Zahnwechsel beim Hund: So kannst Du Deinen vierbeinigen Freund unterstützen
Hunderatgeber Gesundheit
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Hast Du einen Welpen zu Hause und fragst Dich, wann er zahnt? Oder überlegst Du, Dir einen zu holen und möchtest Dich perfekt auf das neue Familienmitglied vorbereiten? Egal, aus welchem Grund Du Dich über den Zahnwechsel beim Hund informieren möchtest: Wir beantworten Dir alle wichtigen Fragen.
Wie wir Menschen haben auch Hunde einen Zahnwechsel. Zunächst kommen sie ohne Zähne auf die Welt. Anschließend schieben sich die Milchzähne durch das Zahnfleisch. Und nach einer Weile wechselt das Erwachsenengebiss sie aus. Das ist die normale Entwicklung.
Der Zahnwechsel beim Welpen erfolgt in der Regel etwa ab der 12. Lebenswoche. Wann genau der erste Zahn ausfällt, hängt unter anderem von der Hunderasse ab. Größere Hunde wie Schäferhunde verlieren ihren ersten Milchzahn meist früher als kleinere Rassen wie Chihuahuas.
Ein Hund hat nur einmal in seinem Leben einen Zahnwechsel. Sind alle Milchzähne ausgefallen, kommt das Erwachsenengebiss nach. Es ist wie bei uns Menschen ein bleibendes Gebiss und sollte so lange wie möglich halten.
Verliert Dein ausgewachsener Hund einen oder mehrere seiner Zähne, solltest Du die Ursache von einem Tierarzt abklären lassen. Gründe hierfür können unter anderem sein:
Ob ein Welpe seine Milchzähne verliert, lässt sich nicht immer sofort erkennen. Manchmal hat er keine Symptome beim Zahnwechsel und Dir wird es erst auffallen, wenn Du einen ausgefallenen Zahn zum Beispiel auf dem Teppich entdeckst.
Doch meistens ist es so, dass Du genau mitbekommst, dass Dein Welpe zahnt. Er zeigt dies über verschiedene Symptome.
Zahnwechsel beim Hund - diese Symptome sind möglich:
Ja, der Zahnwechsel kann zu Mundgeruch beim Hund führen. Die Ursachen sind kleine Blutungen im Zahnfleisch und Bakterien, die sich in der Maulhöhle, zum Beispiel auf Futterresten, ansammeln. Dadurch riecht der Atem oft metallisch oder leicht faulig. Das ist jedoch in der Regel harmlos und kein Grund zur Sorge. Nach Abschluss des Zahnwechsels verschwindet beim Hund der unangenehme Geruch aus dem Maul meist von selbst wieder. Regelmäßige Zahnpflege – zum Beispiel durch Kauknochen oder vorsichtiges Zähneputzen – hilft, schon im Welpenalter unangenehmem Mundgeruch vorzubeugen.
Die meisten der ausgefallenen Milchzähne Deines Welpen wirst Du vermutlich gar nicht finden. Denn viele Tiere verschlucken die kleinen Zähne einfach oder verlieren sie beim Spazierengehen oder Spielen. Umso schöner ist es, wenn Du doch mal einen erwischst. Eine tolle Erinnerung – ähnlich wie bei Babys!
Ähnlich wie bei uns Menschen können auch Welpen sehr unterschiedlich auf den Zahnwechsel reagieren – manche überstehen diese Phase fast unbemerkt, während andere deutliche Anzeichen von Unwohlsein zeigen. Typische Verhaltensweisen während dieser Zeit sind unter anderem:
Ein Milchzahn hat eine scharfe Spitze und eine schmale Wurzel. Zudem ist er kleiner als ein Erwachsenen-Zahn. Zu Beginn passt er noch perfekt ins Maul Deines Vierbeiners. Doch nach und nach wächst sein Kiefer und der Abstand zwischen den Milchzähnen wird immer größer. Wenn Du siehst, dass die Zähne zu klein für das Maul wirken, steht der Zahnwechsel bei Deinem Hund vor der Tür – oder ist schon in vollem Gange.
Bei den meisten Hunden orientiert sich der Zahnwechsel an einer bestimmten Reihenfolge. Welche Zähne sie zuerst verlieren, zeigt diese Liste:
Diese Reihenfolge gilt für beide Seiten von sowohl Ober- als auch Unterkiefer. Nach dem Zahnwechsel hat Dein Hund ein paar Zähne mehr als vorher. Denn das Milchgebiss besteht lediglich aus 28 Zähnen. Das bleibende Hundegebiss dagegen hat 42. Das sind zehn mehr als wir Menschen haben.
Im Laufe des 6. Lebensmonats sollte der Zahnwechsel beim Hund abgeschlossen sein. Die Dauer des gesamten Prozesses liegt bei etwa 3 bis 4 Monaten. Wenn bereits alle bleibenden Zähne da sind, aber Dein Vierbeiner noch Milchzähne hat, solltest Du mit ihm zu einem Tierarzt oder einer Tierärztin gehen und die Ursache dafür klären.
Die folgende Tabelle stellt den Zahnwechsel eines Hundes mit dem Alter zusammen dar:
Milchzahn fällt aus | Bleibender Zahn bricht durch |
|---|---|
3.–5. Monat: schrittweiser Ausfall der Milchschneidezähne | 3.–5. Monat: Durchbruch aller bleibenden Schneidezähne |
ca. 5.–6. Monat: Milcheckzähne fallen in dieser Zeit aus | 5.–7.: Monat Durchbruch der bleibenden Eckzähne |
5.–6. Monat: Milch-Prämolaren P2–P4 fallen aus | P1 (hat keinen Milchzahn-Vorläufer): 4.–5. Monat ; P2–P4 (ersetzen die Milch-Prämolaren): 5.–6. Monat |
– keine Milchmolaren mehr vorhanden | M1: 4.–5. Monat; M2: 5.–6. Monat; M3: 6.–7. Monat (brechen nacheinander durch) |
Die Milchzähne Deines Welpen beginnen dann auszufallen, wenn die bleibenden Zähne darunter voll ausgereift sind. Sobald das der Fall ist, fangen spezielle Zellen an, die Wurzel des Milchzahns abzubauen. Dadurch wird er immer lockerer, bis er sich schließlich ganz löst. Gleichzeitig wird die Wurzel des bleibenden Zahns länger. Dadurch drängt sie immer weiter nach draußen. Ganz genau wie bei uns.

Der Zahnwechsel vom Hund kann unter Umständen schmerzhaft sein. Denn nicht immer fällt der Milchzahn von allein heraus. Zudem können Begleiterscheinungen auftreten. Du solltest daher in dieser Zeit immer die Augen offenhalten und Deinen Welpen aufmerksam beobachten.
Zu den Begleiterscheinungen zählen unter anderem:
Es kann außerdem sein, dass Dein Welpe während des Zahnwechsels nicht frisst. Fütterst Du Trockenfutter, passiert das aus dem einfachen Grund, dass ihm das Kauen wehtut. In diesem Fall kannst Du das Trockenfutter mit etwas Wasser einweichen. Das erleichtert das Kauen. Oder Du wechselst auf Nassfutter. Beachte hierbei jedoch, dass Du das Futter schrittweise umstellst.
Schmerzen sind immer unangenehm. Solange die Milchzähne anstandslos ausfallen, ist dies aber kein Grund zur Sorge. Aufhorchen solltest Du, wenn es beim Zahnwechsel Deines Hundes eines dieser Probleme gibt:
In diesen Fällen solltest Du Dir wegen des Zahnwechsels Deines Hundes tiermedizinische Hilfe suchen. Denn fallen die Zähne nicht aus, wie sie sollen, kann dies zu Fehlstellungen im Hundegebiss führen.
Vor allem bei kleinen Rassen kommt es häufiger vor, dass der Zahnwechsel sich nicht komplikationslos oder nicht vollständig vollzieht. Die Folge sind persistierende, also verbleibende Milchzähne. Diese sollten schnellstmöglich von einem Tierarzt oder einer Tierärztin entfernt werden.
Du möchtest Deinen vierbeinigen Freund nicht nur beim Zahnen zuschauen, sondern ihn unterstützen? Das ist verständlich. Es tut schließlich selbst weh, wenn der Liebling Schmerzen hat.
Mit diesen Tipps kannst Du Deinem Welpen den Zahnwechsel erleichtern:

Während des Zahnwechsels wollen Welpen viel Kauen. Kauartikel sind daher unglaublich wichtig. Ob Rinderohren, ein Kong oder Kauknochen – für Welpen gibt es beim Zahnwechsel viel Auswahl. Bitte achte darauf, dass die Produkte für Welpen geeignet sind - andernfalls könnten sie zu groß sein. Auch Kausticks wie unsere Denties können beim Zahnen unterstützen. Achte bitte darauf, dass die Kauartikel für Deinen Welpen geeignet und nicht zu groß sind.
Damit Dein Hund lange etwas von seinen bleibenden Zähnen hat, solltest Du Dich auch nach dem Zahnwechsel um sein Gebiss kümmern. Futterreste zwischen den Zähnen können einerseits zu unangenehmem Mundgeruch führen. Andererseits erhöhen sie die Gefahr für Entzündungen des Zahnfleischs und andere Erkrankungen.
Putze daher ruhig regelmäßig die Zähne Deines Vierbeiners (mit Extra-Hundezahnpasta, nicht mit der für uns Menschen). Auch Kauknochen kannst Du nach dem Zahnwechsel Deinem Hund weiterhin geben. Dadurch kann sich weniger Plaque bilden und die auch Wahrscheinlichkeit kann sinken, dass eine professionelle Zahnreinigung nötig wird.
Ebenso hilfreich ist hochwertiges Trockenfutter für Hunde. Es kann den Zahnabrieb unterstützen und animiert Deinen Hund zum Kauen. Außerdem stärkt es sein Gebiss.
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Durch den Zahnwechsel muss jeder Welpe durch. Genau wie bei uns Menschen fallen die Milchzähne aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Dieser Vorgang kann für die Tiere schmerzhaft sein, läuft aber in der Regel problemlos ab.
Trotzdem solltest Du Deinen Hund während des Zahnwechsels im Auge behalten. Abgebrochene Zähne, nicht ausfallende Milchzähne und weitere Komplikationen können zu dauerhaften Problemen und Zahnfehlstellungen führen. Mit Spielzeug zum Kauen, eingeweichtem Futter und Zahnfleischmassagen kannst Du Deinen Liebling während des Zahnens unterstützen.
Der Zahnwechsel beginnt bei den meisten Hunden rund um die 12. Lebenswoche. Der Zeitpunkt kann je nach Rasse variieren.
Ja, Welpen haben 28 Milchzähne. Diese verlieren sie in ihren ersten Lebensmonaten, in der Regel ab dem 3. bis 4. Monat.
Der Zahnwechsel dauert etwa 3 bis 4 Monate und sollte bis zum 6. Lebensmonat abgeschlossen sein.
Ja, der Zahnwechsel kann für einige Hunde schmerzhaft sein. Achte auf Anzeichen wie vermehrtes Kauen oder Lustlosigkeit.
Du kannst Deinem Hund weiches Futter (z. B. Nassfutter oder eingeweichtes Trockenfutter) anbieten, das Zahnfleisch massieren und ihm Kauspielzeug zur Verfügung stellen.
Wenn Dein Hund nicht frisst, kann das Einweichen des Trockenfutters oder der Wechsel auf Nassfutter helfen. Stelle sicher, dass Du die Futterumstellung schrittweise vornimmst.
Probleme beim Zahnwechsel können sich durch nicht ausfallende Milchzähne, blutendes Zahnfleisch oder wackelnde bleibende Zähne äußern. In solchen Fällen solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen.
Regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Hundezahnpasta und das Anbieten von Kauknochen können helfen, das Gebiss Deines Hundes gesund zu halten.