geschrieben von Green Petfood Community

Camper mit Hund – so meisterst Du es!

 

Du bist neu beim Campen oder hast gerade ein Fellknäuel in Dein Leben geholt und möchtest nun im Wohnmobil mit ihm verreisen? Ideal! Denn für Hunde ist das Reisen im Camper eines der angenehmsten Möglichkeiten, die Welt zu entdecken. Das kleine Zuhause immer mit dabei lebt der Vierbeiner seinen Traum, da er so immer ganz nah am Frauchen oder Herrchen sein kann. Egal, wo man übernachtet, das Eigenheim riecht gleich und das Körbchen ist an derselben Stelle. Ringsherum in der Natur gibt es viel zu erforschen und andere Hunde sind meist nicht weit. Nicht ohne Grund haben viele Hundebesitzer diese Art zu Urlauben für sich und den Vierbeiner erkoren. Doch das Camping mit Hund will wohl geplant sein. Wie Du es meisterst, liest Du hier in diesem Blogpost.

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Kathi & Andi mit Charly

 
Das lieben Frauchen & Herrchen: Vanlife, Surfen, das Meer und Charly.
Das liebt die Fellnase: Buddeln, lange Spaziergänge im Wald und Erdnussbutter.
Darum lieben sie Green Petfood: Weil wir wissen, wo das Futter herkommt und was drin ist. Charly nahm es sofort super an und frisst es gern.

 

Alleine zu reisen heißt, ganz nach den eigenen Wünschen das zu tun, was Dir beliebt. Zu zweit sieht das jedoch anders aus. Viele sagen ja: „Vermenschliche den Hund nicht!“ Doch letzten Endes handelt es sich bei Deinem Reisebegleiter um ein Lebewesen, das Bedürfnisse hat. Der Unterschied zu einem Menschen ist aber, dass sich der Hund nicht dazu äußern kann, was er gerade braucht. Du musst also in jeglichen Situationen für den Hund mitdenken.

Dein Hund sollte als gleichwertiger Reisebegleiter gesehen werden. Hast Du also beispielsweise einen für die Alpen oder kaltes Wetter gezüchteten Hund, so wird es für diesen nicht ideal sein, in tropische Gebiete zu reisen. Gerade bei Langzeitreisen stellt sich die Frage, was Du Deinem Hund und Dir zumuten möchtest. Um zu sehen, wie Deinem kleinen Freund das Campen gefällt, könntest Du einfach in Deiner Nähe einen kurzen Ausflug starten und ihn so ans Reisen im Bus gewöhnen.

Grundsätzlich bleibt es ganz Dir überlassen, welche Länder Du mit dem Wohnmobil und Deinem Hund bereisen möchtest. Du hast jedoch eine bestimme Vorstellung, wohin es gehen soll? Informiere Dich vorab über die länderspezifischen Einreisebestimmungen für Deinen Hund. Weitere Fragen, die die Wahl deines Reiseziels beeinflussen, sind: Darf ich den Hund mit in den Naturpark oder mit ans Meer nehmen? Beim Camping am See mit Hund ist es ebenfalls wichtig zu wissen, an welchem Seeabschnitt der Hund ans und ins Wasser darf.

Ein gültiger Pass für den Hund, in dem alle Impfungen vermerkt sind, ist für das Reisen ins Ausland unerlässlich. Etwaige länderspezifische Einreisebedingungen sind darüber hinaus sehr individuell. Damit einher gehen auch die benötigten Impfungen für den kleinen Vierbeiner. Im Mittelmeerraum sind dabei andere Krankheiten zu beachten und vorbeugend zu impfen als das für beispielsweise Asien, Afrika oder Südamerika der Fall ist. In Europa hat man sich dazu auf ein sogenanntes „Grundpaket“ geeinigt: Eine Tollwutimpfung, ein Chip zur eindeutigen Identifizierung und die Vermerkung dieser beiden im blauen EU-Heimtierpass.

Diese drei wichtigen Dinge sind übrigens auch entscheidend, solltest Du darüber nachdenken, einen Hund während Deiner Reise zu adoptieren. In diesem Fall ist außerdem wichtig, dass der Hund bereits mindestens 15 Wochen alt sein muss, um mit Dir im Camper in ein neues Land reisen zu dürfen. Über mehr Details zu einer solchen Adoption aus dem Ausland – zum Beispiel auch hinsichtlich Quarantäneregeln - informiere Dich rechtzeitig vorab!

Einige Länder verlangen außerdem zusätzliche Impfungen, die Verabreichung einer Wurmtablette oder auch ein Gesundheitszeugnis. Du siehst also, dass das Campen mit Hund mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Jedoch sind sich alle Hundebesitzer einig, dass sie ihren Kleinen um nichts in der Welt wieder hergeben würden. Und auch wir finden: das Schwanzwedeln und die Freude, einen neuen Stellplatz zu erkunden, ist die Recherche wert.

Wie auch bei anderen Beförderungsmitteln muss Dein Hund im Camper gut gesichert sein - das ist gesetzlich vorgeschrieben. Im Idealfall kannst Du eine Transportbox im Wohnbereich unterbringen. Als Alternative bieten sich Sicherheitsgurte für Hunde an. Regelmäßige Fahrtpausen sind nicht nur für den Hund wichtig, auch wir Menschen sollten uns beim Fahren nicht übernehmen.

Ist Dein Hund eher ruhiger und schläft die Fahrten durch oder fühlt er sich auf Rädern nicht wohl? Falls Du mit Deinem Hund noch nicht oft mit dem Auto unterwegs gewesen sein solltest, so taste Dich langsam an die Situation heran. Lass ihn erst mal den Camper erkunden und mit den neuen Räumlichkeiten Freundschaft schließen. Kleine Ausfahrten werden zeigen, wie Deiner Fellnase das Fahren gefällt.

Bei längeren Fahrten muss der Hund vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein und es muss außerdem Wasser bereitstehen. Das Schöne am Campen ist es aber ohnehin, nicht weit zu fahren, sondern immer mal wieder stehen zu bleiben, wo es einem gerade gefällt.

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Generell schlafen Hunde gerne in Höhlen. Solltest Du Deinen Camper selbst ausbauen, könntest Du eine solche Schlafgelegenheit bei der Planung mitbedenken. Unser Camper-Bett lässt sich von einer Couch in ein Bett ausziehen. Unter dem ausgezogenen Teil findet unsere rund 15 kg schwere, 43 cm hohe Streunerin Charly gut Platz. Du solltest dem Hund auf jeden Fall einen Rückzugsgelegenheit in einer der Ecken des Busses gewähren. Reist Du bei kälteren Temperaturen, so ist ein wärmendes Bettchen wichtig, denn der Boden des Fahrzeugs wird rasch kalt. Ob Du Deinen Hund bei Dir im Bett schlafen lässt, ist natürlich ganz Dir selbst überlassen.

Umringt von Natur ist ein Campingplatz im Vergleich zu einem Hotel wohl das Paradies auf Erden für den Hund. Bei der Wahl des Campingplatzes sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Sind Hunde auf dem Campingplatz erlaubt?
  • Werden zusätzliche Gebühren fällig?
  • In welchen Bereich des Campingplatzes sind Hunde erlaubt?
  • Welche Regeln gilt es zu befolgen? (Leinen- und/oder Maulkorbpflicht)
  • Verfügt der Campingplatz vielleicht sogar über einen Hundestrand?

Deshalb ist es ratsam sich vor der Reise über die Campingplätze mit Hundeerlaubnis zu informieren und gegebenenfalls bereits einen Stellplatz zu reservieren. Bedenke, dass es auch Menschen gibt, die sich vor Hunden fürchten oder nicht direkt von Deinem Hund schwanzwedelnd begrüßt werden wollen, wenn sie bei Eurem Stellplatz vorbei gehen.

Früher oder später wirst Du in eine Situation kommen, in der Du Deinen Hund leider nicht mitnehmen kannst. Sei es eine Wassersportart, eine lange, schwierige Wanderung oder einfach nur ein Restaurant oder ein Geschäft, in dem keine Hunde erlaubt sind. Was tust Du mit dem Hund, wenn er nicht mitkommen kann?

Wichtig:

Den Hund, vor allem im Sommer, im sich erhitzenden Auto zu lassen, ist nicht nur unzumutbar dem Tier gegenüber, sondern wird als Tierquälerei gesehen. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir vorab überlegst, wo Du Deinen kleinen Vierbeiner unterbringen kannst, solltest Du ihn tatsächlich nicht mitnehmen können.

Eingezäunte Stellplätze für Hunde auf Campingplätzen gibt es nur sehr selten. Alternativ, aber nur wenn Dein Hund es gewohnt ist, kannst Du ihn im Schatten am Camper anleinen. Stelle sicher, dass der Hund über die gesamte Zeit hinweg im Schatten liegen kann und genügend Wasser und gegebenenfalls Futter bereitsteht.

Eine weitere Möglichkeit wäre, den Hund jemand anderen in Obhut zu geben. Vielleicht seid Ihr ja zu zweit oder als Familie unterwegs. Dann kann jemand die Aufsicht des Hundes übernehmen. Beim Campen ist man außerdem nie lange allein. Hast Du Dich also mit anderen Campern angefreundet, so wäre es eine Option zu fragen, ob sie für eine bestimmte Zeit ein Auge auf Deinen Hund werfen können.

Für das Campen mit Hund gilt - wie auch daheim in der Wohnung oder dem Haus - , dass ein fester, möglichst ruhiger Ort für Futter und Wasser fest eingehalten werden sollte. Auf kleinstem Raum ist das oft nicht so leicht, aber doch möglich. Außerdem stellen sich die Fragen: Welches Futter nehme ich mit, wie viel benötige ich und wie verstaue ich es im Wohnmobil?

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  • Trockenfutter bietet sich für das Reisen mit Hund im Camper ideal an. Es muss nicht gekühlt werden, es kann kaum schlecht werden und hält sich gut verschlossen relativ lange.
  • Rechne Dir grob aus, wie viel Futter Du für Deinen Campingurlaub für Deinen Hund benötigst und packe noch etwas mehr ein.
  • Gut verschließbare Behälter, die ausschließlich für das Hundefutter verwendet werden, sind sehr praktisch. So musst Du nicht täglich den gesamten Sack herausholen.
  • Sollte das Futter nicht für Deine gesamte Reise reichen, so besorge rechtzeitig neues. So hast Du die Möglichkeit, bei einer eventuellen Futterumstellung nach und nach beide zu vermischen und den Magen-Darm Deines Hundes auf Reisen zu schonen.

Charlys liebster Camper-Schmaus!

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ZUM PRODUKT

Was solltest du nebst den üblichen Utensilien wie Geschirr, Leine, Futter und Leckerli also auf jeden Fall für Deinen Campingurlaub mit Hund packen? Wir finden: Weniger ist mehr.

  • Maulkorb: Beim Überqueren von Grenzen kann es vorkommen, dass der Hund für eine kurze Zeit einen Maulkorb tragen muss. Gut ist es, wenn er dann bereits daran gewöhnt ist.
  • Beschäftigung: Das Lieblings-Kauspielzeug muss auf jeden Fall mit auf die Campingreise.
  • Handtuch für den Vierbeiner: Camping heißt, auf kleinstem Raum zu reisen. Wenn es dann mal regnet, ist es ratsam, den Hund vor dem Besteigen des Campers gut abzutrocknen.
  • Karabiner: Zum einfachen Anleinen am Wagen. So muss die Leine nicht jedes Mal geknotet werden.

Zusammenfassend bleibt also zu sagen: Campingurlaub mit Hunden wirf auf keinen Fall langweilig. Das Rudel bleibt zusammen und lebt auf engstem Raum. Du erfüllst Deinem Vierbeiner quasi einen Traum damit. Also, nichts wie los! Packe Deinem Hund seine Tasche mit den wichtigsten Dingen, informiere Dich über Einreisebestimmungen Deiner Zielländer und buche gegebenenfalls bereits vorab einen Campingplatz. Viel Spaß beim Camping mit Deinem Hund!