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geschrieben von Nina Rimbach

Verpackungen - Wie viel Müll produzieren wir eigentlich?

Das Thema Verpackung rückt verstärkt in den Fokus wenn man sich mit nachhaltigen Produkten auseinandersetzt. Auch für uns ist es von Beginn an ein echtes Anliegen, unser Futter so nachhaltig wie möglich zu verpacken. Das ist eine echte Challenge, die wir aber selbstbewusst antreten. Alles über den Status-Quo zu unseren Verpackungen und was wir noch vorhaben findest Du im folgende Artikel.

Müllgrafik

Starten wir mal mit ein paar Zahlen und Fakten: In Deutschland werden jährlich ca. 18 Millionen Tonnen Verpackung verwendet – davon 2/3 im Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Heimtierfutter.

71% (nach Masse) werden stofflich und 27% energetisch recycelt. Bei der energetischen Verwertung von Abfall liegt der Hauptzweck der Verwertung in der Nutzung des Abfalls und nicht, wie bei der thermischen Behandlung in der Beseitigung des Schadstoffpotenzials. 2% werden nicht verwertet (360.000t). Nur knapp 50% der Rohstoffe fossiler Herkunft werden stofflich verwertet.

Plastik ist allgegenwertig: Jeden Tag kommen wir mit Kunststoffen in Kontakt. Sie sind zwar nützlich, richten aber auch einen immensen Schaden an, wenn sie nicht richtig entsorgt werden. Denn Plastikabfälle bilden ganze Inseln im Meer und schädigen damit unsere Umwelt, die Tiere und uns.

Schätzungen zur Folge kostet unser verursachter Plastikmüll jährlich bis zu 140.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel das Leben. Vögel verwechseln Plastik mit natürlicher Nahrung, Delfine bleiben in alten Fischernetzen hängen, Schildkröten verfangen sich in Verpackungen; die Szenarien sind schier endlos. Die Tiere verhungern mit vollen Mägen, da Plastik den Verdauungsapparat verstopft, durch das Verfangen in Netzen ertrinken sie oder erleiden schwere Verletzungen bei Befreiungsversuchen.

Plastikabfälle sind eine reale Bedrohung geworden. Plastik hat unseren Planeten verändert. Vor ca. 50 Jahren wurden nur rund 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, heute liegen wir bei mehr als 400 Millionen Tonnen. Und ein Großteil davon landet in den Ozeanen. Fast 75 Prozent des gesamten Mülls in unseren Meeren besteht aus Plastik. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) schwimmen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile. Und das ist nur das, was wir augenscheinlich wahrnehmen, denn mehr als 90 Prozent des Mülls sinkt auf den Meeresgrund.

Plastik im Meer bleibt im Meer, denn es zersetzt sich nur langsam und durch die Sonne spalten sich kleine Plastikteile nach und nach ab. Bei den Zersetzungsprozessen werden gefährliche Inhaltsstoffe wie Bisphenol A und Phtalate freigesetzt, die sich in der Nahrungskette anreichern und das Erbgut und den Hormonhaushalt der Meerestiere verändern. Auch können Langzeitschäden für uns Menschen auftreten. In vielen Kosmetikprodukten werden Plastikpartikel nachgewiesen, die wir letztendlich aufnehmen. Mehrere tausend Tonnen Mikroplastik landen jährlich im Abwassersystem und kommen früher oder später wieder mit uns in Kontakt.

Recycling

Plastik ist aber nicht gänzlich zu verteufeln, denn es bietet auch Vorteile. Es hat z.B. einen hohen Härtegrad, ist elastisch, temperaturbeständig, geruchlos und bruchfest. Wir benötigen es in der Medizin für Spritzen, Infusionsflaschen und Blutbeutel. Wir können damit medizinische Produkte vor gefährlichen Keimen schützen. Auch machen wir mit Plastik unsere Lebensmittel länger haltbar und schützen diese vor schädlichen Umwelteinflüssen.

Auch für die Gewinnung von Solar- und Windenergie ist Plastik unentbehrlich. Man kann also nicht nur der Umwelt mit Plastik schaden, sondern es hilft auch, dass wir nachhaltige Energie gewinnen können.

Wichtig ist, dass wir richtig und sparsam mit Plastik umgehen. Wenn wir versuchen, Plastik nur da einzusetzen, wo es einen größeren Nutzen hat als Schaden anrichtet, können wir auch in Zukunft von den Vorteilen von Plastik profitieren.

Plastik ist langlebig und findet daher natürlich in vielen Bereichen unseres Alltags Verwendung, vor allem im Bereich Verpackungen Das Problem liegt in genau den Plastikprodukten, die wir nur einen kurzen Moment verwenden, wie Plastiktragetüten, Coffee-to-go-Becher, usw. Und genau diese Artikel führen zu wachsenden Müllbergen und schädigen die Umwelt.

Das Recyclen von Plastikabfällen ist daher wichtig. Noch besser ist es Plastik in Wegwerfprodukten gänzlich zu meiden. Mehrwegflaschen und Tragetaschen aus Baumwolle stellen Alternativen dar. Es gibt mittlerweile auch einzelne “Unverpackt-Geschäfte”, in denen man mit seinen mitgebrachten Behältnissen die Rohware, wie z.B. Reis oder Nüsse, einfüllen kann.

Auch ist die Verwendung von Karton oder Papier im Allgemeinen besser als Plastik - ist aber auch nur dann ressourcenschonender, wenn das Papier recycelt wird. Denn die Herstellung von Papier verbraucht natürlich auch Energie und daher sollte Papier richtig entsorgt werden, damit es wiederverwendet werden kann.

Planetcare

Das Thema Nachhaltigkeit rückt verstärkt in den Fokus von Unternehmen. Ein Umdenken erfolgt langsam, aber sicher und wird erfolgreicher durch Informationen und Aufklärung. Viele Unternehmen machen sich Gedanken, wie sie nachhaltiger agieren können und da kommt natürlich auch die Verpackung ihrer Produkte mit ins Spiel.

All unsere Green Petfood-Produkte sind unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ausgewählt und hergestellt. Wir legen großen Wert auf die Herkunft und die Qualität unserer Zutaten. Diesen Ansatz wollen wir auch mit unseren Verpackungen widerspiegeln und haben uns von Anfang an Gedanken gemacht, wie wir unser Heimtierfutter verpacken können.

Unsere großen Trockenfutter-Verpackungen bestehen von außen aus Papier, innen befindet sich ein dünner Kunststoffverbund. Dieser sorgt dafür, dass das Aroma und die Haltbarkeit erhalten bleiben, der Transport sicherer und das Produkt geschützt ist.

Wir legen großen Wert auf die Verpackung unserer Produkte und suchen als nachhaltiges Unternehmen immer nach Lösungen und Verbesserungen. Dabei haben wir aber stets die Anforderung, dass unsere Verpackung benutzerfreundlich ist, und vor allem die Qualität der Inhaltsstoffe für Dich und Deinen Vierbeiner gewährleistet. Gleichzeitig möchten wir ihre Recyclingfähigkeit und Schadstofffreiheit sicherstellen. Da wir unsere CO2-Emissionen auch im Bereich Verpackung Schritt für Schritt reduzieren möchten, setzen wir auf einen möglichst geringen Materialaufwand und Kunststoffanteil. Nachwachsende und recyclebare Rohstoffe bevorzugen wir und in Zukunft möchten wir Kunststoffe durch nachhaltige Kunststoffe ersetzen.

Papierverpackung mit Dampfschutzsperre aus HDPE Folie

Entsorgung im Papiermüll, die Kunststofffolie wird bei der Verarbeitung ausgesondert oder geht mit in die Wellpappen-Produktion.

Papier-/Kunststoffverbund

Hier kommt ein neuartiger Papierkunststoffverbund zum Einsatz. Dies ermöglicht uns ein Digitaldruckverfahren einzusetzen und den Kunststoffanteil auf das Minimum zu reduzieren. Entsorgung im gelben Sack, der Papieranteil wird abgesondert.

Kunststoffverbund

Bislang bestehen unsere Pouches aus einem Kunststoffverbund. Es kann kein Papier eingesetzt werden, da die Beutel autoklaviert – mit Dampf sterilisiert - werden, um sie haltbar zu machen. Auf diesem Wege kommen wir aber gänzlich ohne den Zusatz von Konservierungsmittel aus! Der Verbund ist mit so wenig Material wie möglich hergestellt. Wir testen gerade neue Materialien, damit wir in Zukunft nachhaltiger werden können. Entsorgt werden die Beutel im gelben Sack.