Tipps & Tricks für ein plastikfreies Badezimmer
Hunderatgeber Lifestyle
Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an. Das Gute ist: Jeder kann ein dazu Stück beitragen. Und das bereits, bevor man morgens aus dem Haus geht! Denn gerade im Badezimmer verbrauchen wir tagtäglich Dinge, die vor allem durch ihre Verpackung viel Plastik enthalten und somit Müll verursachen. Welche 5 Dinge Du auf den Prüfstand hin zu einem plastikfreien Leben stellen solltest und vor allem, was umweltfreundliche Alternativen sind, erfährst Du hier.
Tipp 1: Mikroplastik vermeiden
Plastik wird nicht nur für die Verpackung von Kosmetikprodukten verarbeitet, sondern ist sogar innerhalb (!) vieler Produkte zu finden. In Form von Mikroplastik - Kunststoff-Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind – sorgt es in Duschgels und Cremes für den Peeling-Effekt. So unscheinbar diese winzigen Teilchen sind, sie haben eine verheerende Auswirkung auf unsere Umwelt. Aufgrund ihrer Größe können sie in Kläranlagen nicht ausreichend gefiltert werden und gelangen beinahe ungehindert in die Weltmeere. Dort wird das Mikroplastik von Tieren aufgenommen und kann zu schweren gesundheitlichen Folgen bis hin zum Tod führen.

Tipp 2: Zahnbürste aus nachhaltigen Materialien
Wortwörtlich in aller Munde ist die Zahnbürste. Die gängige Zahnbürste besteht aus Kunststoff, vom Griff aufwärts bis hin zu den Nylon-Borsten. Da fällt ganz schön was an Müll an, wenn man diese aus hygienischen Gründen alle 8-12 Wochen wechselt. Es gibt Hersteller, die Zahnbürsten mit einem wechselbaren Bürstenkopf anbieten. So kann man zwar etwas Müll vermeiden, der Materialeinsatz von Kunststoff und somit der Abbau von Erdöl bleibt aber in der Grundidee dieser Art der Zahnbürste erhalten.

Tipp 3: Zähneputzen ohne Plastik
Damit unsere Zähne gesund bleiben, benötigen wir eine Zahncreme. Wir Deutschen benutzen jährlich rund 30 Millionen Liter davon. In 100 Milliliter-Tuben umgerechnet kommen da 300.000.000 Stück zusammen. Das allein ist eine große Menge Plastik. Aber auch das bereits erwähnte Mikroplastik ist in vielen Zahnpasten zu finden, da es für den gewissen Schmiergeleffekt sorgt. Und wie bei anderen Tuben ärgert man sich oft, dass man nicht alles aus dieser herausquetschen kann. Da hilft auch kein Aufschneiden, da die restliche Zahnpasta ansonsten schnell eintrocknet.

Tipp 4: Festes Shampoo oder Seife
Tagtäglich nutzen wir Duschgel oder Shampoo, um unserer Körperhygiene nachzugehen. Gerade Menschen mit langen Haaren benötigen einiges an Pflegeprodukten und demensprechend schnell ist auch deren Gelber Sack voll. Denn in den meisten Fällen wird Shampoo, aber auch Conditioner und Duschgel in Kunststoffflaschen verkauft. Oftmals enthalten sie auch fragwürdige Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene oder sogar Mikroplastik.

Tipp 5: Rasierhobel statt Mehrklingen-Rasierer
Egal, ob Mann oder Frau: Viele von uns lieben das Gefühl einer guten Gesichtsfrisur aka Bart oder glatten Beinen. Häufig erledigen wir dies mit einem sogenannten Mehrklingen-Rasierer. Diese haben in den meisten Fällen einen Griff aus Kunststoff und einen auswechselbaren Scherkopf mit mehreren Klingen. Die Scherköpfe sind in der Regel nur modelspezifisch zu kaufen und größtenteils noch einmal separat in Plastik eingepackt. Zwar verspricht dieses Mehrklingen-System eine gewisse Sicherheit, verliert aber schnell seine Gründlichkeit bei der Rasur. Schnelle und teure Klingenwechsel, bei denen wieder Müll produziert wird, sind die Folge.

,Wo soll ich nur anfangen?'
Plastikfrei zu leben, ist gar nicht einmal so schwer. Mit diesen Schritten gelingt Dir ganz einfach der Weg in Richtung Nachhaltigkeit!
• Mache Dir einmal klar, welche Dinge Du regelmäßig im Bad verwendest und inwieweit diese umweltfreundlich sind.
• Sei offen für Neues: Es macht Spaß, neue Produkte kennenzulernen und sich bewusster mit deren Herstellung, Funktion und Konsequenzen auseinanderzusetzen.
• Überlege, was sich für Dich ändern wird, wenn Du auf eine nachhaltigere Alternative umsteigst. Oftmals gibt es nämlich überhaupt keine Nachteile durch einen Wechsel!
• Halte Dir vor Augen, was Du durch den Wechsel zu einem plastikfreien Leben Gutes für die Umwelt tust. Im Vergleich zu diesem Nutzen erscheinen viele der kleinen Nachteile der neuen Produkte vielleicht absolut unwichtig.
• Und das Wichtigste: Fange einfach mal an! Habe keine Angst, gleich von Anfang an alles perfekt machen zu müssen – jeder Schritt zählt. Rede mit Deiner Familie und Freunden über Deine Änderungen. Wenn sie genau wie Du anfangen, kleine Dinge zu ändern, ändern wir schon viel in der großen Gesamtheit!
Merk dir den Ratgeber auf Pinterest!


