geschrieben von Leonie Becker

Dein Hund kratzt sich: Häufige Ursachen für Juckreiz beim Hund

Dass sich Hunde hin und wieder kratzen, ist nichts Ungewöhnliches. Wir Menschen tun dies ja schließlich auch! Kratzen und knabbern gehört zur Körperpflege-Routine Deines Vierbeiners und kann dem Abbau von Stress dienen. Wenn sich Dein Hund jedoch über einen längeren Zeitraum unaufhörlich (und vielleicht sogar kahl und blutig) kratzt, solltest Du unbedingt der Ursache auf den Grund gehen.

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Wie gesagt: Gelegentliches Kratzen beim Hund ist im Normalfall kein Grund zur Sorge. Erst wenn sein Verhalten vom „normalen Putzen“ abweicht, solltest Du aufmerksam werden. Denn nicht selten ist der Juckreiz nur das Symptom. Die Ursache dahinter kann vielfältig sein.

Hauterkrankungen, -entzündungen und auch Pilzinfektionen sorgen häufig für eine trockene und schuppige Haut. Diese ist für den heftigen Juckreiz verantwortlich, den Dein Vierbeiner durch Schubbern und Knabbern stillen will. Auch Verletzungen, die sich Dein Hund beim Spielen zugefügt hat, können während der Heilung jucken.

Allerdings können auch Entzündungen in anderen Körperregionen wie z. B. dem Ohr oder den Analdrüsen für einen starken Juckreiz sorgen.Ohrenentzündungen beim Hund zeigen sich durch häufiges Kopfschütteln, Berührungsempfindlichkeit und übermäßiges Ohrenkratzen. Verstopfte oder entzündete Analdrüsen äußern sich durch das typische „Schlittenfahren“ – also wenn Dein Hund mit dem Po über den Boden robbt. In beiden Fällen ist der Besuch beim Tierarzt unumgänglich.

In vielen Fällen kratzen sich Hunde, wenn ihr Fell von Parasiten befallen ist. Vor allem bei einem Floh- oder Milbenbefall kratzen sich Hunde unaufhörlich und teilweise sogar blutig. Die kleinen Plagegeister ernähren sich vom Blut und der Haut des Hundes und verletzen diese mit ihren scharfen Beißwerkzeugen. Flohbisse und -speichel führen nicht selten zu allergischen Reaktionen und heftigem Juckreiz. Hier gilt es in erster Linie, den Befall einzudämmen und die Parasiten loszuwerden. Es gibt verschiedene Arten von Milben, die mithilfe tierärztlicher Präparate beseitigt werden können. Wie auch beim Flohbefall solltest Du Hund und Wohnung gründlich reinigen, da 90 % der Flöhe in der Umgebung Deines Vierbeiners leben.

Nicht nur Menschen können unter Allergien leiden. Auch bei Hunden sind allergische Reaktionen keine Seltenheit. Es gibt verschiedene Allergiearten mit unterschiedlichen Ursachen. Häufig ähneln sich jedoch die Symptome und auch der Juckreiz zählt zu einem markanten Anzeichen einer Allergie. Um welche Allergie es sich speziell handelt, kannst Du mittels verschiedener Testverfahren gemeinsam mit Deinem Tierarzt ermitteln. 

Die am häufigsten auftretenden Allergiearten sind:
  • Futtermittelallergie
  • Umweltallergie
  • Flohspeichelallergie
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Eine Allergie kann durch verschiedene Substanzen, Umwelteinflüsse und Reize ausgelöst werden. Bei einer Futtermittelallergie ist es häufig ein Protein (wie z. B. Huhn oder Rind), das eine Reaktion auslöst. Das Immunsystem reagiert abwehrend auf den aufgenommenen Nahrungsbestandteil. Ob und gegen welchen Nahrungsbestandteil Dein Hund allergisch ist, kannst Du mithilfe einer Ausschlussdiät feststellen. Umweltallergien und Allergien gegen die Ausscheidungen von Parasiten sind ebenso vielfältig. Ein Großteil der allergischen Hunde reagiert gegen eine bestimmte Art von Gräsern, Blüten oder Bäumen. Aber auch Allergien gegen Insektenstiche und -bisse führen zu starkem Juckreiz.

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Wenn dein Hund weder Verletzungen, Allergien oder Parasiten aufweist, kann die Ursache für den Juckreiz psychisch sein. Hunde, die unter großem oder andauerndem Stress leiden, entwickeln mitunter negative Verhaltensauffälligkeiten. Übermäßiges Kratzen kann eine solche Stressreaktion sein. Dein Hund fährt im wahrsten Sinn des Wortes „aus der Haut“ und versucht so, seine Energie abzubauen. Stress entsteht häufig durch Angst, Panik, Über- oder Unterforderung und Unsicherheit. Aber auch tiefe psychische Wunden - wie nicht gewältigte Traumata – können einen unnormalen Juckreiz auslösen. Hier ist es wichtig, die Lebenswelt deines Hundes einmal genau zu untersuchen. Aus welchen Gründen könnte die Psyche deines Hundes belastet sein? Wo braucht er vielleicht mehr Ruhe? Gibt es Streit mit Artgenossen oder Haushaltsmitgliedern? Geh der Ursache des Stresses auf den Grund und sei für deinen Hund eine souveräne Stütze.

Mangelnde Fellpflege strapaziert Haut und Haar

 

Das Fell eines Hundes hat je nach Rasse besondere Ansprüche. Hunde, die nicht nur eine Fellschicht (wie z. B. Pudel), sondern Deck- und Unterwolle haben, müssen regelmäßig gekämmt und gebürstet werden. Das Bürsten hat einen positiven Einfluss auf die Durchblutung ihrer Haut und wird von den meisten Hunden als angenehm wahrgenommen.
Insbesondere in Zeiten des Fellwechsels (im Frühjahr und Herbst) ist dies sehr wichtig. Die Unterwolle schützt Deinen Hund vor Schmutz, Parasiten, Kälte, Nässe und starker Sonneneinstrahlung und ist deshalb essenziell. Verliert Dein Vierbeiner sein schönes Haar, solltest Du ihn mittels eines Unterwollkamms unterstützen. Bleibt das lose, tote Haar im Fell, bilden sich Verfilzungen und die Haut kann nicht richtig atmen. Pilzinfektionen, Entzündungen und Disbalancen, die zu Juckreiz führen, sind die Folgen.

Du solltest Deinen Hund außerdem nicht zu oft baden. Shampoos und Seifen strapazieren die Hautstruktur und trocknen sie aus. Öfter als einmal pro Monat ist ein Bad deshalb nicht nötig.

 

Wenn Dein Hund unter starkem Juckreiz leidet und sich ständig kratzt, ist dies meist nur das Symptom einer im Hintergrund versteckten Ursache. Zuallererst solltest Du die Haut Deines Hundes überprüfen: Erkennst Du kahle, blutige oder entzündete Stellen? Dann solltest Du unbedingt Deinen Tierarzt kontaktieren, um der Infektion oder der Hautkrankheit auf den Grund zu gehen.

Erkennst Du im Fell (oder in den Ohren) Deines Hundes Milben oder Flöhe? Auch dann solltest Du den Tierarzt anrufen und Dich auf eine lange Behandlungs- und Reinigungszeit einstellen.

Ist mit dem Fell Deines Vierbeiners alles in Ordnung, kann die Ursache eine Allergie oder mangelhafte Fellpflege sein. In dem Fall empfiehlt es sich, einmal zu überprüfen, wie oft und wie intensiv Du Dich der Körperpflege Deines Hundes widmest.

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Mehr essenzielle Fettsäuren im Futter

Auch wenn Dein Hund vielleicht keine Futtermittelunverträglichkeit hat, kann eine Ergänzung von essenziellen Fettsäuren im Futter nicht schaden. Zu den essenziellen Fettsäuren gehören u. a. Linol- und Omega-3-Säuren, die die Stabilität, Strapazier- und Funktionsfähigkeit der Haut unterstützen. Ein wenig Leinöl versorgt Deinen Hund mit guten Fettsäuren und kann helfen, das Kratzen einzudämmen.

 

Diagnose und Therapie: Was unternimmt der Tierarzt?

Letzten Endes hilft nur die Entdeckung der Ursache dabei, den Juckreiz Deines Vierbeiners langfristig zu lösen.

Bei einem Besuch bei Deinem Tierarzt wird sich dieser zunächst das Fell und die Haut Deines Hundes gründlich ansehen und ggf. Blut abnehmen. Können Infekte, Parasiten, Entzündungen und Analdrüsenprobleme ausgeschlossen werden, liegt der Verdacht einer Allergie nah. Ein Hund kann unter verschiedenen Allergien leiden.

Am häufigsten treten Futtermittelallergien oder Atopien (auch Umweltallergie genannt) auf. Während eine Futtermittelallergie mittels Ausschlussdiät diagnostiziert werden kann, braucht es für die Diagnose einer anderen Allergie einen serologischen oder intradermalen Sensitivitätstest.

Welche Therapie für Deinen Hund in Frage kommt, ist also in erster Linie vom Auslöser des Juckens abhängig.

Da das Kratzen für Deinen Hund von vornherein unangenehm ist und auch nach Behandlung der Ursache noch ein Juckreiz auftreten kann (z. B. bei Flohbissen), verschreiben viele Tierärzte juckreizlindernde Medikamente.

Hunde kratzen sich. Das ist normal und kein Grund zur Panik. Das Kratzen und Knabbern gehört zur alltäglichen Fellpflege Deines Vierbeiners. Es sollte Dich erst beunruhigen, wenn es von einer normalen Verhaltensweise abweicht oder sich kahle oder blutige Stellen bilden. Die Ursache hinter dem Juckreiz Deines Hundes kann vielfältig sein. Ob es sich um einen Infekt, eine Entzündung, Allergie oder einen Parasitenbefall handelt, kannst Du bei einem Tierarztbesuch klären. Nur er kann mit Sicherheit sagen, warum sich Dein Hund ständig kratzt, und eine entsprechende Therapie einleiten.

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