geschrieben von Leonie Becker

Ein Welpe zieht ein – Das solltest Du beachten

 

Große Kulleraugen, kleine Pfötchen und ganz weiches Fell: Hundewelpen sind sooo süß! Besonders süß natürlich, wenn es der eigene Welpe ist. Der Einzug Deines Hundewelpen steht kurz bevor? Als Hundemama oder Hundepapa in spe freust Du Dich sicher schon sehr auf den Familienzuwachs. Damit Du die ersten Tage mit Deinem neuen flauschigen Mitbewohner richtig genießen kannst, geben wir Dir in diesem Blogbeitrag Tipps für den Einzug Deines Welpen.

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Wenn ein Welpe einzieht, ist die Freude groß. Die nächsten Tage und Wochen versprechen, aufregend zu werden und Du wirst viele neue Erfahrungen machen. Und die Freude ist nicht von kurzer Dauer: Ein Hund begleitet dich 12-20 Jahre! Umso schöner ist die Vorfreude, das neue Familienmitglied endlich in Empfang nehmen zu können. 
Du hast Dich für einen Hund entschieden, der perfekt zu Dir passt und stehst in regem Kontakt mit Deinem Züchter oder der Tierschutzorganisation. Falls Du Dich für einen Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim entschieden hast, warst Du sicher schon ein oder zwei Mal dort, um die Elterntiere oder sogar schon Deinen jungen Welpen kennenzulernen. Und sicher ist Dein Smartphone jetzt schon voller Bilder von den süßen Wonneproppen. Kurzum: In der Zeit kurz vorm Welpeneinzug sitzt Du sicher nicht still. Und das ist auch gut so,denn es gibt viel vorzubereiten.

Bevor Dein Welpe einziehen kann, benötigst Du einiges an Zubehör. Du möchtest schließlich, dass es Dein Hund bei Dir bequem und gut hat. Wir zeigen Dir, was Dein junger Hund braucht. Hast Du an alles gedacht? 

Transportbox für Welpen

Eine Transportbox brauchst Du, um Deinen Welpen im Auto zu transportieren, zum Beispiel, wenn Du ihn vom Züchter oder aus dem Tierheim abholst, oder später mal in den Urlaub fährst.

Am besten ist es, wenn Du Deinen Züchter nach einer Decke oder einem geliebten Gegenstand des Hundes fragst. Die bekannten Gerüche können Deinen Welpen auf der Autofahrt beruhigen. Er ist schließlich zum ersten Mal allein ohne Geschwister und Mutter unterwegs.

Die Transportbox kannst Du auch in den ersten Tagen in der Wohnung stehen lassen. Sie dient Deinem Welpen als Rückzugsort, wenn all die neuen Eindrücke zu viel werden, und gibt durch die bekannten Gerüche Sicherheit.

Welpen-Hundebettchen

Wir Menschen lieben ein bequemes Bett! Und die meisten Hunde tun das auch. Vor allem Welpen benötigen sehr viel Schlaf, teilweise bis zu 20 Stunden täglich. Umso wichtiger ist es, dass Du eine bequeme Schlafmöglichkeit anbieten kannst. Hundebetten und -decken gibt es in allen Formen und Farben. Wichtig ist vor allem, dass Du beim Kauf darauf achtest, wie groß Dein Hund werden kann, wenn er ausgewachsen ist. Ein kleines Bettchen kann zwar in den ersten Wochen optimal sein, wird aber schnell zu klein, wenn Dein erwachsener Hund Dir bis zur Hüfte geht. Andersherum gilt das Gleiche: Für einen kleinen Hund, der auch nicht groß wird, reicht ein kleineres Bettchen.

Futter- und Wassernapf 

Dein Welpe sollte jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben. Bereite seine Futter- und Trinkstelle so vor, dass sie leicht zugänglich ist und achte darauf, dass der Wassernapf immer gefüllt und sauber ist. Eine Napfunterlage schützt den Boden vor Wasserspritzern und ist leicht zu reinigen. Die Größe des Napfes sollte außerdem auf die Größe der Futterportionen abgestimmt sein. Bei einem zu großen Napf kann es sein, dass der Welpe sonst im Napf landet, wenn er zu gierig nach dem Futter schnappt. Deswegen ist es ratsam, dass Du für den Anfang kleinere Näpfe bereithältst und dann in ein paar Monaten größere Näpfe besorgst, die auf erwachsene Hunde abgestimmt sind. 
Natürlich solltest Du auch schon genug Futter und Leckerlis für die ersten Tage zuhause haben. Dazu später mehr. 

Halsband oder Geschirr und eine Leine

Auch, wenn Eure Spaziergänge am Anfang noch nicht sehr lang sein werden, braucht Dein Hund ein Geschirr oder Halsband. An diesem kannst Du außerdem die Hundemarke(n) befestigen. Bei jungen Hunden empfiehlt sich ein Geschirr, denn die Druckverteilung ist hier viel ausgeglichener als bei einem Halsband. Möchte man später auf ein Halsband umsteigen, dann kann es sinnvoll sein Geschirr und Leine in Kombination bei dem Welpen zu nutezn. Mit einem Geschirr lernt Dein Welpe das Laufen an der Leine angenehmer und die Verletzungsgefahr ist nicht so hoch, wenn er mal hängen bleibt. Hier gilt: Dein Hund wird wachsen und sein Geschirr oder Halsband sollte das auch tun! Zusätzlich zum Geschirr oder Halsband solltest Du außerdem eine Leine kaufen, die gut in der Hand liegt und nicht zu schwer ist. Ein kleiner Welpe leidet schnell unter dem Gewicht einer zu schweren Leine.
Ist Dein Welpe besonders wild oder kennt die Leine gar nicht, ist es vielleicht ratsam, am Anfang ein Sicherheitsgeschirr zu besorgen. An diesem kannst Du zwei Leinen anbringen und so besser gewährleisten, dass Dein Welpe nicht ausbricht, wenn er sich erschreckt und Du eine Leine verlierst.

Spielzeug

Welpen lieben es, zu spielen! Biete Deinem zukünftigen Vierbeiner deswegen ein paar Spielzeuge an. Es muss aber nicht immer das Neuste und Teuerste sein, denn Du kannst Dich darauf einrichten, dass das ein oder andere Objekt nicht lange überlebt. Nachhaltige DIY-Methoden kommen bei den meisten Hunden genauso gut an!

Uff, das ist eine ganze Menge? Kein Problem, mit unserer praktischen Checkliste vergisst Du nichts. 

Du hast nun alles eingekauft und bist startklar? Nicht ganz! Denn über ein paar Dinge solltest Du Dir noch Gedanken machen, bevor Dein Welpe einzieht.
Entscheide Dich, wie Du Deinen Vierbeiner füttern möchtest. Ein guter Züchter erklärt Dir, welches Futter er füttert – und dieses solltest Du definitiv auch in den ersten Tagen weiterhin füttern. Eine Futterumstellung kannst Du dann starten, sobald der Umzugsstress für Deinen jungen Hund langsam abnimmt. Übrigens: Wie eine Futterumstellung von Welpen- auf Erwachsenenfutter ganz einfach klappt, verraten wir Dir hier.

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Ist Deine Wohnung hundesicher? Dein Welpe ist in der Regel nicht stubenrein, wenn er bei Dir einzieht. Überlege also, ob Du wertvolle Teppiche erst einmal verstaust. Dein Welpe wird neugierig die Wohnung erkunden. Dabei bringen spitze Möbel oder steile Treppen ein hohes Verletzungsrisiko mit sich. Auch Gartenteiche, giftige Pflanzen oder Stromkabel können schnell zur Gefahr für den jungen Hund werden.


Für Deinen Hund musst Du Hundesteuer zahlen. Diese ist abhängig davon, wo Du wohnst. Informiere dich also frühzeitig bei der Stadt, wann Du Deinen Hund anmelden musst und wie viel die Anmeldung kostet. Auch solltest du überlegen, ob Du eine Hundehaftpflichtversicherung abschließt. Diese ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, bringt Dir aber eine Menge Sicherheit, wenn Dein Hund einen Unfall verursacht oder fremdes Eigentum beschädigt.

Mach Dich auch schlau, wie die gesetzliche Lage zur Hundehaltung in Deinem Bundesland aussieht. Je nach Land kann es sein, dass eine andere Leinenpflicht besteht. Gibt zum Beispiel eine spezielle Leinenpflicht zur Brut- und Setzzeit von Wildtieren im Frühjahr? Wo kann Dein Hund ohne Leine laufen?


Mit dem ersten Tierarztbesuch solltest Du warten, bis Dein Welpe sich an die neue Umgebung gewöhnt hat. Trotzdem ist es nicht schlecht, wenn Du schon einmal schaust, welche Tierärzte in Deiner Nähe neue Hunde aufnehmen. Genauso solltest Du auch schon Notfallnummern parat haben. Niemand möchte, dass etwas passiert, aber im schlimmsten Fall bist Du vorbereitet.


Wenn Du ganz motiviert bist, kannst Du auch schon einmal schauen, ob Du eine Hundeschule in Deiner Umgebung findest. Aber auch hier solltest Du Deinen Welpen erst in Ruhe zu Hause ankommen lassen, bevor Du mit ihm in die Hundeschule gehst!

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Der große Tag ist endlich da und Du kannst Deinen Welpen vom Züchter abholen. Alles ist sicher super aufregend und es braucht ein bisschen, bis Du realisierst: "Wow, Ich bin jetzt Welpenmama/Welpenpapa!" Was ein tolles Gefühl! 

Sobald Ihr das erste Mal in die Wohnung kommt, sollte Dein Welpe genug Zeit haben, in Ruhe alle Räume zu erkunden und das neue Zuhause kennenzulernen. Du kannst ihm dabei einzelne Räume zeigen, er sollte aber alles in seinem Tempo inspizieren dürfen. Vielleicht legt er sich schon automatisch auf sein Bettchen oder findet ganz von allein seinen Futternapf. 

Die ersten Tage solltet Ihr beide vor allem dazu nutzen, die Bindung zwischen Euch aufzubauen. Das kann mit langen Spiel- und Schmusephasen passieren. Zu viel solltest Du in der Anfangszeit allerdings nicht verlangen: Lass Deinen Hund erstmal ankommen, bevor Du damit anfängst, ihm Grundkommandos beizubringen. Keine Angst: Du wirst ein Gefühl dafür bekommen, wann Dein Welpe bereit ist. 

Sei Deinem Vierbeiner ein spielerisches Vorbild und hab Nachsicht, wenn es ein bisschen dauert, bis der Welpe stubenrein ist. Oder wenn die Leinenführigkeit nicht direkt so perfekt klappt, weil alles draußen so interessant ist. Es kann gut sein, dass Dein Welpe zunächst unruhig ist und in der Nacht nach seinen Geschwistern ruft. Indem Du ruhig bleibst und Sicherheit ausstrahlst, wird sich das in den kommenden Tagen legen. 

Seien wir mal ehrlich… Wir können noch so gut vorbereitet sein und am Ende passiert doch genau das Unterwartete. Deswegen ist unser Tipp: Hab Nachsicht und Geduld in den ersten Tagen und gib Deinem Hund vor allem Zeit, um mit der neuen Lebenssituation vertraut zu werden. Versuch Dich auch nicht mit Freunden oder Menschen im Internet zu vergleichen, denn jeder Hund ist individuell und braucht mal mehr und mal weniger Zeit, sich an alles zu gewöhnen. Genieße die erste Zeit und lerne Dein neues Familienmitglied in Deinem Tempo kennen. Euch erwarten ein paar spannende Wochen und Monate.