geschrieben von Alexandra Popp

Appetitlosigkeit bei Katzen: 10 Gründe, warum Deine Katze nicht frisst

 

Kaum verschmähen Katzen ihr Futter, machen wir uns als Besitzer große Sorgen. Dass unsere Miezen jedoch hin und wieder nicht fressen wollen, ist nicht immer ein Grund zur Panik, sondern kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die Tiermedizin bezeichnet den Umstand, wenn Katzen nicht fressen möchten, als Inappetenz oder auch Anorexie.

 

Verzichtet Dein Stubentiger nur wenige Stunden auf sein Futter, steckt dahinter meist keine ernstzunehmende Ursache – vielleicht hat er gerade einfach keinen Hunger. Trotzdem solltest Du aufmerksam sein: Fastet eine Katze länger als 24 Stunden, können ihre Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Es ist immer gut, der Ursache der Appetitlosigkeit bei Katzen nachzugehen: Ist sie vielleicht einfach nur mäkelig oder steckt etwas Ernsthaftes dahinter? Wir zeigen Dir 10 mögliche Gründe, warum Deine Katze nicht frisst.

 

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Einer der häufigsten Gründe, warum Deine Katze (kurzzeitig) nicht frisst, ist, dass sie einfach keinen Hunger hat bzw. bereits anderswo satt geworden ist. Bei Wohnungskatzen hast Du als Besitzer meist die Kontrolle darüber, wann und wo Deine Katze frisst, und kannst sicherstellen, dass sie nirgends fremdnascht. Zu viele Leckerlis machen ebenfalls satt. Deswegen solltest Du noch einmal überprüfen, wie viel Deine Katze „zwischendurch“ verwöhnt wird.
Bei draußen lebenden Katzen oder Freigängern ist es nicht ganz so einfach, die gefressenen Futtermengen zu überprüfen. Eventuell hat Deine Miez draußen Mäuse, Vögel oder fremdes Futter anderer Katzen verspeist und ist deshalb einfach satt.

Wenn Du Dir sicher bist, dass Deine Katze weder krank ist, noch anderswo ihren Hunger gestillt hat, könnte die Appetitlosigkeit möglicherweise mit ihrem Futter zusammenhängen.

Weitere mögliche Gründe

  • mangelnde Frische (Stand das Futter eine längere Zeit im Freien oder sogar bei warmen Temperaturen draußen, schmeckt es Deiner Miez evtl. nicht mehr.)
  • ungewohntes, neues Futter
  • verdorbenes Futter
  • unliebsame Konsistenz
  • Übersättigung (wenn Deine Katze ihr Futter nach langer Zeit einfach satthat)

Futtermittelunverträglichkeiten bei Katzen sind häufige Gründe für Nahrungsverweigerung. Katzen fressen ihr Futter nicht, wenn sie auf einzelne Inhaltsstoffe nahrungssensibel bzw. allergisch reagieren. Meistens treten Allergien und Unverträglichkeitengegenüber bestimmten Proteinquellen in der Nahrung auf. Dabei handelt es sich oft um bekannte Fleischarten wie Rind, Huhn oder Pute, manchmal aber auch bestimmte Getreidesorten Kann Deine Samtpfote diese nicht verwerten, sind Erbrechen, Durchfall und Unwohlsein die Folge. Wenn du herausgefunden hast, welches Nahrungsmittel deiner Katze nicht bekommt, solltest du ein Futter wählen, das die unverträgliche Proteinquelle nicht enthält. Verträgt deine Miez kein Geflügel? Dann probiere es doch einmal mit Rind oder Fisch. Katzen mit besonders empfindlichen Mägen oder mehreren Unverträglichkeiten können von der Umstellung auf ein hypoallergenes oder sensitives Futter profitieren. Stelle Deine Katze unbedingt Deinem Tierarzt vor, um gemeinsam der Ursache auf den Grund zu gehen.

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Dass Zahnprobleme unangenehm und schmerzhaft sind, weiß jeder. Auch Katzen können unter Zahn- oder Maulschmerzen leiden, die auf unterschiedlichste Ursachen zurückzuführen sind (fehlende Zähne, Zahnwechsel, Zahnstein, Entzündungen etc.). Schmerzende Zähne führen häufig dazu, dass Deine Katze nicht mehr frisst. Deswegen solltest Du stets für die richtige Mundhygiene und ein gesundes Gebiss sorgen und einen Tierarzt kontaktieren, wenn Du Zahnschmerzen bei Deiner Katze vermutest.

 

Dem Alterungsprozess kann niemand entrinnen – auch nicht unsere liebsten Samtpfoten. Je älter Deine Katze wird, desto mehr reduziert sich ihr Energiebedarf. Auch die Verdauung verlangsamt sich und so ist es nicht ungewöhnlich, dass Deine Seniorenkatze einfach weniger Hunger hat. Ein betagter Stubentiger schafft nicht mehr die gleichen Portionen wie in jungen Jahren und freut sich deshalb über mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt.

 

Leider kann auch stets eine ernsthafte Erkrankung hinter der Appetitlosigkeit Deiner Katze stecken. Wenn Du alle bisher genannten Gründe ausschließen konntest und Deine Miez nach wie vor nicht frisst, solltest Du den Gesundheitszustand ihrer Organe beim Tierarzt checken lassen. Dies funktioniert sowohl durch Blut-, Stuhl- und Urinproben als auch über Ultraschall. Vor allem wenn weitere Symptome wie Schlappheit, Übelkeit, Schmerzen oder Durchfall hinzukommen, solltest Du schnell handeln. Folgende Erkrankungen können u. a. dazu führen, dass Deine Katze nicht frisst:

  • Entzündungen (z. B. Magen- oder Magenschleimhaut-, Darm- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Tumore
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Nieren-, Gallen- und Lebererkrankungen)

Ein häufiger Grund, warum Katzen nicht fressen, ist, dass ihr Immunsystem mit einem Infekt zu kämpfen hat. Infekte können durch Viren, Bakterien und auch Parasiten entstehen. Oftmals wird die Bekämpfung des Infekts von Erkältungs- oder Grippesymptomen begleitet, z. B.:

  • Erschöpfung
  • Verdauungsbeschwerden (Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall)
  • Fieber
  • starker Durst
  • Apathie
  • eingeschränkter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Appetitlosigkeit

Vor allem ein Parasitenbefall (z. B. Würmer) führt häufig zu einem gewissen Unwohlsein, weswegen Deine Katze nicht mehr ordentlich frisst.
Wie immer gilt: Beobachtest Du bei Deiner Katze Krankheitssymptome, Gewichtsverlust oder sogar Fieber, solltest Du sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Vor allem draußen freilaufende Katze können Opfer von Giftködern oder anderen Vergiftungen werden. Ist Deine Katze vergiftet, wird sie auch ihr eigenes Futter nicht mehr anrühren und deutliche Vergiftungserscheinungen (Erbrechen, Schmerzen, Orientierungslosigkeit, Schwindel, Schock) aufzeigen. Nicht selten ist eine Vergiftung lebensgefährlich und sollte deshalb schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt werden.

Angst, Stress, hormonelle Umstellungen und psychische Belastungen führen häufig dazu, dass Katzen ihren Futternapf ignorieren. Was für eine Katze eine psychische Belastung darstellt, ist sehr individuell. Für die einen bedeutet bereits ein Futterwechsel Stress pur. Die anderen werden durch laute Geräusche oder Kinder im Haushalt in Angst und Schrecken versetzt. Vor allem trächtige oder säugende Katzen fressen gelegentlich nicht, wenn die Hormone verrücktspielen.

Folgende Lebensumstände können bei Katzen Stress verursachen:

  • Tierarztbesuche und Operationen
  • Zusammenleben und Konflikte mit anderen Katzen
  • Umzüge
  • Alleinsein
  • Orientierungslosigkeit in fremden Umgebungen
  • Trauer (z. B. um Bezugsperson oder andere Katze)
  • Trächtigkeit und Geburt

Leider kommt es manchmal vor, dass Katzen die Ablehnung ihres Futters „erlernen“. Diese Aversion tritt dann auf, wenn Deine Miez ihre Nahrung mit etwas Negativem wie z. B. einer Krankheit oder Medikamenten verbindet. In einem solchen Fall hilft es, Deine Katze aus der Hand zu füttern und viel Geduld an den Tag zu legen. Bis sie mit ihrem Futter wieder etwas Schönes verbindet, können mitunter 3 bis 4 Wochen vergehen.
Damit Deine Katze wieder unbeschwert und mit Appetit frisst, solltest Du für genügend Ruhe und Rückzugsorte sorgen. Auch ein geregelter Tagesablauf und liebevolle Aufmerksamkeit geben Sicherheit und psychische Harmonie.

Zu guter Letzt müssen nicht immer Erkrankungen, Infekte oder Vergiftungen Grund dafür sein, dass Deine Katze nicht frisst. Viele Stubentiger gelten generell als mäkelig und wählerisch. Sie können schnell gelangweilt von ihrem Futter sein, weswegen Du gelegentlich Abwechslung in den Futternapf bringen kannst. Andere Proteinquellen, neue Öle oder bisher unbekannte schmackhafte Ergänzungen regen mit Sicherheit den Appetit Deiner Katze neu an. Im Zweifelsfall kann auch ein Futterwechsel Abhilfe schaffen. Bedenke aber, dass ein zu häufiger Futterwechsel Deiner Katze nicht guttut!

Im Normalfall musst Du Dir keine großen Sorgen machen, wenn Deine Katze für einige Stunden nicht frisst. Dennoch solltest Du sie gut beobachten, um bei weiteren Krankheitssymptomen reagieren zu können. Frisst Deine Katze über einen längeren Zeitraum nicht, solltest Du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Eine zu lange Fastenzeit kann sich nämlich negativ auf die Vitalität Deiner Miez auswirken. Um der tatsächlichen Ursache der Appetitlosigkeit auf den Grund zu gehen, kann Dein Tierarzt Blut-, Stuhl-, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen durchführen und auch eine entsprechende Behandlung einleiten. Sollten die Vitalwerte Deines Stubentigers in Ordnung sein, wäre ein Futterwechsel oder ein wenig mehr Abwechslung bei den Mahlzeiten eine Überlegung wert.