Pinienkerne: 
Sonnenblumenkerne: 
Kokosnüsse: 
Mandeln :  Keine Bittermandeln! Sie enthalten Blausäure!
Cashewkerne: 
Muskatnuss: 
Schwarznuss: 
Unreife Walnuss: 
Macadamia-Nüsse: 
... Brokkoli essen?
Gedünstet:  (kann blähend wirken, zunächst mit kleinen Mengen testen!)
... Chips essen?
... Quark essen?
Laktosefrei:
... Brot essen?
Hartes Brot in kleinen Mengen: 
... Heidelbeeren essen?
... Trauben essen?
... Spargel essen?

 

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