geschrieben von Leonie Eisenträger

Auf den Zahn gefühlt – Wie wichtig ist Zahnpflege beim Hund?

 

Mit seinem Gebiss hat der Hund seinen praktischen Werkzeugkasten immer dabei: Es ist Zange, Messer, Schere, Gewichtsträger, Schredder, Hebel und Waffe in einem. Ein wahres Wunderwerk der Natur, welches den wilden Vorfahren des Hundes einst das Überleben als Raubtier sicherte.

Heutzutage geht es zwar selten ums Überleben, dennoch zählt der Hund nach wie vor auf seine Zähne: Beim Zerkleinern von Nahrung, Knabbern und Spielen baut der Vierbeiner auf sein wichtigstes Werkzeug. Genau wie bei uns ist Zahnpflege auch bei Hunden daher ein wichtiges Thema. Doch wie sieht die eigentlich genau aus? Ist Zähneputzen bei Hunden notwendig? Und welche Rolle spielt die Fütterung bei der Zahnpflege der Hunde? Diesen Themen wollen wir mit diesem Ratgeber mal genauer auf den Zahn fühlen.

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Natürlich nicht wortwörtlich – allerdings sind Zahnprobleme bei unseren Hunden weiter verbreitet, als die meisten Zweibeiner annehmen. Ohne Zahnpflege bildet sich nämlich Plaque auf den Beißerchen der Fellnasen. Und das wird dann schnell zur Plage. Die Folgen von nachlässiger Zahnpflege bei Hunden können sein:

  • Zahnstein
  • Zahnfleischentzündungen
  • Mundgeruch
  • Freiliegende Zahnwurzeln
  • Zahnausfall
  • Organerkrankungen durch Bakterien

Wer den krankmachenden Bakterien im Maul der Hunde die Zähne zeigen will, muss also ran. Am besten mit der Zahnbürste, denn die hat sich auch beim Hund als ideale Waffe im Kampf gegen Karies bewährt.

Tatsächlich ist das Bürsten des Gebisses von Vierbeinern genauso effektiv wie bei uns Menschen. Einem Hund die Zähne zu putzen entfernt wie bei uns den Zahnbelag und vermeidet Zahnstein, Parodontose und Karies. Dazu nimmst Du am besten eine spezielle Hundezahnbürste, oder als Alternative, ein Zahnputztuch, einen Fingerling oder eine Zahnbürste für Menschen mit ganz weichen Borsten.

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So geht’s: Richtig Zähneputzen beim Hund 

  1. Hundezahncreme auf den Finger geben und Hund probieren lassen
  2. Lefzen vorsichtig hochziehen und vom Zahnfleisch Richtung Zähne putzen
  3. Von den Eckzähnen bis zu den Backenzähnen der einen Seite putzen (nur außen!)
  4. Vorgang auf der anderen Seite wiederholen
  5. Schneidezähne vorsichtig putzen
  6. Hund knuddeln
 

Wie gewöhnt man seinen Hund ans Zähneputzen?

 

Tierärzte empfehlen, schon den Welpen daran zu gewöhnen, indem Du beispielsweise das Maul Deines Hundebabys leicht öffnest und vorsichtig das Zahnfleisch von außen massierst. So ist es ein Leichtes, Hunde später dann vom Putzen mit der Zahnbürste zu überzeugen. Gehe dabei in folgenden Schritten vor:

  1. Geschmackstest: Zeige Deinem Welpen oder ausgewachsenen Vierbeiner zunächst die Tube mit der Hundezahnpasta. Gib dann ein wenig der Zahnpasta auf Deinen Finger und lass Deine Fellnase daran schnüffeln und sie probieren.
  2. An Berührungen im Maul gewöhnen: Am nächsten Tag gibst Du erneut ein wenig der Zahnpasta auf Deinen Finger, ziehst mit der anderen Hand die Lefzen Deines Hundes sanft nach oben und streichst mit dem Zahnpasta-Finger vorsichtig über Zähne und Zahnfleisch Deiner Fellnase.
  3. Die Zahnbürste testen: Hat Dein Hund sich an die Zahnpasta und die Berührungen an den Zähnen gewöhnt, kannst Du nun versuchen, auf die Zahnbürste umzusteigen. Denn diese reinigt noch einmal deutlich besser als der Finger allein. Feuchte die weiche Zahnbürste zunächst ein wenig mit Wasser an und gib dann die Hundezahnpasta drauf. Ziehe wieder die Lefzen nach oben und beginne damit, die Zahnbürste sanft über Zähne und Zahnfleisch zu führen. Starte für den Anfang mit den Zähnen an der Seite.
  4. Das vollständige Gebiss reinigen: Lässt Dein Hund sich schließlich die Backenzähne putzen, kannst Du Dich auch an die Schneidezähne und die Innenseite der Zähne machen.

Ist Dein Hund nicht sofort von der Zahnreinigung begeistert, gib nicht auf! Auch Kinder sind selten sofort Feuer und Flamme, gewöhnen sich aber dennoch mit der Zeit daran, die Zähne geputzt zu bekommen. Lass Deinem Hund Zeit und gewöhne ihn nach und nach an die einzelnen Schritte. Deine Geduld lohnt sich, denn gesunde Hundezähne haben einige Vorteile: Dein Hund hat keine Schmerzen, Dein Hund riecht weniger aus dem Maul und Du sparst mitunter Tierarztkosten.

Vorsicht

Zahnpasta für den Zweibeiner gehört nicht ins Hundemaul: Die enthaltenen Bestandteile können schädlich für Deine Fellnase sein!

Ganz kurz und knapp: Ja, Du kannst Zahnpasta für Deinen Hund selber machen. Zwar kannst Du für die Zahnpflege Deiner Fellnase auch Hundezahnpasta in verschiedenen Geschmacksrichtungen einfach im Fachhandel kaufen, aber DIY ist doch immer am schönsten! Wir haben Dir hier ein Rezept mitgebracht, das super leicht nachgemacht ist:

Zutaten:

  • ca. 4 EL Bio-Kokosöl: antibakteriell und entzündungshemmend; sorgt für eine cremige Konsistenz
  • 2 EL Natron (möglichst feinkörnig): neutralisiert Säuren; bewirkt einen pH-Wert, der Karies das Leben schwer macht
  • 1 TL getrocknete Pfefferminze: antibakteriell; für frischen Atem

So geht's:

Gib das Natron und die Minze zusammen in eine Schüssel und füge nach und nach unter Rühren so lange das Kokosöl hinzu, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Zu flüssig sollte die Paste nicht werden – orientiere Dich einfach an der Konsistenz Deiner eigenen Zahnpasta.

Lagerung:

Die selbst gemachte Hundezahnpasta solltest Du im Kühlschrank in einem verschließbaren Behälter aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen. Möchtest Du Deiner Fellnase die Zähne putzen, hole die Zahnpasta etwa 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, damit sie weich wird.

Tipp

In den Geschmack der Hundezahnpasta kannst Du immer wieder Abwechslung reinbringen. Mische doch mal etwas Petersilie oder auch Hühnerbrühe in die Paste.

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Im Idealfall putzt Du die Zähne Deines Hundes täglich. Wenn Du es zwei- bis dreimal pro Woche schaffst, hast Du aber auch schon eine Menge für die Zahnpflege und damit Zahngesundheit Deiner Fellnase getan.

Vor allem gilt: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen!

Wenn Du dafür sorgst, dass die Zähne Deines Hundes tip top gepflegt sind, kannst Du dazu beitragen, dass Zahnprobleme gar nicht erst entstehen.

Spätestens bei folgenden Warnzeichen solltest Du aber genauer hinsehen:

  • Dein Hund wirkt niedergeschlagen?
  • Er verweigert das Futter oder frisst lustlos und mühselig?
  • Reibt sich die Schnauze?
  • Jault beim Fressen?
  • Hat Mundgeruch?

... dann ist es höchste Zeit für einen Zahn-Check! Ziehe hierfür am besten einen Tierarzt oder eine Tierärztin zurate.

 

Müffelalarm? Mundgeruch beim Hund kann ein Hinweis auf Zahnstein sein. Die Ablagerungen auf den Zähnen, auch als Plaque bekannt, sind bei Hunden weiter verbreitet als Karies. Zahnstein ist ein hervorragender Nährboden für Bakterien, die wiederum eine Zahnfleischentzündung und Parodontose verursachen können.

Neben dem regelmäßigen Putzen mit der Zahnbürste kannst Du auch mit der richtigen Fütterung Deines Hundes zur zu dessen Zahngesundheit beitragen. Trockenfutter sorgt für Abrieb beim Kauen (und verringert dadurch den Zahnbelag) und regt den Speichelfluss an. Beides kann dazu beitragen, Plaque vorzubeugen.

Das Trockenfutter sollte keinen Zucker enthalten, dieser ist in Bezug auf die Gesundheit von Hund und Hundegebiss nämlich von Nachteil.

Achte darauf, dass Deine Fellnase immer Zugriff auf frisches Trinkwasser hat. Auch Wasser trägt zur Zahngesundheit bei!

Zur Zahnpflege geeignet sind auch Kausticks und andere Snacks, auf denen Dein Hund möglichst lang herumkaut. Je länger Hunde kauen, desto höher der Abrieb und die Speichelproduktion – da haben krankmachende Bakterien und Ablagerung schlechte Karten!

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Zahnreinigung beim Hund?

Genau wie beim Menschen gibt es auch für Hunde professionelle Zahnreinigungen. Hat sich Plaque erstmal gebildet oder ist das Zahnfleisch entzündet, lohnt sich der Gang zum Tierarzt: Er kann eine professionelle Zahnreinigung durchführen und damit verhindern, dass sich er Zustand der Zähne des Vierbeiners weiter verschlechtert.

Auch als Prophylaxe bietet sich die professionelle Zahnreinigung beim Hund an. So kann krankmachender Belag gar nicht erst entstehen.

Im Handel ist das Angebot vielfältig: Zahnsteinkratzer zum Entfernen der schädlichen Beläge, Gels und Sprays zur Auflösung von Zahnstein beim Hund, Zahnpflegespielzeug für Hunde und sogar Anti-Zahnstein-Pulver. Die Meinungen über diese Zahnpflegemittel gehen auseinander – am besten probierst Du aus, was am besten zu Dir und Deinem Hund passt. Schließlich zeigen sich einige Vierbeiner wenig begeistert, wenn sie sich einer langwierigen Zahnstein-Kratz-Aktion durch Frauchen oder Herrchen unterziehen müssen, andere verschmähen Zahnpflegebälle, wieder andere sind vom Geschmack des Anti-Zahnstein-Pulvers nicht vollends überzeugt. Deswegen: ausprobieren, auswählen und aussortieren. Hauptsache saubere Zähne!

Backpulver & Zitrone

Von selbst angerührten Hausmitteln wie Backpulver mit Zitronensaft raten wir Dir ab: Backpulver schmeckt den meisten Hunden ohnehin eher schlecht als recht, außerdem kann es beim Verschlucken den Säurehaushalt im Verdauungstrakt stören. Genau so verhält es sich mit Zitrone.

Hüttenkäse

Hüttenkäse soll dagegen ein nützliches Hausmittel gegen Zahnstein beim Hund sein: Er neutralisiert die Bakterien im Maul der Hunde und reduziert dadurch die Entstehung von Zahnbelag. Verträgt Dein Hund Laktose nicht sonderlich gut, greife jedoch lieber auf ein anderes Mittel zurück.

Zum Glück ist Karies bei Hunden nicht so weit verbreitet, wie bei uns. Die Bildung von Zahnstein und das Füttern von gezuckerten Lebensmitteln kann jedoch auch beim Hund für fiese Löcher in den Zähnen sorgen, verursacht durch Karies. Wird Karies rechtzeitig erkannt, erfolgt eine Behandlung wie wir sie vom Zahnarzt für Zweibeiner kennen: Die Löcher werden behandelt und verschlossen, die krankmachenden Bakterien an einer Ausbreitung gehindert. Unbehandelt kann Karies zu Entzündungen führen, auf den Kiefer übergreifen und sogar die Organe schädigen. Deswegen solltest Du das Gebiss Deines Vierbeiners regelmäßig kontrollieren lassen und pflegen.

Nur echt mit 42 Zähnchen? Zumindest nur voll und ganz gesund, wenn die Beißerchen Deines Vierbeiners frei von Zahnstein und Karies sind. Schäden an Zähnen und Zahnfleisch können Deiner Fellnase nicht nur auf die Stimmung schlagen, weil ihr Werkzeugkasten nicht mehr voll einsatzbereit ist – unbehandelt können sie zum echten Gesundheits-Risiko werden. Mit regelmäßigemZähneputzen, Zahnpflegemitteln, einem gut ausgewogenem Trockenfutter und frischem Wasser zur freien Verfügung zeigst Du krankmachenden Keimen und Bakterien erfolgreich die Zähne.

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