geschrieben von Leonie Eisenträger

Futterbeutel-Training: Das solltest Du zum Apportieren mit Dummy wissen

 

Du möchtest Deinen Vierbeiner mit einem Futterbeutel trainieren? Das ist eine gute Idee. Denn mit dem Futterbeutel-Training kannst Du eine sehr starke Beziehung zu Deinem Hund aufbauen. Wir erklären Dir alles Wichtige, was Du dazu wissen musst. Von den Grundlagen des Trainings bis hin zum passenden Futter. On top haben wir eine Anleitung erstellt, wie Du einen Futterdummy fürs Training selber machen kannst.

Beim Futterbeutel-Training trainierst Du Deinen Hund mithilfe eines Beutels mit Futter. Dieser wird im Fachjargon auch Dummy genannt. Üblicherweise handelt es sich dabei um ein Säckchen, in das Du Leckerlis oder Trockenfutter steckst. Der Futterbeutel fürs Training besteht aus Materialien, die für Hunde verträglich und strapazierfähig sind. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Segeltuch
  • Canvas
  • Nylon
  • Baumwolle

Mit einem Futterbeutel bringst Du Deinen Hund bei, dass er für das Zurückbringen des Beutels mit einem Leckerli belohnt wird. Dadurch kannst Du ihm das Apportieren näherbringen, Dich als Bezugsperson etablieren und Deinem Hund beibringen, schneller Befehle auszuführen. Dein Hund lernt beim Training mit dem Futterbeutel außerdem, dass er Futter nur von Dir bekommt – und das alles auf spielerische Weise.

Deinen Hund mit einem Futterdummy zu trainieren, kann durchaus sinnvoll sein. So kannst Du mithilfe dieses Trainings unter anderem eine stärkere Bindung zwischen Dir und Deinem Liebling aufbauen. Des Weiteren gibt es noch mehr Gründe, warum Du Deinen Hund aus dem Futterbeutel füttern und trainieren solltest:

  • Der Hund verknüpft Befehl und Lob schnell miteinander. Dadurch erzielt ihr gemeinsam schnell Lernerfolge.
  • Das Futterbeutel-Training eignet sich sehr gut, um das Apportieren zu üben.
  • Dein Hund wird durch das Training körperlich und geistig ausgelastet.
  • Du kannst den Dummy auch für ein Suchspiel einsetzen und so die Nasenarbeit Deines Vierbeiners fördern.

Hast Du Deinem Hund das Spielen mit dem Apportierbeutel beigebracht, kannst Du ihn damit außerdem in stressigen Situationen ablenken. Auf diese Weise kannst Du die Aufmerksamkeit auf Dich ziehen und beispielsweise ganz in Ruhe an anderen Spaziergängern, spielenden Kindern oder Hunden vorbeilaufen. Ein Futterbeutel ist nicht sehr groß, weshalb Du ihn einfach immer dabeihaben kannst.

Das Futterbeutel-Training eignet sich für ziemlich viele Hunde. Ideal und empfehlenswert ist es für alle Rassen, die von Natur aus einen Apportierinstinkt haben. Dazu gehören zum Beispiel Golden und Labrador Retriever, English Cocker Spaniel und Portugiesischer Wasserhund. Sie wurden speziell dafür gezüchtet, bei der Jagd die erlegte Beute zu den Jägern, ihrem Besitzer, zu bringen. Beim Futterbeutel-Training entspricht der Dummy der Beute, die der Vierbeiner bringen soll. Diese Apportierarbeit ist eine sinnvolle Beschäftigung für alle Apportierhunde, weil es in ihren Genen liegt.

Doch auch wenn Dein Hund dies nicht in sich trägt, kannst Du versuchen, ihn mit einem Futterdummy zu trainieren. Den meisten Vierbeinern macht es großen Spaß, etwas zu holen und dafür belohnt zu werden.

Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen, bei denen sich das Futterbeutel-Training nicht eignet:

  • Bei aggressiven und sehr jagdgesteuerten Hunden behandelst Du mit dem Dummy-Training nur oberflächlich die Symptome und löst die Problematik nicht dauerhaft.
  • Hunde, die wenig fressen, lassen sich weniger durch Leckerlis während des Trainings reizen.
  • Übergewichtige Hunde sollten nicht mit Leckerlis trainiert werden, um das Gewicht zu reduzieren.

Fragst Du Dich, ab welchem Alter das Futterbeutel-Training geeignet ist? In der Regel gilt: Fang so früh wie möglich damit an. Denn ist Dein Liebling bereits ausgewachsen und beispielsweise ohne Leckerlis groß geworden, wirst Du ihn nur selten mit Futter aus dem Apportierbeutel belohnen können. Das bedeutet: Du kannst mit dem Futterbeutel-Training bereits beginnen, wenn Deine Fellnase noch ein Welpe ist.

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Wenn Du Deinen Liebling mit dem Futterdummy trainieren möchtest, merke Dir eins: Aller Anfang ist schwer und es kann eine Weile dauern, bis Dein Hund versteht, was Du von ihm möchtest. Sei immer geduldig mit ihm und achte auf eine gute Balance zwischen Training und Verschnaufpausen.

Neben Zeit und Geduld wird es Euch beiden helfen, Spaß ins Hundetraining einzubinden. Zudem ist es entscheidend, stetig neue Ziele zu setzen – und diese mit entsprechenden Leckerlis zu belohnen. Damit sich Dein Hund an das Futterbeutel-Training gewöhnt, solltest Du es zudem strukturiert aufbauen. Wie Du letztlich das Futterdummy-Training aufbaust, kannst Du selbst entscheiden. Der Erfolg ist schließlich auch von Dir und Deinem Hund abhängig.

Futterbeutel-Training: eine Anleitung, wie es geht

  1. Das Equipment: Futterbeutel, Futter, Schleppleine und Geschirr.
  2. Erstes Training: In reizarmer Umgebung üben, zum Beispiel in der Wohnung oder im eigenen Garten. Erst danach in die „richtige Welt“ wechseln.
  3. Futterbeutel ein kleines Stückchen werfen.
  4. Hund dem Beutel hinterherjagen lassen.
  5. Hund mit Beutel im Maul zu sich locken. Kommt er nicht freiwillig, sanft mit der Schleppleine nachhelfen.
  6. Überschwänglich loben und Leckerli aus dem Futterbeutel geben, wenn er damit bei Dir angekommen ist.
  7. So oft wiederholen, bis Dein Liebling weiß, was Du von ihm willst.

Expertentipp

Hat Dein Hund das Prinzip des Futterbeutel-Trainings verstanden, kannst Du es mit weiteren Herausforderungen verknüpfen und auf die Schleppleine verzichten. Möglich ist zum Beispiel:

  • Wurfradius nach und nach erhöhen
  • Dein Hund darf nur auf Kommando dem Dummy hinterherjagen
  • Er muss den Futterbeutel in Deine Hand geben und darf nicht auf den Boden fallen lassen
  • Zwischen dem Wurf und dem Apportieren des Futterbeutels andere Übungen machen wie Beispiel Fußtraining
  • Den Futterbeutel verstecken und so das Apportieren in ein Suchspiel umwandeln

Und das sind nur ein paar unserer Ideen. Lass Deiner Kreativität freien Lauf und überlege Dir gerne weitere Variationen, die zu Dir und Deinem Hund passen.

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Futterbeutel-Training: Darauf solltest Du von Anfang an achten

Bevor Du mit dem Futterbeutel-Training startest, geben wir Dir noch ein paar Tipps fürs Gelingen an die Hand.

Zuallererst: Dein Hund sollte vor dem ersten Futterbeutel-Training das Kommando „Aus“ beherrschen.

Andernfalls läufst Du Gefahr, dass die Abgabe des Dummys zu einem Machtkampf zwischen Dir und Deinem Vierbeiner wird.

Und am Ende nicht nur das Trainingsspielzeug kaputt ist, sondern Dein gesamter Einsatz umsonst war.

Des Weiteren empfehlen wir Dir Folgendes:

Beende das Training so, dass noch Futter im Dummy ist. Apportieren mit leerem Beutel demotiviert Deine Fellnase.
Achte darauf, dass Dein Hund den Futterbeutel niemals selbst öffnen kann. Auch darf er ihn nicht an einen sicheren Ort wie zum Beispiel sein Körbchen bringen.
Belohne gerade am Anfang jedes Apportieren mit einem Leckerli. Erst später kannst Du die Abstände verlängern.

Extra-Tipp

Wenn Du möchtest, kannst Du Deinen Vierbeiner am Ende des Futterbeutel-Trainings kurz direkt aus dem Dummy fressen lassen. Das motiviert ihn fürs nächste Mal zusätzlich.

Die Art der Leckerlis, die Du in den Futterbeutel tust, ist in erster Linie Dir überlassen. Geeignet sind natürlich besonders solche, die Dein Hund besonders gerne frisst.
Darüber hinaus eignen sich nur trockene Leckereien für das Futterdummy-Training. Nassfutter lässt sie nicht so gut portionieren und wird beim Apportieren zerquetscht. Das gibt eine große Sauerei.

Grundsätzlich kannst Du sowohl Leckerli benutzen als auch Trockenfutter für Hunde.

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Es ist gar nicht schwer, einen Futterdummy selber zu machen.

Wir zeigen Dir, wie Du einen Futterbeutel mit Kordel für Deinen Hund selber machst. Dafür benötigst Du:

  • Gurtband (etwa 10 Zentimeter; 10 Millimeter breit)
  • Einen Karabiner
  • Eine Gummikordel (etwa 80 Zentimeter lang) und einen Kordelstopper mit zwei Löchern
  • Ein Rechteck (20x35 Zentimeter) aus festem Stoff (zum Beispiel Baumwolle) für außen
  • Ein Rechteck (20x35 Zentimeter) aus abwaschbarem Stoff für innen

Zusätzlich brauchst Du eine Nähmaschine, Garn, eine Schneiderschere und ein Feuerzeug.

Der erste Schritt beim Selbermachen eines Futterbeutels: Ein Knopfloch nähen. Nähe dieses mit der Knopfloch-Funktion Deiner Nähmaschine ein paar Zentimeter unterhalb der kurzen Kante in den Außenstoff. Anschließend verfolgst Du diese Schritte:

  1. ​Lege die beiden Stoffe mit ihren schönen Seiten aufeinander (rechts auf rechts). Nähe die beiden an der kurzen Kante, an der sich das Knopfloch befindet, zusammen.
  2. Wechsele auf die andere kurze Seite. Lege an dieser zwischen die beiden Stoffe das Gurtband, und zwar so, dass die Schlaufe nach innen und die offenen Enden nach außen zeigen. Nun festnähen.
  3. Die beiden Stoffe so verschieben, dass die beiden Nähte aufeinanderliegen. Und Du somit Außenstoff auf Außenstoff und Innenstoff auf Innenstoff liegen hast.
  4. Nun die beiden längeren Seiten vernähen. Wichtig: Lasse auf einer Seite am Innenstoff ein Stück frei, etwa fünf Zentimeter. Dieses dient als Wendeöffnung.
  5. Nähe die Ecken ab und verriegele die Nähte. Anschließend kannst Du die Ecken abschneiden.
  6. Wende den Stoff, indem Du ihn langsam durch die Wendeöffnung schiebst. Danach kannst Du die Wendeöffnung zunähen.
  7. Nähe zwei Nähte als Grenze für die Kordel. Eine setzt Du an den Rand, die andere knapp unter das Knopfloch. Nähe beide rundherum.
  8. Fädele die Kordel durch das Knopfloch um den gesamten Futterbeutel. Du kannst hierfür zum Beispiel eine Büroklammer zur Hilfe nehmen.
  9. Fädele nun den Kordelstopper auf die Kordel und ziehe das Kordelende auf. Überstehendes kannst Du abschneiden und bei Bedarf mit einem Feuerzeug abflammen.

Mit dem Kordelstopper kannst Du den Futterbeutel einfach öffnen und schließen. Und wenn Du Deinen selbstgemachten Futterdummy an Deinen Gürtel hängen möchtest, hake einfach einen Karabiner am Gurtband ein. Fertig!

Das Training mit einem Futterdummy kann Dir und Deinem Vierbeiner viel nützen. Zum einen kann es Spaß machen und dazu beitragen, EureBeziehung zu festigen. Zum anderen eignet es sich gut, um das Apportieren zu üben und Deinen Hund von Stressfaktoren fernzuhalten. Und zum dritten kannst Du damit wichtige Kommandos wie „Komm“, „Hier“ und „Aus“ mit Deinem Hund trainieren. Entscheidend für ein erfolgreiches Futterbeutel-Training ist, dass Du früh damit anfängst und Deine Fellnase gerade am Anfang bei jedem Wurf belohnst. Gehe Schritt für Schritt vor und sei geduldig. Es ist schließlich noch kein Meisterhund vom Himmel gefallen.

 

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