geschrieben von Leonie Eisenträger

Wandern mit Hund – Die Freude im Gepäck

 

Was gibt es Schöneres, als gemeinsam mit der Fellnase neue Wege zu erkunden? Wandern mit dem Hund ist ein Riesenspaß für Zwei- und Vierbeiner! Und dafür muss keiner in die Ferne schweifen: Ob über Stock und Stein, durch Berg und Tal, durch Moore, Sandlandschaften, am Wasser oder durch dichte Wälder – in Deutschland versprechen rund 550 ausgezeichnete Wanderwege ein einmaliges Naturerlebnis für Mensch und Fellnase. Einige von ihnen liegen vielleicht fast direkt vor Deiner Haustür. Andere kannst Du umweltfreundlich mit der Bahn erreichen. Wenn Dich die Wanderlust gepackt hat, wollen wir Dir vor dem Start noch einige Tipps mit auf den Weg geben: Wo kannst Du mit Deinem Hund wandern gehen? Was solltest du mitnehmen? Und auf was solltest du beim Wandern mit Hund achten? Hier sind unsere Tipps.

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Aber ja! Es gibt einige Hunderassen, die als besonders lauffreudig gelten, so z. B. Border Collie, Weimaraner, Golden Retriever, Labrador, Husky oder Dalmatiner. Aber auch kleine Hunde mit kürzeren Beinen sind zuweilen mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs.

Wie ausgeprägt die Wanderlust Deiner Fellnase ist, kannst Du am besten einschätzen. Manche Hunde lieben lange Touren zu Fuß, andere sind vielleicht eher Kurzstrecken-Fans – das ist von Vierbeiner zu Vierbeiner individuell, wie beim Mensch auch. Natürlich spielen, neben der Freude am Laufen, auch die Kondition, der Gesundheitszustand und das Alter eine Rolle. Ein fitter, ausgewachsener Hund kann 20 bis 25 km am Tag zurücklegen.

Das Wanderalter beginnt mit etwa acht Monate beim Welpen, längere Strecken sind drin, wenn Dein Hund ausgewachsen ist, also mit etwa 12-18 Monaten.

Ja und das solltest Du auch! Nicht nur Dein Hund sollte aufs Wandern vorbereitet werden, auch Deine Kondition spielt beim Kilometerfressen natürlich eine Rolle. Fangt am besten klein an. Erkundet auf Gassirunden neue Wege und baut kleine Hindernisse ein: Lass Deine Fellnase über Baumstämme klettern oder über einen Gitterrost laufen, steigt auf kleine Felsen, balanciert im Sommer über Steine in einem Fluss, erobert Brücken und unwegsames Gelände und steigert langsam die Dauer der Touren. So bereitet ihr euch optimal aufs Wandern vor und stärkt eure Verbindung. Die ist wichtig für eine große Wandertour! Dein Hund sollte die Grundkommandos beherrschen, leinenführig sein und Dir vertrauen, damit ihr in unvorhersehbaren Situationen und auf unbekanntem Gelände nicht in Schwierigkeiten kommt. Als starkes Team werdet ihr auf einer Wanderung viel Freude haben!

Welche Wanderwege für das Wandern mit Hunden gibt es?

Ob anspruchsvoll oder entspannt, Strand- oder Bergwandern, steil oder flach: Unzählige herrliche Wanderwege wollen hierzulande entdeckt werden. Und viele davon liegen wahrscheinlich sogar in Deiner Nähe! Besonders beliebt für das Wandern mit Hund in Deutschland sind das Allgäu, der Harz, die Eifel, das Sauerland, der Bayerische Wald und der Thüringer Wald. Tolle Wanderwege gibt es aber in jedem Bundesland.

Im Internet findest du Wanderkarten für die besten Wanderwege Deutschlands.

Erst surfen, dann wandern!

Tatsächlich gibt es auch eine Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“. Im Jahr 2021 haben fast 40.000 Wander:innen ihre Stimmen abgegeben. Und das sind, laut Wahl, die schönsten Wanderwege Deutschlands, die Du natürlich auch mit Deiner Fellnase erkunden kannst:

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  • Platz 1: VulkaMaar-Pfad (Eifel, Rheinland-Pfalz)
  • Platz 2: Lahnwanderweg (Hessen)
  • Platz 3: Murgleiter (Schwarzwald, Baden-Württemberg)
  • Platz 4: Hermannshöhen (Teutoburger Wald, Nordrhein-Westfalen)
  • Platz 5: Kammweg (Erzgebirge/Vogtland, Sachsen)
  • Platz 6: Hohenwarte Stausee Weg (Thüringer Wald, Thüringen)
  • Platz 7: Weserbergland-Weg (Weserbergland, Niedersachsen)
  • Platz 8: Grenzgänger (Allgäu, Bayern)
  • Platz 9: Albtal.Abenteuer.Track (Schwarzwald, Baden-Württemberg)
  • 10. Platz: Spitzenwanderweg (Zugspitz-Region, Bayern

Alle Ergebnisse der Wahl für Mehrtagestouren und Tagestouren mit Details zu den Strecken und Regionen hier: Wandermagazin.

Bei 550 mit Gütesiegel ausgezeichneten Wanderwegen hierzulande ist das natürlich nur ein Bruchteil dessen, was Du gemeinsam mit Deinem Hund entdecken kannst. Beim Planen eurer Route für die Wanderung solltest Du einige Punkte jedoch beachten:

  • Höhenmeter nicht unterschätzen: Beim Bergwandern spielen Höhenmeter eine Rolle! Auch, wenn die Strecke mit wenigen Kilometern angegeben sind, können Höhenmeter eine Herausforderung auf der Wanderung sein. Hier lieber kurze Strecken einplanen, um eure Kondition auf der Tour nicht all zu sehr zu strapazieren.
  • Sind Fahrten mit Gondeln notwendig? Auch das ist beim Bergwandern zu beachten. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Hund gerne Gondel fährt, solltest Du dieses mögliche „Hindernis“ beim Planen der Touren beachten.
  • Sind genügend Trinkmöglichkeiten vorhanden? Natürlich solltest Du ausreichend Trinkwasser für Dich und Deine Fellnase dabei haben. Schau dennoch bei Google Maps nach, ob ihr auf euer Tour an Seen, Bachläufen oder Flüssen vorbeikommt, an denen sich Dein Hund unterwegs erfrischen kann.
  • Maulkorb- und Leinenpflicht: Hier gelten unterschiedliche Vorschriften in den Regionen. Mach Dich vor eurer Wanderung schlau, welche Verordnung in der jeweiligen Gemeinde gültig ist.
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Gepäck: Was sollte ich beim Wanderurlaub mit Hund mitnehmen?

Wenn Du mit dem Auto ins Wandergebiet fährst, bietet eine Transportbox Sicherheit für unterwegs. Außerdem solltest Du folgendes einpacken:

Packliste fürs Wandern mit dem Hund

  • Maulkorb, Halsband und Leine (besonders geeignet ist eine Joggingleine!)
  • Kotbeutel
  • Futterschüsseln und Näpfe
  • Reiseproviant aus Wasser, hochwertigem Futter und Leckerlis für unterwegs
  • Leckerlitasche
  • Erste-Hilfe-Kit für Mensch und Tier
  • Insektenschutzmittel
  • Ggf. Sonnenschutz
  • Hundeschuhe zum Schutz der Pfoten vor Verletzungen
  • Hundespielzeug
  • Hundekörbchen oder –decke
  • Liste mit Notfallnummern (Tierärzte in der Region)
  • Liste hundefreundlicher Unterkünfte

Um bei Wanderungen Ärger zu vermeiden, sollten Dein Hund und Du ein starkes Team sein. Andere Menschen, andere Hunde, Kühe, Hasen, Rehe und andere unerwartete Begegnungen sollten Deinen Hund nicht aus der Ruhe bringen. Bist Du Dir nicht sicher, wie Deine Fellnase reagieren könnte, lass sie unterwegs lieber angeleint, auch wenn keine Leinenpflicht besteht. Eine Joggingleine ist besonders komfortabel, weil Du mit ihr die Hände frei hast. Gute Idee: Deine Telefonnummer am Halsband anbringen, falls sich eure Wege doch mal ungeplant trennen sollten, bist Du so gut auffindbar. Natürlich sollte Dein Hund gechippt sein und dass Du die Hinterlassenschaften Deiner Fellnase entfernst, gehört auch beim Wandern selbstverständlich zum guten Ton. Wenn Dir die Natur besonders am Herzen liegt, kannst Du außerdem eine Tüte mitnehmen, um unterwegs den Müll anderer aufzusammeln. Denn der findet sich leider mittlerweile selbst an den entlegensten Orten.

Kotbeutel

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Behalte Deinen Vierbeiner bei eurer Wanderung stets im Auge. Geht ihm (oder Dir) die Puste aus, legt eine Pause ein. Achte darauf, dass er Dir an Steilhängen oder an Kuhweiden nicht von der Seite weicht und dass er keine giftigen Pflanzen anknabbert. Bei steinigen Untergründen können Hundeschuhe vermeiden, dass sich Dein Hund die empfindlichen Pfoten verletzt. Außerdem solltest Du natürlich reichlich Leckerlis dabei haben: Sie dienen nicht nur als Motivationshilfe unterwegs, sondern sind auch hervorragend dafür geeignet, die uneingeschränkte Aufmerksamkeit Deiner Fellnase zu gewinnen, wenn es drauf ankommt.

Um den Tag vollkommen zu machen, kannst Du nach der Wanderung kannst Deinen Hund mit einer kleinen Pfotenmassage belohnen. Den Pfotenbalsam für samtweiche Ballen kannst du sogar selber machen. Hier entlang zu unserem Pfotenbalsam-Rezept!

Füttern auf der Route – So klappt’s mit dem Proviant

Nassfutter fällt natürlich ordentlich ins Gewicht. Deswegen bist Du mit einem hochwertigen Trockenfutter für Deinen Hund beim Wandern deutlich besser beraten. Dabei solltest Du natürlich unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! Wandern verbrennt auch bei Hunden jede Menge Kalorien – deswegen darf’s unterwegs ruhig ein bisschen mehr sein, wenn ihr längere Touren zurücklegt. Ist Deine Fellnase mit einem Hunderucksack ausgestattet, kann er sogar sein eigenes Futter transportieren.

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Profis in Sachen Hundewandern schicken das Futter übrigens vorab an die eingeplante Unterkunft oder an eine Packstation in einem Ort an der Strecke – so bleibt der Rucksack bei Mehrtagestouren leichter. Allerdings ist hier natürlich wichtig, dass ihr eure Kondition genau einschätzen könnt!

Wenn euch vor dem Erreichen des Hundefutter-Reservoirs die Puste ausgeht, ist das ungünstig. Also auf jeden Fall genügend Futter dabei haben, wenn ihr noch kein eingespieltes Wanderteam seid. Beobachte Deinen Hund unterwegs genau, ist er sehr hungrig, erhöhe die Futterration.

Bei längeren Mehrtagestouren solltet ihr auch unbedingt Pausentage einlegen, um Kalorien wieder reinzuholen und die beanspruchten Füße und Pfoten entspannt hochzulegen.

Im Netz gibt es zahlreiche Datenbanken mit einer Sammlung hundefreundlicher Unterkünfte in Deutschland. Auch bei den großen Anbietern von Urlaubsunterkünften wie Airbnb kannst du hundefreundliche Gastgeber:innen finden.

Wenn Du gern draußen die Welt erkundest und Dir die üblichen Gassirunden nicht ausreichen, dann nehme Deinen Hund mit auf eine erste kleiner Wanderung und schau, wie es funktioniert. Gemeinsames Wandern mit dem Hund hat jede Menge Schönes zu bieten. Du und Deine Fellnase lernt euch noch besser kennen, es baut Vertrauen auf und schweißt zusammen. Natürlich erkundet ihr hierbei auch gemeinsam neue Gebiete und entdeckt tolle Orte – und genau dadurch entstehen wunderschöne gemeinsame Erinnerungen und Fotos!

 

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