Auf den Zahn gefühlt – Wie wichtig ist Zahnpflege beim Hund?
Hunderatgeber Gesundheit
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Viele Vierbeiner laufen auf dem Zahnfleisch. Natürlich nicht wortwörtlich – allerdings sind Zahnprobleme bei unseren Hunden weiter verbreitet, als die meisten Zweibeiner annehmen. Auch bei Hunden kann sich ohne Zahnpflege Plaque auf den Zähnen bilden. Und das wird dann schnell zur Plage. Die Folgen von nachlässiger Zahnpflege bei Hunden können sein:
Wer den krankmachenden Bakterien im Maul der Hunde die Zähne zeigen will, muss also ran. Am besten mit der Zahnbürste, denn die hat sich auch bei unseren vierbeinigen Freunden als ideale Waffe im Kampf gegen Karies bewährt.
Tatsächlich ist es genauso effektiv wie bei uns Menschen, einem Hund die Zähne zu putzen. Dadurch entfernt Frauchen oder Herrchen Zahnbelag und vermeidet Zahnstein, Parodontose und Karies. Dazu nimmst Du am besten eine spezielle Hundezahnbürste, am besten eine Zweikopfzahnbürste, oder als Alternative, ein Zahnputztuch, einen Fingerling oder eine Zahnbürste für Menschen mit ganz weichen Borsten.
Tierärzte empfehlen, schon den Welpen daran zu gewöhnen, indem Du beispielsweise das Maul Deines Hundebabys leicht öffnest und vorsichtig das Zahnfleisch von außen massierst. So ist es später ein Leichtes, die Hundezähne zu reinigen. Gehe dabei in folgenden Schritten vor:

Ist Dein Hund von der Zahnreinigung nicht sofort begeistert, gib nicht auf! Auch Kinder sind selten sofort Feuer und Flamme von Maßnahmen zur Zahnpflege, gewöhnen sich aber dennoch mit der Zeit daran. Lass Deinem Hund Zeit und gewöhne ihn nach und nach an die einzelnen Schritte. Deine Geduld lohnt sich, denn Zahnpflege beim Hund trägt zu gesunden Hundezähnen bei und das hat einige Vorteile:

Zahnpflege ist beim Hund natürlich täglich notwendig - genau wie bei uns Menschen. Wenn Du es zwei- bis dreimal pro Woche schaffst, hast Du aber auch schon eine Menge für die Zahnpflege und damit Zahngesundheit Deines vierbeinigen Lieblings getan. Vor allem gilt: Vorbeugen ist besser als Nachsorgen!
Aus diesem Grund empfehlen Experten und Expertinnen bereits mit der Zahnpflege bei Welpen zu starten. Dann gewöhnen sie sich schon einmal daran und es klappt ohne große Probleme, wenn sie ihre bleibenden Zähne haben. Der Beginn des Zahnwechsels beim Hund ist dafür ein guter Zeitpunkt. So kannst Du die Zähne Deines kleinen Lieblings immer wieder kontrollieren und mit ihm die Zahnpflege üben.
Wenn Du dafür sorgst, dass die Zähne Deines Hundes tip top gepflegt sind, kannst Du dazu beitragen, dass Zahnprobleme gar nicht erst entstehen. Spätestens bei folgenden Warnzeichen solltest Du aber genauer hinsehen:
... dann ist es höchste Zeit für einen Zahn-Check! Ziehe hierfür am besten einen Tierarzt oder eine Tierärztin zurate. Im besten Fall ist nur eine professionelle Zahnreinigung beim Hund erforderlich. Es kann aber auch sein, dass ein oder mehrere Zähne gezogen werden müssen. Auch bei Hunden können solche zahnmedizinischen Behandlungen notwendig werden.
Müffelalarm? Mundgeruch beim Hund kann ein Hinweis auf Zahnstein sein. Die Ablagerungen auf den Zähnen, auch als Plaque bekannt, sind bei Hunden weiter verbreitet als Karies. Zahnstein ist ein hervorragender Nährboden für Bakterien, die wiederum eine Zahnfleischentzündung und Parodontose verursachen können.
Neben dem regelmäßigen Putzen mit der Zahnbürste kann auch die richtige Fütterung zur Zahnpflege Deines Hundes und damit zu seiner Zahngesundheit beitragen. Trockenfutter sorgt für Abrieb beim Kauen, verringert dadurch den Zahnbelag und regt den Speichelfluss an. Beides kann dabei unterstützen, Plaque vorzubeugen.
Achte darauf, dass Dein vierbeiniger Liebling immer Zugriff auf frisches Trinkwasser hat. Auch Wasser trägt zur Zahngesundheit bei!
Zur Zahnpflege geeignet sind auch Kausticks und andere Snacks, auf denen Dein Hund möglichst lang herumkaut. Je länger Hunde kauen, desto höher der Abrieb und die Speichelproduktion – da haben krankmachende Bakterien und Ablagerung schlechte Karten!
Fragst Du Dich, ob auch eine natürliche Zahnpflege beim Hund möglich ist? Und was sich dafür eignet?
Die Meinungen über diese Mittel für die Zahnpflege bei Hunden gehen auseinander – am besten probierst Du aus, was am besten zu Dir und Deinem Hund passt. Schließlich zeigen sich einige Vierbeiner wenig begeistert, wenn sie sich einer langwierigen Zahnstein-Kratz-Aktion durch Frauchen oder Herrchen unterziehen müssen, andere verschmähen Zahnpflegebälle, wieder andere sind vom Geschmack des Anti-Zahnstein-Pulvers nicht vollends überzeugt. Deswegen: ausprobieren, auswählen und aussortieren. Hauptsache die Zahnpflege taugt Deinem Hund und Dir und seine Zähne bleiben gesund!

Von selbst angerührten Hausmitteln zur Zahnpflege beim Hund wie Backpulver mit Zitronensaft raten wir Dir ab: Backpulver schmeckt den meisten Vierbeinern ohnehin eher schlecht als recht. Außerdem kann es beim Verschlucken den Säurehaushalt im Verdauungstrakt stören. Genau so verhält es sich mit Zitrone als Hausmittel zur Zahnpflege bei Hunden.
Hüttenkäse soll dagegen ein nützliches Hausmittel gegen Zahnstein beim Hund sein: Es heißt, er neutralisiere die Bakterien im Maul der Hunde und reduziere dadurch die Entstehung von Zahnbelag. Dies ist allerdings nicht bewiesen. Verträgt Dein Hund Laktose nicht sonderlich gut, greife lieber auf ein anderes Mittel zurück.
Zum Glück ist Karies bei Hunden nicht so weit verbreitet, wie bei uns. Die Bildung von Zahnstein und das Füttern von gezuckerten Lebensmitteln kann jedoch auch beim Hund für fiese Löcher in den Zähnen sorgen, verursacht durch Karies. Wird Karies rechtzeitig erkannt, erfolgt eine Behandlung wie wir sie vom Zahnarzt für Zweibeiner kennen: Die Löcher werden behandelt und verschlossen, die krankmachenden Bakterien an einer Ausbreitung gehindert. Unbehandelt kann Karies zu Entzündungen führen, auf den Kiefer übergreifen und sogar die Organe schädigen. Deswegen solltest Du das Gebiss Deines Vierbeiners regelmäßig kontrollieren lassen und pflegen.
Nur echt mit 42 Zähnchen? Zumindest nur voll und ganz gesund, wenn die Beißerchen Deines Vierbeiners frei von Zahnstein und Karies sind. Schäden an Zähnen und Zahnfleisch können ihm nicht nur auf die Stimmung schlagen, weil sein Werkzeugkasten nicht mehr voll einsatzbereit ist – unbehandelt können sie zum echten Gesundheits-Risiko werden. Mit regelmäßigem Zähneputzen, Zahnpflegemitteln, einem gut ausgewogenem Trockenfutter und frischem Wasserzur freien Verfügung zeigen Du und Dein Hund krankmachenden Keimen und Bakterien erfolgreich die Zähne.
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Es ist ideal, bereits im Welpenalter mit der Zahnpflege bei Deinem Hund zu starten. So gewöhnt er sich früh an die Prozedur und Du legst den Grundstein für eine gute Zahngesundheit.
Für eine optimale Zahnpflege bei Deinem Hund empfiehlt es sich, seine Zähne täglich zu putzen. Wenn das nicht möglich ist, sind zwei- bis dreimal pro Woche ebenfalls hilfreich.
Verwende eine spezielle Hundezahnbürste mit weichen Borsten und eine Hundezahnpasta, die auf die Bedürfnisse der Vierbeiner abgestimmt ist. Menschliche Zahnpasta ist für Hunde ungeeignet.
Beginne schrittweise:
Lobe Deinen Hund während des Prozesses, um positive Assoziationen zu schaffen.
Ja, spezielle Kauartikel und Kauspielzeug können helfen, Zahnbelag zu reduzieren. Allerdings ersetzen sie nicht das regelmäßige Zähneputzen bei Hunden.
Achte auf folgende Anzeichen:
Bei solchen Symptomen solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen.
Ja, Trockenfutter kann durch den Abrieb beim Kauen helfen, Zahnbelag zu reduzieren. Achte darauf, dass Dein Hund stets Zugang zu frischem Wasser hat.
Eine regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege trägt maßgeblich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden Deines Hundes bei.
Zahnpflege ist bei Hunden vom ersten Milchzahn an sinnvoll – spätestens jedoch mit dem Zahnwechsel und dem Durchbruch der bleibenden Zähne. Sie hilft, Zahnbelag und Bakterien frühzeitig zu reduzieren und Krankheiten vorzubeugen.
Idealerweise sollte man täglich die Zähne von Hunden putzen. Wenn das nicht möglich ist, empfiehlt sich zumindest zwei- bis dreimal pro Woche eine gründliche Reinigung – ergänzt durch geeignete Snacks oder Hilfsmittel zur Zahnpflege bei Hunden.
Ohne regelmäßige Zahnpflege können sich Plaque und Zahnstein bilden, was zu Entzündungen, Mundgeruch, Schmerzen und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen kann. Auch das Herz und andere Organe können langfristig in Mitleidenschaft gezogen werden.
Zahnbürste und Zahnpasta für Hunde helfen gezielt gegen Beläge und Bakterien. Spezielle Kausnacks können mechanisch Plaque reduzieren. Ergänzend unterstützen Lösungen, Gele oder Pulver die Maulhygiene auf chemischer Basis.
Am besten nutzt Du eine weiche Hundezahnbürste oder einen Fingerling und eine spezielle Hunde-Zahnpasta. Zuerst langsam an die Berührung im Maul gewöhnen, dann in kleinen Kreisen die Zähne reinigen – idealerweise täglich.
Wenn das Bürsten (noch) nicht klappt, helfen Alternativen wie Zahnpflege-Kausnacks, enzymatische Zahnpflegegele oder spezielle Trinkwasserzusätze. Parallel lohnt sich das Training zur schrittweisen Gewöhnung ans Putzen.
Mit Geduld und Belohnung:
Ja – zum Beispiel Zahnpflege-Kauartikel, -Gele oder Pulver, die ins Futter gemischt werden. Auch Spielzeuge mit Zahnreinigungsstruktur unterstützen die Maulhygiene, ersetzen aber kein regelmäßiges Putzen vollständig.
Ja. Bestimmte Trockenfutter-Sorten mit spezieller Struktur können helfen, Zahnbelag mechanisch zu reduzieren. Der Effekt ist jedoch begrenzt und sollte nicht als alleinige Zahnpflege-Maßnahme verstanden werden.
Ja, viele Zahnpflegesnacks können zur Zahnpflege bei Hunden beitragen, je nach Zusammensetzung, Konsistenz und Kautätigkeit. Wichtig ist, dass sie kontrolliert eingesetzt werden und keine Zuckerzusätze enthalten.
Hausmittel wie Kokosöl werden gelegentlich als natürliches Mittel zur Zahnpflege genannt – wissenschaftlich gesichert ist ihre Wirksamkeit jedoch kaum. Wichtig ist, dass nichts Scharfes, Ätzendes oder für Hunde Unverträgliches verwendet wird.
Achte auf:
Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine tierärztliche Kontrolle.
Welpen sollten früh an die Zahnpflege gewöhnt werden. Erwachsene Hunde brauchen regelmäßig eine Zahnreinigung zur Vorbeugung. Bei Senioren steigt das Risiko für Zahnerkrankungen – hier ist besondere Sorgfalt und gegebenenfalls tierärztliche Unterstützung nötig.
